Schon gewusst?

Häufige Fragen zum Thema Pool

Warum ist es sinnvoll den Pool abzudecken?

Ob Frei- oder Hallenbad – eine Schwimmbad-Abdeckung spart Energie, schont die Umwelt, sorgt für kristallklares Wasser und bietet bei entsprechender Ausführung auch noch Schutz für Mensch und Tier. Dennoch ist die Energieersparnis das häufigste und nachhaltig stärkste Argument. Wichtig für die Berechnung des möglichen Energieeinsparpotentials ist die genaue Kenntnis aller Energieparameter wie Energieverlust an das Erdreich, Frischwasserzufuhr, Konvektion, Wärmestrahlung und Verdunstung. Bei einem Freibad kommt die Lage des Schwimmbeckens hinzu. Auf einer freien Wiese beispielsweise ist das Schwimmbecken dem Wind stärker ausgesetzt als hinter einer Mauer. Auch das Verhältnis von Wasser- zu Lufttemperatur ist entscheidend.

 

Im Freibad kann man aber grundsätzlich sagen, dass der größte Wärmeverlust auf die Verdunstung zurückgeht. Sie entsteht, wenn flüssiges Wasser bei einer Temperatur unterhalb des Siedepunkts in Wasserdampf übergeht. Der Wärmeverlust an das Erdreich hingegen ist bei entsprechender Dämmung gering. Einmal aufgeheizt, ist der Energiebedarf im Vergleich zu den anderen Parametern wie Frischwasserzufuhr, Konvektion und Wärmestrahlung kaum nennenswert.

 

Entgegen anderer Vermutungen ist auch im Hallenbad der Energieeinsparungseffekt beachtlich, denn weniger Verdunstung bedeutet kürzere Laufzeit der Entfeuchtungsanlage und Schutz der Bausubstanz durch weniger Luftfeuchtigkeit. Hinzu kommt die Verbesserung des Raumklimas: Grundsätzlich sollte in einem Hallenbad die Raumtemperatur ca. 2° C höher als die Wassertemperatur liegen. Die meisten Hallenbäder werden heute mit ca. 28° C gefahren, was eine Raumtemperatur von ca. 30° C zur Folge hat. Mit einer verdunstungsreduzierenden Abdeckung lässt sich die Raumtemperatur ohne großen Energieaufwand leicht der Beckentemperatur anpassen und auf Wunsch auch tiefer fahren.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von .

Was ist die günstigste Möglichkeit einer Poolabdeckung?

Wer bei der Suche nach einer geeigneten Abdeckung weniger Wert auf exklusive Optik legt, sondern vorrangig das Kosten-Nutzen-Verhältnis seiner Pool-Anlage im Auge behält, für den ist eine Folienabdeckung die geeignetste Lösung.

 

Die schon für wenige hundert Euro erhältlichen, nicht wärmeisolierten Folien verhindern einen Großteil der Verdunstung und schützen das Becken vor dem Verschmutzen. Diese Abdeckungen sind also nicht unbedingt Konstruktionen, die der Nutzer jeden Tag öffnet und schließt, sondern eher etwas für eine längere "Pool-Pause" - beispielsweise wegen einer Urlaubsreise.

 

Wichtig: Wer sich für eine unfallsichere Folienabdeckung interessiert, sollte ein Modell wählen, das die Anforderungen der französischen Sicherheitsnorm NF P90-308 erfüllt. Denn in Frankreich sind geeignete Schutzmaßnahmen vor Unfällen für Pool-Besitzer zwingend vorgeschrieben.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von .

Was ist AFM und wofür wird es verwendet?

AFM (Aktives Filter Material) ist ein modernes Filtermedium zum Ersatz von Filtersand in Druck- und Schwerkraftsandfiltern. Auch im Vergleich zu hochqualitativem Filtersand verfügt AFM über die wesentlich besseren Anwendungseigenschaften. Der Wechsel von Sand zu AFM führt zu einer beträchtlichen Leistungssteigerung Ihres Filtrationssystems. AFM wird von Dryden Aqua aus aufbereitetem Glas hergestellt und ist zudem ein wertvoller Beitrag zur Umweltverträglichkeit. AFM sorgt für eine bessere Wasserklarheit, verbessert die Wasserqualität und entfernt im Vergleich zu Sand in der entsprechende Qualität deutlich kleinere Partikel aus dem Wasser.

 

Die Vorteile von AFM Filtermaterial:

  • Die permanente negative Oberflächenladung entfernt kleine Partikel, organische Bausteine und positive Ionen, wie z.B. Eisen und Mangan.
  • Die glatte Mikrooberfläche verfügt über permanent selbstreinigende Katalytische und oxidierende Eigenschaften.
  • AFM neigt weniger zu Verunreinigung, hervorgerufen durch Fette, Lipide und biologisches Wachstum.
  • Im gechlorten Systemen ist der Gesamt-Chlorgehalt mit AFM niedriger und es wird zudem eine geringere Fällmittelmenge benötigt.
  • Das AFM-Filterbett neigt im Vergleich zum Sand deutlich weniger zu Verstopfung und Rinnenbildung.
  • Einfach zu spülen - bei Reinigung von AFM wir 50 % weniger Wasser verbraucht.
  • Sehr geringer Reibungsverschleiß durch hohe Materialbeständigkeit.
  • AFM enthält keine freie Kieselerde und ist daher sicherer als Sand.
  • AFM ist chemisch iert

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von .

Welche Vorteile bietet die automatische Desinfektion bei Pools?

Waren automatische Desinfektionssysteme früher den öffentlichen Bädern vorbehalten, so hat sich ihr Nutzwert mittlerweile durchgesetzt, und sie sind heute mehr und mehr auch in privaten Schwimmhallen und anspruchsvollen Freibädern zu finden. Wird die Wasserpflege dadurch zwar nicht überflüssig gemacht, so erleichtern die elektronischen Helfer aber die Arbeit enorm und geben dem Besitzer auch ein Stück Sicherheit. Zu beachten ist: Die Qualität des Schwimmbadwassers ist nicht nur von der Desinfektion abhängig.

 

Weitere wichtige Faktoren sind auch der Filter, dessen Laufzeiten, die Rückspülung sowie die Beckendurchströmung. Nur alle Faktoren zusammen ergeben eine gute Wasserqualität. Als Faustregel gilt: Was der Filter an Schmutz eliminiert, braucht mit der chemischen Keule nicht erschlagen zu werden. Das heißt, Schwimmbäder mit einer guten Wasseraufbereitung brauchen nur sehr wenig Desinfektionsmittel.

 

Kernstück einer Desinfektionsanlage ist meist die bedarfsgerechte Dosierung des Desinfektionsmittels, entweder Chlor oder eines Alternativprodukts wie z.B. Aktivsauerstoff. Zwingend notwendig ist deshalb eine permanente Messung des freien Chlorgehalts bzw. des anderen Desinfektionsmittels im Beckenwasser und die Möglichkeit des Nachjustierens bei Unter- oder Überschreiten. Die Dosierung erfolgt in der Regel über Schlauchpumpen, gesteuert von einem Mess-, Regel- und Dosiergerät. Das Gerät zeigt rechtzeitig an, wenn die Dosierbehälter nachgefüllt werden müssen.

 

Automatische Dosierung und das Mess-, Regel- und Dosiergerät gehören also unmittelbar zusammen. Auf dem MSR-Gerät bekommt der Bauherr die für die Wasserpflege wichtigen Parameter angezeigt und kann bei Bedarf korrigieren. Zu den wichtigen Parametern gehört natürlich auch der pH-Wert. Dieser sollte sich bekanntlich in einem Korridor von 7,0 bis 7,4 befinden. Bei Unter- oder Überschreiten kann dann ein pH-Senker oder pH-Heber in flüssiger Form zudosiert werden. Und zwar bequem vom Steuergerät aus.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Wie schaffe ich eine stimmungsvolle Beleuchtung im Pool?

LED heißt die neue Zauberformel für eine stimmungsvolle Atmosphäre in der Schwimmhalle. Doch mit dem Einsatz von ein paar Strahlern ist es nicht getan. Schon in der ersten Planungsphase, wenn den Räumlichkeiten eine Funktion zugeteilt wird, sollte der Aspekt Beleuchtung beachtet und die passenden Licht-Konzepte entwickelt werden. Eine gelungene Planung hängt von einer guten Kombination aus Gestaltung und Technik ab. Alle gestalterischen Ideen und technischen Komponenten sollten zusammenpassen und einfach zu steuern sein. Der große Vorteil der LED besteht darin, dass sie individuell und intelligent gesteuert werden kann. Das ermöglicht ihren flexiblen Einsatz in den folgenden Aufgabenbereichen:

 

Architekturbeleuchtung

Wände, Säulen, Nischen, Decken werden mit farbigem Licht betont. Durch abwechselnde Lichtszenarien können architektonische Elemente neu und unterschiedlich in Szene gesetzt werden.

 

Wasserbeleuchtung

LEDs müssen zum Einen das Becken ausleuchten, zum Anderen das Wasser in Farbe tauchen.

 

Effektbeleuchtung

Im Ensemble des gesamten Licht-/Ton-Programms werden mit gezielten Effekten besondere Stimmungen erzeugt. Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssen die kleinen Leuchtwunder die entsprechende Leistung liefern. Konventionelle LEDs, wie sie im Elektronikbereich üblich sind, können mit maximal 300 mW nicht so richtig punkten. Es sollten schon sog. Power-LEDs sein. Sie sind mit einem speziellen Chip ausgestattet und bringen in der roten Variante 1 W und für die blauen, grünen und weißen bis zu 3 W. Für Weiß und Blau werden inzwischen auch schon 5 W-Varianten hergestellt.

 

In Strahlern, Beamern und Spots sind leistungsstarke LEDs meist so angebracht, dass mindestens drei in den Farben Rot, Grün und Blau als sog. RGB-Einheit zusammengefasst sind und mit Linsen schon ein beachtliches Leuchtmittel ergeben. Durch additive Mischung dieser drei Grundfarben kann jede nur denkbare Nuance erzeugt werden. Für eine flächige Ausleuchtung von Räumen wird eine größere Anzahl von Dioden oft zu Streifen, flachen Bändern oder größeren Platten zusammengeschaltet.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Wie wird ein Betonpool gemacht?

Als vor Ort geschaltes Becken werden Pools aus Beton im Prinzip wie Kellergeschosse gebaut. Da das Aufstellen der Schalung eine aufwändigere Angelegenheit ist, werden vorwiegend Rechteckformen realisiert, wobei: machbar ist alles! Freiere Formen können hingegen leichter durch das so genannte Spritzbetonverfahren realisiert werden.

 

Eine weitere Möglichkeit sind Systeme aus Fertigteilen. Hier werden zum Beispiel Betonelemente als randhohe zweischalige Wandtafeln auf einer Bodenplatte versetzt, miteinander verbunden und dann in einem Verguss ausbetoniert. Mit Mauersystemen lassen sich Becken vor Ort individuell erstellen. Auf eine gegossene Betonplatte mauert man herkömmlich Wände auf oder man bedient sich eines Bausatzpakets.

 

Neben den massiven, sprich monolithischen Beton- bzw. Mauerwerksbecken besteht auch noch die Variante des Beckenbaus mit so genannter verlorener Schalung. Dahinter verbirgt sich die Methode, die Wände mit vorgeformten Hohlkörper-Schalsteinen hochzuziehen, die dann bewehrt und mit Beton verfüllt werden. Hierbei sind unterschiedliche Systeme am Markt: Elemente aus speziellem druckfesten und oberflächenvergütetem Polystyrol etwa oder Mauer-Schalsteine aus Beton.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Was versteht man unter Chlorverfahren beim Schwimmbecken?

Wenn von Chlor im Wasser die Rede ist, dann handelt es sich um Verbindungen des Chlors: die unterchlorige Säure und deren Salze, die Hypochlorite. Besonders die unterchlorige Säure, das sogenannte freie Chlor, hat die gewünschte Desinfektionswirkung.

 

Es kann nicht oft genug betont werden, dass die erfolgreiche Pflege des Schwimmbadwassers nur durch das Zusammenwirken verschiedener Verfahrensschritte funktioniert, von denen die Desinfektion nur einer ist. Unter Desinfektion versteht man eine möglichst weitgehende Reduktion von Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze und Viren. Voraussetzung für eine wirksame chemische Wasserpflege ist jedoch der physikalische Teil der Wasseraufbereitung, d.h. eine gut funktionierende Umwälzung, die Filtration und Durchströmung des Beckens. So müssen z.B. Pumpenleistung und Filtergröße gut aufeinander abgestimmt sein.

 

Eine wichtige Voraussetzung für eine störungsfreie Wasserpflege ist auch die Einhaltung des pH-Werts. Der ideale pH-Wertbereich für Schwimmbadwasser beträgt 7,0 bis 7,4. Da in Österreich karbonathartes, alkalisches Wasser mit Tendenz zum pH-Wert-Anstieg vorherrscht, ist meist eine pH-Wert-Senkung mit einem entsprechenden Mittel erforderlich. Der pH-Wert beeinflusst auch die Desinfektionswirkung der Chlorprodukte, denn mit zunehmendem pH-Wert nimmt der Anteil an freier unterchloriger Säure ab. Die DIN 19643 fordert einen Gehalt von mindestens 0,3 mg/l freiem Chlor, unabhängig vom pH-Wert innerhalb des Bereichs 6,5 bis 7,6. In Hallenbädern genügt meist ein Zusatz von 0,2 g (Nachtbetrieb) bis 0,5 g (Stoßbetrieb) Chlor je Kubikmeter umgewälzten Wassers, um den geforderten Restchlorgehalt aufrecht zu erhalten. In Freibädern kann allerdings die erforderliche Dosiermenge ein Vielfaches von diesem Wert betragen, denn das Chlor wird nicht nur durch die Verschmutzungsstoffe aufgezehrt, sondern auch durch die Sonneneinstrahlung.

 

Ein weiterer Punkt bei der Wasserpflege ist das Verhüten von Algenwachstum. Entsprechende Mittel gehören heute zum festen Bestandteil der für die Wasserpflege notwendigen Präparate. Bei größeren Algenproblemen können spezielle Algizide zugegeben werden. Im Laufe der Zeit kommt es durch die Wasserpflegemittel auch zu einer Anreicherung von Salzen im Wasser. Deshalb ist regelmäßig Frischwasser ins Beckenwasser nachzufüllen. Und zwar nicht zu wenig. Die DIN 19643 schreibt für öffentliche Bäder 30 Liter pro Badegast und Tag vor. So viel muss es im Privatpool nicht unbedingt sein, aber die Bedeutung von genügend Frischwasser wird häufig unterschätzt.

 

Ein weiteres, nur selten beachtetes Thema ist das der Flockung. Worum handelt es sich dabei? In das Beckenwasser gelangen nicht nur sichtbare Verschmutzungsstoffe wie z.B. Haare, sondern auch für das Auge unsichtbar verteilte, sogenannte Kolloide, wie Bakterien, Keime, Körperfette etc. Diese feinstverteilten Verschmutzungen können oft durch den Filter nur unvollständig zurückgehalten werden. Deshalb setzt man dem Wasser vor der Filtration ein sogenanntes Flockungsmittel zu. So werden diese feinstverteilten Stoffe in die sich bildenden Flocken eingebunden, damit sie im Filterbett zurückgehalten werden. Die Dosierung des Flockungsmittels muss kontinuierlich erfolgen. In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal die zwingend notwendige und regelmäßige Filterrückspülung genannt. Diese sollte spätestens nach einwöchiger Betriebszeit durchgeführt werden. Nur dann ist sichergestellt, dass die angesammelten Schmutzteilchen aus dem Filter entfernt werden und dieser weiterhin einwandfrei funktionieren kann.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Gibt es eine chlorfreie Wasserpflege bei Schwimmbecken?

Chlorfreie Wasserpflegemittel haben in den vergangenen Jahren einen kaum erwarteten Siegeszug in den Privatbädern angetreten. Und die Nachfrage der Verbraucher nach den Chlorfreien ist nach wie vor ungebrochen. Bei einigen Anbietern von Wasserpflegemitteln machen sie bereits ein Drittel des Umsatzes aus. Tendenz steigend. Allerdings wird Chlor deshalb nicht vom Markt verschwinden. Nach Experten-Einschätzungen dürfte die Grenze für die Chlorfreien bei 50% des Umsatzes erreicht sein.

 

Bereits in den 80er Jahren kamen chlorfreie Pflegemittel auf den Markt. Die ersten Versuche hatten schnell gezeigt, dass diese Art von Pflegemitteln allein nicht ausreicht, um eine hinreichende Wasserqualität zu erreichen. Erst in Kombination mit einem Zusatzmittel entsteht die gewünschte Wirkung. So sollte z.B. ein Mittel auf Aktivsauerstoffbasis (Wasserstoffperoxid) immer auch ein Zusatzmittel, z.B. ein Algizid enthalten. Nur Wasserstoffperoxid allein reicht zur Wasserpflege nicht aus. Erst durch den Zusatz von schaumfreien Algiziden und Zusätzen wie Flockmitteln lassen sich gute Ergebnisse erzielen.

 

Mittlerweile gibt es im Handel auch vorportionierte Einheiten in Granulat- oder Tablettenform, die beide Wirkstoffe beinhalten. Was die Handhabung betrifft, so ergeben sich bei der automatischen Dosierung von Chlorfreien keine Unterschiede mehr zu Chlor. Und bei der Handdosierung ist die Anwendung mit den Jahren wesentlich einfacher geworden. In der Regel werden die Produkte heute vorportioniert mit Anwendungs- und Dosierungshinweisen verkauft. Der Bauherr braucht meist nur noch eine Tablette pro Woche ins Wasser zu geben, um sein Schwimmbadwasser richtig zu pflegen.

 

In den Anfangsjahren war es ein Problem, Aktivsauerstoff im Wasser zu messen. In den vergangenen Jahren ist es dann gelungen, entsprechende Verfahren zu entwickeln und damit auch die Geräte zur automatischen Dosierung und die dazu passende Mess- und Regeltechnik anzubieten, wie es bei Chlor bereits seit längerem üblich ist. Auch dies hat wesentlich zu der schnellen Verbreitung der chlorfreien Verfahren beigetragen.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Wo wird Edelstahl im Poolbau eingesetzt?

Edelstahlprodukte haben sich seit Jahren im Schwimmbad etabliert. Wir haben Wissenswertes über Material und Produktvielfalt zusammengestellt. Bereits 1912 ließ sich die Firma Krupp einige Stahllegierungen patentieren. Durch verschiedene Versuche hatte man festgestellt, dass Stahl mithilfe von Chrom und Nickelanteilen, bei einer entsprechenden Wärmebehandlung, resistent gegen verschiedene Korrosionseinflüsse wird: die Geburtsstunde des Edelstahls und der Beginn einer bis heute andauernden Erfolgsgeschichte.

 

Es verwundert daher nicht, dass sich der Werkstoff auch im privaten Schwimmbad etabliert hat. Zwar lässt sich heute vieles aus anderen Materialien herstellen, doch folgende Merkmale machen Edelstahl nach wie vor einzigartig: Festigkeit und Stabilität, keine oder nur sehr geringe Verschleißerscheinungen bei Beanspruchung, Korrosionsbeständigkeit, umweltschonend durch Langlebigkeit und Recyclingfähigkeit, gute Reinigungseigenschaften, widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse wie Frost, Regen, etc. und eine edle Oberfläche.

 

Vergleicht man das private Schwimmbad von vor 40 Jahren mit den Pools von heute, lassen sich gravierende Unterschiede feststellen. Aus dem eher nüchternen Schwimmbad von damals sind heute moderne Wellness-Anlagen geworden. Dies spiegelt sich auch in der Angebotspalette der Edelstahlprodukte wider. Umfasste das Lieferspektrum früher gerade mal Einstiegsleitern, Haltestangen oder Treppenhandläufe aus Edelstahl, können Pools von heute zusätzlich mit Schwallduschen, Schwanenhälsen, Luftsprudelsitzen oder kompletten Fitness-Anlagen unter Wasser aufwarten.

 

Edelstahl ist nicht gleich Edelstahl

Bei der Kaufentscheidung für ein Edelstahlprodukt sollte man aber dennoch genau auf das eingesetzte Material achten. Auch wenn die verschiedenen Edelstahlwerkstoffe optisch nicht zu unterscheiden sind, gibt es in der Zusammensetzung entscheidende Unterschiede. In den Anfangsjahren der deutschen Schwimmbadindustrie war 1.4301, besser bekannt als V2A, beliebtester Werkstoff für Einbauteile. 1.4301 gehört – wie auch alle folgenden beschriebenen Werkstoffe – zu den austenitischen Stahlsorten. Das heißt, das Material ist nicht magnetisch. Daher kann man auch mit einem Magneten sehr leicht prüfen, ob es sich zumindest um einen Werkstoff der Güte V2A handelt. Man muss allerdings beachten, dass es in "verformten" Bereichen aufgrund der Gefügeveränderung des Edelstahls zu leichten "Reaktionen" des Magneten kommen kann.

 

Ihre Beständigkeit erhalten alle Edelstahlsorten durch ihre Legierung. Beim 1.4301 besteht diese Legierung aus circa 18 Prozent Chrom und 10 Prozent Nickel. Hinzu kommt als herstellungsbedingte Beimischung noch ein Anteil von höchstens 0,07 Prozent Kohlenstoff. V2A ist in Becken mit normaler und unauffälliger Wasserqualität einsetzbar. Was dieser Werkstoff jedoch überhaupt nicht verträgt, sind Chloridkonzentrationen von mehr als 150-200 mg/l. Da diese Konzentrationen heute vielerorts bereits im Trinkwasser, sprich Schwimmbadfüllwasser erreicht werden, erfreut sich eine andere Edelstahlwerkstoffgruppe in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Dies sind die Werkstoffe 1.4401, 1.4404 und 1.4571 - auch als V4A bekannt.

 

Diese Edelstahlgruppen sind höher legiert als der V2A und somit auch beständiger. Der Grenzwert liegt hier zwischen 400 und 500 mg/l. Der V4A enthält einen Chromanteil von 16,5 bis 18,5 Prozent, Nickel von 10 bis 13 Prozent, und zusätzlich Molybdän in der Größenordnung von 2,0-2,5 Prozent. Leider ist durch die höhere Legierung auch der Preis für diese Werkstoffe teurer als für die V2A-Edelstahlgruppe. Die Preisdifferenz liegt bei circa 50 Prozent.

 

Immer beliebter werden im privaten Bereich auch Sole- und Thermalschwimmbäder. Chloridkonzentrationen von weit über 3000 mg/l, gepaart mit Wassertemperaturen von über 30 Grad sind keine Seltenheit und setzen dem Edelstahl stark zu. Eine ständige Reinigung der Oberfläche wäre eine Möglichkeit, die Beständigkeit des Edelstahls zu erhalten, bei Einbauteilen unterhalb des Wasserspiegels ist dies allerdings problematisch. Daher tendiert man in diesem Bereich bereits zu noch höher legierten Werkstoffen wie zum Beispiel zu 1.4539 oder 1.4462. Ein Vorteil dieser Edelstahlarten ist ihre hervorragende Beständigkeit gegen Chloride. Allerdings sind diese Werkstoffe auf dem Markt nicht in allen Abmessungen und Formen verfügbar. Zudem sind sie aufgrund ihrer Beschaffenheit schwerer zu verarbeiten und vor allem sehr teuer. Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass die oben genannten Werkstoffe bei richtiger Auswahl und Verarbeitung als dauerhaft korrosionsbeständig gelten.

 

Neben Auswahl und Verarbeitung spielt die Ausführung des Edelstahls eine entscheidende Rolle. Sowohl die Oberflächenbeschaffenheit als auch das zur Verbindung angewandte Schweißverfahren oder ein aufgrund der Benutzung auftretender Spannungszustand kann für Korrosionsschäden von Edelstahl verantwortlich sein. Oft hört man von Kunden die Worte "Edelstahl Rostfrei" und im gleichen Atemzug die Bemerkung "Edelstahl kann doch gar nicht rosten". Auf Kundenseite liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei Korrosionsschäden meist um einen Material- oder Verarbeitungsfehler des Herstellers handelt.

 

Fertigungsfehler lassen sich zwar nicht zu 100 Prozent vermeiden, allerdings sind sie eher selten. Auch wenn der Schwimmbadbesitzer es nicht gerne hört, so sind meist Wasserqualität oder äußere Einflüsse für Verfärbungen bzw. Rostbildung verantwortlich. Edelstahl besteht zum größten Teil aus Eisen und ist eben nicht rostfrei, sondern in einem durch seine Legierung bestimmten Rahmen rostbeständig. Ausschlaggebend für die Beständigkeit ist eine Oxidschicht, die sich mithilfe der enthaltenen Chromanteile an der Oberfläche des Edelstahls bildet. Diese als Passivschicht bezeichnete Oberfläche schützt den Stahl dauerhaft vor Korrosion. Wird diese Passivschicht zerstört, verliert der Edelstahl seine Beständigkeit.

 

Pflege von Edelstahl

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Pflege von Edelstahl, die leider von einigen Schwimmbadbesitzern gerne vernachlässigt wird. Bei unproblematischen Beckenverhältnissen reicht es sicherlich aus, wenn ein Pool-Besitzer sich zweimal pro Jahr um die Einbauteile aus Edelstahl kümmert. Problematischer wird es bei Becken, die hohe Wassertemperaturen haben, der pH-Wert zu niedrig ist oder salzhaltiges Wasser eingesetzt wird. Hier sollte man häufiger reinigen: zumindest einmal im Monat.

 

Ganz besondere Aufmerksamkeit sollte den Bereichen gelten, die nicht ständig vom Wasser umspült werden. Infolge von Auftrocknung der Wasserinhaltsstoffe kann es hier zur Konzentration von Chlorid-Ionen kommen, die für eine erhöhte Korrosionswahrscheinlichkeit sorgen. In diesen Fällen (Beckenumgang oder Überlaufrinne) ist eine zweimalige Reinigung pro Woche angebracht.

 

Grundsätzlich sollte sofort gereinigt werden, wenn sich Verfärbungen auf der Edelstahloberfläche bilden. Dafür ist allerdings nicht jeder Reiniger geeignet. Kalkrückstände oder erste Ansätze von Verfärbungen lassen sich bestens mit einem handelsüblichen Edelstahlreiniger, den man auch für die Reinigung der Edelstahlteile im Küchenbereich einsetzt, entfernen. Dafür sollte der Pool-Besitzer immer einen weichen Lappen benutzen. Auf keinen Fall Schwämme mit rauer Oberfläche oder Stahlwolle. Damit bekommt man zwar die Beläge ab, reibt aber Stahlpartikel in die Edelstahloberfläche ein, die spätestens zwei Wochen später ausblühen.

 

Bei stärkerer Verschmutzung und ersten Rostansätzen gibt es beim Fachhändler leicht säurehaltige, spezielle Edelstahlreiniger. Auch hier sollte man grundsätzlich die Gebrauchsanweisung des Reinigers genau lesen. Nach Gebrauch den gereinigten Bereich immer mit Frischwasser abspülen. Ist das Edelstahlteil allerdings schon so stark verrostet, bleibt nur die Möglichkeit, das Teil auszubauen und an den Hersteller zur "Aufarbeitung" zurückzuschicken.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Welche Vorteile hat ein Edelstahlpool?

Edelstahl gewinnt im Schwimmbadbau immer mehr an Bedeutung. Neben großer Individualität bei der Beckengestaltung und der edlen Oberfläche überzeugen viele weitere Vorteile. Edelstahl zeichnet sich durch seine Festigkeit und Stabilität aus - außerdem zeigt er bei richtiger Pflege kaum Verschleißerscheinungen. Die glatte Oberfläche ist schmutzabweisend und leicht zu reinigen. Zudem ist Edelstahl vollständig recyclebar und frostsicher.

 

Der Werkstoff Edelstahl ist ein hochlegierter Stahl, der besonders korrosionsbeständig ist. Die Hauptlegierungselemente sind Chrom, Nickel, Molybdän und Titan in unterschiedlichen Zusammensetzungen. Entscheidendes Kriterium ist die Bildung einer Passivschicht an der Oberfläche, die durch Einwirkung von Sauerstoff entsteht.

 

Sie regeneriert sich bei Beschädigung von selbst - dazu genügt der im zugeführten Frischwasser gelöste Sauerstoff. Durch ihre Legierungsbestandteile sind die im Schwimmbeckenbau verwendeten Edelstähle rostbeständig. Je nach Legierung stehen verschiedene Sorten Edelstahl zur Verfügung. Diese sind gemäß ihrer Qualität definiert und mit Werkstoffnummern bezeichnet - optische Unterschiede gibt es keine.

 

Entscheidungskriterien für die Wahl des richtigen Edelstahls sind vor allem der Chloridgehalt und andere Inhaltsstoffe des Füllwassers. Die Werkstoffe der V4A-Gruppe sind durch ihre Legierung sehr gut für den Einsatz im Schwimmbeckenbau geeignet, vor allem der Werkstoff 1.4404 hat sich bewährt. Wo möglich, werden auch die Werkstoffe 1.4401 und 1.4571 sowie der Werkstoff 1.4301 aus der V2A-Gruppe verwendet. Sole- und Thermalschwimmbäder mit höheren Chloridkonzentrationen und höheren Wassertemperaturen verlangen den Einsatz von noch höher legierten Werkstoffen.

 

Eine Grundreinigung sollte mindestens einmal jährlich durchgeführt werden, zum Beispiel im Frühjahr vor Beginn der Badesaison. Bei starker Verschmutzung empfiehlt sich eine zweite Grundreinigung im Herbst. Ablagerungen können mit handelsüblichen Edelstahlreinigern beseitigt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass diese nicht überdosiert werden. Ebenso dürfen keine salzsäurehaltigen Reinigungsmittel verwendet werden. Die Unterhaltsreinigung beschränkt sich auf die Reinigung des Beckenbodens, des -randes und der Abdeckroste mit den dafür vorgesehenen Geräten.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Aus welchem Material sind die Einbauteile beim Pool?

Die Vorteile von Kunststoffeinbauteilen liegen in der Korrisionsbeständigkeit gegenüber handelsüblichen Wasserpflegemitteln und gegen Salz-, Sole- und Mineralwasser. Der Preis ist niedriger als der von Rotguß- oder Edelstahl-Teilen. Bei Folienbecken muß auf ein sehr gleichmäßiges und nicht zu starkes Anziehen der Flanschschrauben geachtet werden.

Edelstahleinbauteile und Rotguss zeichnen sich durch besondere Langlebigkeit und Stabilität aus. Flansche können mit einem Schraubenzieher richtig fest angezogen werden, ohne Angst haben zu müssen, dass gleich das Material versagt. Aufgrund der höheren Festigkeit sind diese Teile meist besser für geschalte und Fertigbecken geeignet.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Was versteht man unter Einhängefilter?

Ganz gleichgültig, um welche Art von Pool es sich handelt: Ein leistungsfähiger Filter gehört zum Schwimmbecken wie die Sonne zum Strandurlaub. Schließlich können die Pool-Besitzer noch so reinlich sein - sie bringen immer anhaftenden Schmutz und andere Fremdkörper wie Haare oder Hautschuppen ins Wasser. Und auch aus dem Umfeld des Pools gelangen zwangsläufig so manche Dinge ins erfrischende Nass, die dort ganz schnell wieder herausgeholt werden sollten. Die einfachste und kostengünstigste, aber natürlich auch am wenigsten genaue Art der Schmutzbeseitigung sind die sogenannten Einhängfilter.

 

Diese kompakten Geräte beinhalten in einem Gehäuse alles, was zu einer Basisreinigung gehört: eine Ansaugpumpe, die das Beckenwasser in den Filter hineinbefördert, eine Filterkartusche, in welcher die Schmutzpartikel hängenbleiben, und einen Ausströmkanal, durch den das gereinigte Wasser zurück in das Becken gelangt. Besonderen Komfort darf der Nutzer bei dieser Basislösung freilich nicht erwarten. So muss er beispielsweise den Siebkorb und das Filtermaterial - meist handelt es sich hierbei um einen schwammartigen Einsatz - regelmäßig von Hand reinigen.

 

Als immer noch sehr preisgünstige, aber deutlich komfortablere Alternative zu den Einhängfiltern haben sich deshalb die sogenannten Einhängskimmer etabliert, die über einen Schlauch mit einem außerhalb des Beckens platzierten Kartuschenfilter verbunden sind. Der Vorteil dieser Lösung: Der Pool-Besitzer kann wie bei einer großen Filteranlage den gesamten Kreislauf durch eine Rückspülung säubern und die Wasserqualität ist aufgrund des größeren Filtervolumens besser.

 

Beide Varianten sind vor allen Dingen für Kinderbadebecken oder kleinere Aufstellbecken prädestiniert, bei denen der Einsatz eines klassischen Skimmers mit Verbindung zu einem außerhalb des Beckens platzierten Filter aus Kosten- oder Stabilitätsgründen nicht in Frage kommt.

 

Entscheidend für die reibungslose Funktion ist in beiden Fällen eine penible Montage. Wichtig dabei: Der Einhängfilter oder Einhängskimmer sollte sich immer auf der dem Wind zugewandten Seite befinden, damit der Wind die auf der Wasseroberfläche treibenden Schmutzpartikel zur Filteranlage treibt und damit die Ansaugleistung der Pumpe unterstützt. Außerdem muss die Oberkante des Schwimmers mit dem Wasserspiegel identisch sein, weil die Pumpe sonst Luft ansaugt.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Kann man die Einhängefolie bei Stahlmantelbecken austauschen?

Schwimmbadfolien (Abdichtungsbahnen aus PVC oder flexible Polyolefine) stehen für eine preiswerte, aber doch langjährig haltbare Auskleidung eines Schwimmbeckens. Sie sind der Klassiker unter den Abdichtungsmöglichkeiten und seit mehr als 30 Jahren im bewährten Einsatz.

 

Die maßgeschneiderten und fertig verschweißten Delfin PVC Einhängefolien (Foliensäcke) für neue Schwimmbecken als auch für Sanierungen – die Folien sind UV-stabilisiert und behalten ihre Farben auch noch nach Jahren. Die Befestigung erfolgt am oberen Rand durch eine eingeschweißte Keilbiese, die in eine Befestigungsleiste eingeschoben wird bzw. durch eingeschweißte Einhängeprofile für Rund- und Ovalbecken, wo die Folie auf dem Stahlmantel eingehängt wird. Für Rund und Ovalbecken sind Ersatzfolien mit Umschlag, Keilbiese oder mit Einhängeprofil erhältlich.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Mit welcher Dusche kann ich meinen Pool erweitern?

Vom Amazonas in wenigen Minuten ans Nordkap - Erlebnisduschen sprechen alle Sinne an und versetzen Sie mit Düften, Klang und Licht in die Traumregion Ihrer Wahl. Mit Augen, Nasen, Ohren und Haut nehmen wir unsere Umwelt wahr. Unser Gehirn wiederum verbindet mit diesen Sinneseindrücken bestimmte Emotionen. So kommt es, dass ein kalter Guss nicht nur unseren Körper abkühlt. In Zusammenklang mit dem erfrischenden Duft von Minze, eisblauem Licht und dem belebenden Rauschen eines Wasserfalls begeben wir uns auf eine Reise in eine andere Welt.

 

Erlebnisduschen nutzen diese Effekte und sprechen alle Sinne an. Über das Wasser vermitteln sie Wärme oder Kälte sowie verschiedene Berührungsreize. Gleichzeitig umschmeicheln Düfte die Nase und wecken Assoziationen. Geräusche und Musik beruhigen oder regen an. Und die Beleuchtung zaubert die zur Stimmung passende Atmosphäre, bei modernen LEDs in allen Farben des Regenbogens.

 

Statt aus einem Duschkopf sprüht, tröpfelt oder prasselt es meist aus einem an der Decke angebrachten Regenelement. Es ist so konzipiert, dass es verschiedene Niederschlagsereignisse wie Platzregen oder sanfte Schauer simulieren kann. Zusätzlich können an den Seitenwänden weitere Düsen angeordnet sein. Sie massieren den Körper oder ersetzen den Saunatauchgang, indem sie langsam von unten nach oben ansteigend kaltes Wasser spritzen.

 

Weitere Effekte, mit denen sich Erlebnisduschen ausstatten lassen, sind beispielsweise Kaltwasser-Nebel, prickelnde Kohlensäureduschen oder die Zugabe von pflegenden Zusätzen wie Stutenmilch.

 

Ein wichtiger Bestandteil sind außerdem Duftdosierungen. Mit ihrer Hilfe können dem Wasser ätherische Öle, naturidentische oder auch synthetische Duftstoffe zugegeben werden. Düfte aktivieren in unserem Gehirn Erinnerungen an bestimmte Orte und Situationen und tragen so dazu bei, dass aus dem Duschbad eine Erlebnisreise wird. In aufwändigen Anlagen können sogar verschiedene Geruchskompositionen nacheinander aktiviert werden. Damit lassen sich komplexe Ereignisse inszenieren.

 

Eine stimmige Beleuchtung unterstützt diese Wirkung. Dabei kann es sich um wasserfeste Halogenleuchten, Glasfaserbeleuchtung oder LEDs handeln. Die beiden Letzteren können nicht nur in Weiß, sondern in vielen verschiedenen Farbnuancen erstrahlen. Außerdem lassen sich mit ihnen Sternenhimmel aus vielen kleinen Lichtpunkten konstruieren.

 

Tüpfelchen auf dem I ist eine stimmige Geräuschkulisse. Aus wasserfesten Lautsprechern tönt meditative Musik, Vogelgezwitscher, Gewittergrollen oder andere Naturgeräusche – je nachdem, welche Art von Erlebnis in Szene gesetzt werden soll und ob eine beruhigende oder anregende Wirkung gewünscht ist. Über Taster in der Dusche lassen sich die vorprogrammierten Ereignisabläufe aus Wasser, Duft, Licht und Klang abrufen.

 

Inszeniert wird auch über die Kulisse. Machbar sind zum einen fantasievolle thematische Gestaltungen von Erlebnisduschen, wie zum Beispiel mittels Kunststein als Höhle oder – bei ausreichend Platz – in Form eines Canyons, den man durchläuft und dabei wechselnden Sinneseindrücken ausgesetzt ist. Beliebt ist auch die klassische Schneckendusche. Sie hat den Vorteil, dass sie dank ihrer Form keine Duschabtrennung als Spritzschutz benötigt. Häufig wird sie passend zum Ambiente in Mosaik verfliest. Die vorgefertigten Bauplatten ermöglichen weitere Oberflächengestaltungen. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Was versteht man unter Fertigbecken oder Einstückbecken?

Will man die Bauzeit kurz halten, empfiehlt sich ein Fertigbecken, das in einem Stück angeliefert wird. In den meisten Bundesländern in Österreich benötigt man keine Baugenehmigung, solange das Beckenvolumen unter 50 Kubikmetern bleibt. Dies ist bei einem Freibad in der Größe von 4 x 8 m kein Problem.

 

Bei jedem Freibad stellt sich die Frage, wie das Bauvorhaben umgesetzt werden kann, ohne dass der Garten zur Großbaustelle wird. Günstig ist, wenn der Bagger den direkten Weg zum Garten nehmen kann und nur ein Teil der Hecke geopfert werden muss. Das ist natürlich nicht immer möglich. Auf jeden Fall sollten Sie Ihre Nachbarn über die Bauarbeiten informieren. Oft muss auch ein Nachbargrundstück als Zugang genutzt werden. Dann geht es sowieso nur mit Einverständnis der Nachbarn.

 

Die Baugrube wird zuerst mit einem Bagger ausgehoben. Zu beachten ist: Die Baugrube sollte ca. 20 cm größer sein als das Becken. Auch eine andere Frage ist zu klären: Wird es Grundwasserprobleme geben? Es ist schon vorgekommen, dass das Grundwasser den leeren Beckenkörper angehoben hat. Um dem entgegenzuwirken, sollte eine Ring-Drainage vorgesehen werden. Am Boden der Baugrube wird eine Fundamentplatte betoniert. Die Platte muss estrichglatt und planeben sein.

 

Sind die Vorarbeiten geleistet, d.h. der Aushub gemacht und die Bodenplatte betoniert, wird das Fertigbecken mit einem Kran vorsichtig auf die Betonplatte abgesetzt und millimetergenau ausgerichtet. Danach sind die Einbauteile dran: Der Bodenablauf und die Ablaufleitung werden gesetzt und anschließend 2 cm Wasser eingelassen, um zu sehen, ob das Becken tatsächlich gerade steht. Für die Einbauteile wurden bereits ab Werk die Aussparungen gefertigt. Skimmer, Einlaufdüsen, Gegenstromanlage und Unterwasserscheinwerfer können so leicht montiert werden. Soll das Becken eine Überlaufrinne haben, so wird es mit den Fertigrinnen geliefert, die dann an der Baustelle genau waagerecht justiert werden.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Warum ist die Filterpumpe beim Pool so wichtig und worauf muss man achten?

So unterschiedlich private Pool-Anlagen und ihre Besitzer auch sind - in einem Punkt sind sich alle Pool-Fans einig: Nur absolut sauberes und hygienisch einwandfreies Badewasser ist gutes Badewasser. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht jeder Pool eine auf die individuellen Gegebenheiten wie Beckengröße, Nutzungshäufigkeit und Wassertemperatur abgestimmte Wasseraufbereitungsanlage.

 

Ob dieses System jederzeit und ohne Probleme rund läuft, hängt entscheidend von einem Gerät ab, das meist eher unbeachtet und im Verborgenen arbeitet: der Schwimmbadpumpe. Denn wie bei einem Auto der Motor ist die Pumpe das Herzstück der gesamten Wassertechnik. Und in beiden Fällen gilt: Wer hier knausert, spart definitiv an der falschen Stelle. Schließlich ist die Pumpe verantwortlich für den gesamten Umwälzkreislauf, der durch den regelmäßigen Wasseraustausch und das Zuführen des Wassers in den Filter und das Drücken durch das Filtermedium ganz entscheidenden Einfluss auf die Wasserqualität hat. Und dazu muss sie ausreichend dimensioniert sein.

 

Eine Schwimmbadpumpe hat zwei Funktionen zu erfüllen: Sie saugt auf der einen Seite das durch den Einsatz im Becken verschmutzte Wasser über die Skimmer, die Bodenabläufe oder den Überlaufbehälter an und presst es auf der anderen Seite wieder aus dem Pumpengehäuse heraus in Richtung Filter. Positiver Nebeneffekt: Indem die Pumpe diese wichtigen Aufgaben erfüllt, verwirbelt sie das Wasser im Becken und sorgt so auch für die gleichmäßige Verteilung der Wasserdesinfektionsmittel.

 

Selbstansaugende Pumpen sind Standard

Bei privaten Schwimmbädern haben sich für das erfolgreiche Erledigen dieser Aufgaben die sogenannten selbstansaugenden Pumpen fast vollständig durchgesetzt. Der große Vorteil dieser Konstruktionen: Selbstansaugende Pumpen können im Gegensatz zu den in anderen Bereichen verbreiteten, normalsaugenden Pumpen nicht nur Wasser, sondern auch Luft transportieren. Dieses Merkmal ist vor allen Dingen dann wichtig, wenn der Pool-Besitzer den Einsatz eines hydraulischen Beckenreinigers plant oder die Pumpe an einer Stelle eingebaut werden soll, die höher ist als die Oberkante des Beckens.

 

Denn normalsaugende Pumpen können zwar auch ansaugen, benötigen dazu aber immer eine vollständig mit Wasser gefüllte Saugleitung. Kommt Luft ins System, bricht die Saugleistung in sich zusammen. Ihr Einbauort muss sich also zwangsläufig unterhalb der Wasseroberfläche befinden, während selbstansaugende Pumpen ihr Domizil auch oberhalb der Wasserlinie beziehen können. Der Fachbegriff für die in der Schwimmbadtechnik zum Einsatz kommenden, selbstansaugenden Pumpen ist übrigens "einstufige Kreiselpumpe". Einstufig heißt, dass ein einzelnes, meist aus Kunststoff gefertigtes Laufrad das Wasser in der Pumpe auf Touren bringt. Und Kreiselpumpe ist gleichbedeutend mit dem sogenannten hydrodynamischen Förderprinzip.

 

Klingt kompliziert, lässt sich aber ganz einfach anhand einer Alltagsbeobachtung nachvollziehen: Wenn man mit seinem Löffel in einem Wasserglas rührt, steigt die Flüssigkeit am Rand nach oben - je schneller man rührt, umso höher. So ähnlich verhält es sich auch mit der Kreiselpumpe: Je höher die Drehzahl oder je größer der Durchmesser des Laufrads, umso mehr nimmt der Druck zu. Und je höher die Durchgangsbreite der Pumpe, umso größer ist der Volumenstrom.

 

Filterkorb regelmäßig reinigen

Apropos Drehzahl: Die Elektromotoren in den Schrittmachern rotieren mit fast 3000 Umdrehungen pro Minute. Da können Haare, Fasern oder anderer im Wasser mitgeführter Unrat verheerende Folgen haben. Deshalb verfügen die Pumpen über einen Siebkorb, der groben Schmutz zurückhält. Damit dieser Behälter nicht verstopft und in der Folge den Wasserstrom in die Pumpe behindert, sollte man ihn regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls reinigen. Faustregel: Einmal pro Woche sollten Pool-Besitzer eine Sichtkontrolle machen, damit sie den richtigen Zeitpunkt für das Entleeren und Saubermachen nicht verpassen.

 

Hilfreich dabei: Einige Pumpen haben einen transparenten Deckel, der eine Sichtkontrolle des Siebkorbs ermöglicht, ohne dafür das meist aus Kunststoff gefertigte Pumpengehäuse öffnen zu müssen. Neben der regelmäßigen Reinigung des Siebkorbs sind vor allen Dingen zwei Punkte für das reibungslose Funktionieren der Schrittmacher entscheidend: Der richtige Einbauort und die sachgemäße Verrohrung.

 

Grundsätzlich gilt: Saug- und Druckleitung sollten so kurz wie möglich sein, damit das Ansaugverhalten der Pumpe optimal ist. Es empfiehlt sich also ein Einbauort in der Nähe des Pools. Wichtig ist außerdem, die Pumpe ausreichend zu belüften, damit sie nicht überhitzt, und sie schwingungsisoliert aufzustellen, damit sich kein Körperschall übertragen kann. Und wie jedes mit Wasser gefüllte Gerät reagieren Schwimmbadpumpen außerdem empfindlich auf Frost.

 

Zusammengefasst lässt sich also sagen: Die Pumpe ist ideal aufgehoben an einem warmen, gut belüfteten und für die regelmäßig notwendigen Reinigungs- und Wartungsaufgaben leicht erreichbaren Platz in der Nähe des Beckens. Für die Verrohrung gilt: Wichtig sind die ausreichende Dimension, möglichst kurze Rohre und wenig bis keine Verwinkelungen, die den Widerstand im System erhöhen. Wer alle diese Tipps beherzigt, beschert seiner Pumpe ein langes Leben - und sich selbst jederzeit einladendes Pool-Wasser.

 

Beckenhydraulik bedeutet vereinfacht: Bewegung von Wasser im Schwimmbecken. Frisches, desinfiziertes Wasser strömt ein, verbrauchtes, "abgebadetes" Wasser strömt aus. Diesen Strömungsprozess bewerkstelligen die Zu- und Abläufe im Schwimmbecken, die idealerweise so eingebaut und angeordnet sind, dass das saubere Wasser möglichst rasch bis in sämtliche Bereiche des Beckens vordringen kann und im Gegenzug das verbrauchte Wasser in einer vorgegebenen Zeit mit seinen Verunreinigungen wieder aus dem Becken verschwindet. Ein Vorgang, der nach dem Verdrängungsprinzip funktioniert: Das verbrauchte Wasser wird durchs Filtersystem geschleust, mechanisch gereinigt und strömt - mit dem Desinfektionsmittel versehen - wieder ins Becken zurück. Die angestrebte Wasserqualität ist allerdings nur gewährleistet, wenn der beschriebene Wasseraustausch, das heißt die Beckenhydraulik, optimal funktioniert. Nur dann kann das zugesetzte Desinfektionsmittel seine keimtötende Wirkung voll entfalten.

 

Wasseraustausch durch zwei Systeme

Wie funktioniert dieser Austausch? Der jeweiligen Beckengröße und -form entsprechend sind verschiedene Systeme für die Beckendurchströmung üblich: 1. Das Oberflächenreiniger-System (Skimmer) für den Privatbereich. Es funktioniert zwar mit einem geringen technischen Aufwand und ist kostengünstig, verfügt jedoch nur über eine begrenzte hydraulische Wirkung, da hauptsächlich das Oberflächenwasser in die Ansaugöffnung fließt. Das Wasser läuft dann über ein variables Wehr und durch einen Siebkorb hindurch, in dem der grobe Schmutz hängen bleibt. Anschließend führt eine Saugpumpe das Wasser dem üblichen Reinigungsprozess zu. Die Anzahl der Skimmer richtet sich nach der Beckengröße und dem Umwälzvolumenstrom der Filteranlage. Das Wasser strömt über mehrere Einlaufdüsen horizontal in Beckenlängsrichtung ein, das sogenannte Hirschgeweih - ein Prinzip gleicher Strömungswege und gleich langer Rohrleitungen und dadurch gleicher Strömungsvolumen und -geschwindigkeiten - beeinflusst diesen Prozess positiv. Durch zusätzliche, über dem Beckenboden eingelassene Bodenabläufe und eine entsprechende Umstellung im Skimmer können weitere Teilbereiche des Wassers abgesaugt werden.

 

Das Überlaufsystem (Überflutungsrinne) für den Privat- und öffentlichen Bereich: Es erfordert zwar eine größere Investition und funktioniert technisch aufwendiger, arbeitet dafür aber wirkungsvoller. Der am stärksten verunreinigte und verkeimte Teil des Wassers läuft wegen des erhöhten Wasserspiegels kontinuierlich, gleichmäßig und schnell über die Überlaufkante der Rinne. Auf diese Weise wird der Wasserbereich mit den stärksten Keim- und Schmutz-einträgen optimal und rasch abgeleitet. In Kombination mit einer darauf abgestimmten Wassereinströmung und -führung gelangt das gefilterte und entkeimte Wasser im gewünschten Zeitrahmen in sämtliche Beckenbereiche - der erzielte Wasseraustausch hat statt gefunden.

 

Input und Output optimal abgestimmt

Die Durchströmungsleistung des Oberflächensaugsystems liegt deutlich unter der des Überlaufsystems, selbst wenn versucht wird, dieses Manko durch eine entsprechende Beckeneinströmung auszugleichen. Fakt ist, dass ein Skimmer ein wesentlich geringeres Wasservolumen fassen kann als eine Überlaufrinne. Selbst wenn letztere nur an zwei Seiten eines Pools installiert ist, kann ihre Überlaufbreite wesentlich mehr Wasser aufnehmen als die eines Skimmers und damit auch ein größeres Wasservolumen bewegen und verarbeiten.

 

Auch die Beckeneinströmung kann in verschiedenen Varianten erfolgen. Üblich sind die Horizontal- und Vertikaldurchströmung, die folgendermaßen funktionieren: Bei der horizontalen Einströmung tritt das saubere Wasser an den jeweils gegenüberliegenden Beckenseiten (als Längs- oder Querdurchströmung) ein, während das gebrauchte Wasser über die Überlaufrinne abfließt. Bei der vertikalen Einströmung dringt das Frischwasser durch Zuläufe im Beckenboden ein und verdrängt durch einen trichterförmigen Aufwärtsstrom das gebrauchte Wasser, das über die Überlaufrinne abfließt. Der Vorteil: Sie eignet sich für jede Beckenform. Wichtig ist es - wie bei dem Oberflächenreininiger-System - bei sämtlichen Beckenein- und -ausläufen auf möglichst gleiche Volumendurchsätze und Strömungsgeschwindigkeiten zu achten.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Kann man den Pool mit Fliesen auskleiden?

Die Auskleidung von Schwimmbecken mit Fliesen oder Mosaik ist eine Sache für absolute Experten, wie das im Folgenden geschilderte Beispiel zeigt: Bei einem betonierten und mit Mosaik ausgekleideten privaten Schwimmbad zeigten sich nach einer etwa halbjährigen Betriebszeit unschöne, schwarze Flecken im Bereich des Beckenbodens und der Wände. Die Badewasserqualität war völlig einwandfrei. Das Wasser kristallklar, der Gehalt an freiem Chlor mit 0,6 mg/l absolut ausreichend, der pH-Wert mit 7,2 in Ordnung und ein Redox-Potenzial von über 750 mV ein Beweis für eine hohe Keimtötungsgeschwindigkeit. Wie konnten unter diesen Voraussetzungen organische Beläge an Beckenwand und Boden entstehen?

 

Zu hohe Alkalität verursacht Probleme

Die Ursache ist mit größter Wahrscheinlichkeit in einer zu hohen Alkalität im Bereich der dünnen Grenzschicht an Beckenboden und Wänden zu suchen. Das Wasser innerhalb dieser durch Adhäsion anhaftenden, dünnen Grenzschicht nimmt nicht an der Umwälzung teil, weshalb die Desinfektion dieses Bereichs nur durch mittels Strömung herangeführtes freies Chlor erfolgen kann. Im Regelfall ist diese Voraussetzung gegeben. Durch den besonders hohen Fugenanteil des verwendeten Mosaiks wird jedoch bei zementärer Verfugung - besonders zu Beginn der Betriebszeit - viel Alkalität an das Beckenwasser abgegeben. Verstärkt wird dies noch durch Hohlräume hinter den Fliesen oder dem Mosaik.

 

Der relativ hohe Sulfatgehalt des Beckenwassers wurde durch die hier größere Menge an verbrauchtem pH-Senker verursacht und unterstreicht dies. Davon ist vorrangig die Grenzschicht betroffen. Bei Entnahme einer Wasserprobe aus dem Becken zeigt sich nämlich meist - so auch im beschriebenen Fall - ein völlig normaler pH-Wert.Zur Ursachenfindung muss deshalb mit Hilfe einer Pipette die Wasserprobe direkt an der Beckenwand entnommen werden. Dann erst zeigt sich der deutlich höhere pH-Wert in diesem Bereich und damit der wahre Sachverhalt. Es wurde in unserem Fall ferner bekannt, dass ein Mosaik mit rückseitiger Gitternetzverklebung zum Einsatz kam - mit dem Hinweis des beauftragten Handwerkers, dieses Verfahren sei für Schwimmbäder zugelassen. Der Architektenservice der Deutsche Steinzeug Keramik GmbH sagt auf Anfrage dazu: „Pilzbildung in Becken mit Mosaik ist derzeit ein Thema. Der Fachverband kümmert sich darum. Wir haben festgestellt, dass in öffentlichen Bädern dieses Phänomen sehr selten bis überhaupt nicht vorkommt.“

 

Im öffentlichen Bereich ist allerdings eine kontinuierliche Umwälzung gewährleistet. Das Mosaik hat vielleicht eine ,Zulassung’ für Schwimmbäder, aber sicher nicht für Schwimmbecken. Wir verwenden in Schwimmbecken nur Mosaik mit vorderseitiger Folienverklebung. Zulassungen in diesem Bereich gibt es nicht. In diversen Merkblättern ist beschrieben, dass das Netzmaterial nicht organisch sein darf. Bei kleinerem Mosaik sollte die Rückseite frei bleiben, da bei rückseitiger Verklebung die vorgegebene Benetzung der Klebefläche von rund 70 Prozent nicht erreicht werden kann. Bei der Verfugung scheiden sich die Geister. Fazit: Mosaik ohne rückseitige Vernetzung verwenden und nur Verarbeitungsmaterialien mit Zulassung (abP). Umwälzung in Dauerbetrieb. Chlorung nicht vergessen.

 

Hohlräume sind besonders kritisch

Hohlräume hinter den Fliesen sind die Hauptursache von Reklamationen bei gefliesten Schwimmbecken. Man muss sehr exakt und gekonnt arbeiten, um einen Hohlraumanteil von weniger als 30 Prozent zu erreichen. Erfahrene Fliesenlegermeister arbeiten deshalb im Schwimmbeckenbereich mit dem sogenannten Buttering-Floating-Verfahren. Und das funktioniert so: Der Fliesenleger trägt den Kleber nicht nur auf der Wand, sondern auch auf der Fliese auf. Das ist zwar deutlich zeitaufwändiger und deshalb auch teurer, lohnt sich aber letztlich, denn die größere Benetzung der Klebefläche bewirkt letztendlich eine Reduzierung der Hohlräume.

 

Doch was passiert nun, wenn der Fliesenleger schlampt? Über die Fugen dringt Wasser in die Hohlräume ein, kommt dort in Kontakt mit den sehr alkalischen Baustoffen wie Beton, Kleber und zementäres Fugenmaterial. Es entsteht durch die gelösten Stoffe ein Konzentrationsgefälle.Das nun hochalkalische Wasser hinter den Fliesen dringt dadurch - wiederum über die Fugen - ins Becken, erhöht im Grenzbereich den pH-Wert in der Grenzschicht, wodurch in diesem Bereich eine erfolgreiche Desinfektion nicht mehr stattfinden kann.

 

Bei Problemen genaue Analyse notwendig

Diese Zusammenhänge und die Tatsache, dass der pH-Wert in der Grenzschicht - vor allem in den ersten Betriebsmonaten - abhängig auch von der Qualität der Verfliesung und im besonderen bei zementärer Verfugung deutlich höher ist als der im Beckenwasser gemessene Wert, sind offensichtlich nicht ausreichend bekannt. Nur so ist das Verhalten der für die Verfliesung zuständigen Fachleute in diesem Fallbeispiel zu erklären. Ein dem Autor bekannter, sehr erfahrener Sachverständiger ließ bei Ausblühungen an den Fugen stets in diesem Bereich die Fliesen abschlagen - und fand immer Hohlräume.

 

Über die Wahl des Fugenmaterials lässt sich streiten. Der Autor vertritt aufgrund seiner langjährigen Erfahrung die Ansicht, dass insbesondere bei Mosaik - infolge des großen Fugenanteils - Epoxifugen die beste Wahl sind. Fachgerecht ausgeführt, sind diese auch für den Bereich von Lebensmitteln geeignet. Bei aufgetretenen Problemen mit Epoxifugen war stets die Ursache in einer fehlerhaften Verarbeitung zu finden.

 

Tipps des Experten: Was hilft bei Flecken?

Tröstlich für den Bauherrn ist die Erfahrung, dass sich die Probleme aufgrund abnehmender Alkalität durch Kalkablagerungen und Auswaschung an den Kontaktflächen erheblich reduzieren, fast immer sogar nach einiger Zeit ganz verschwinden. Um eine gründliche Reinigung des vollständig entleerten Beckens mit einem sauren Reiniger kommt man allerdings nicht herum. Die befallenen Stellen sollte man außerdem zusätzlich mit einer Chlorlösung oder einem Algizid behandeln. Wichtig: Vor einer Neubefüllung unbedingt das Becken gründlich ausspülen. Denn Reinigungsmittelreste im Beckenwasser stören die Desinfektion nachhaltig. Ebenfalls ein zentraler Aspekt: Auf jeden Fall dauerelastische Fugen erneuern und zur Neuverfugung nur hochwertiges Unterwassersilikon verwenden.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Warum sind Schwimmbecken mit Folienauskleidung so beliebt?

Wenn eine preiswerte, aber doch langjährig haltbare Auskleidung eines Schwimmbeckens verlangt wird, so werden meistens Schwimmbadfolien genannt. Das sind Abdichtungsbahnen aus PVC oder Flexible Polyolefine (FPO). Sie sind der Klassiker unter den Abdichtungsmöglichkeiten im Schwimmbad. Seit mehr als 30 Jahren haben sie sich als eine preiswerte, sichere Methode bewährt, das Becken dicht zu bekommen. Wegen ihrer vielfältigen Möglichkeiten werden sie auch gerne bei Sanierungen eingesetzt. Der Markt der Anbieter ist überschaubar: Das Material ist ausgereift und seit Jahren in vielen Schwimmbädern im Einsatz.

 

Gerne verweisen die Anbieter von Abdichtungsbahnen auf die Langlebigkeit ihrer Folien. Bei richtiger Wasserpflege und regelmäßiger Reinigung können die Dichtungsbahnen über Jahrzehnte halten. Zwar bleichen die Bahnen mit den Jahren ein wenig aus, dies beeinflusst die Haltbarkeit aber nicht. Das Material wird bahnenweise mit Industriefön oder einem Schweißautomaten an der Baustelle im Heißluftverfahren verschweißt.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Macht es Sinn, eine Gegenstromanlage im Pool zu installieren?

Wer sich beim Schwimmen so richtig auspowern möchte, der braucht eine Gegenstromanlage. Mit ihr verwandelt sich selbst ein kleines Becken in eine Fitness-Anlage. Denn der Gegenschub lässt sich so regulieren, dass man auf der Stelle schwimmt und nicht ständig am Beckenrand wenden muss. Und nach dem anstrengenden Training kann man sich zur Belohnung von den Düsen massieren lassen. Das grundsätzliche Funktionsprinzip, nämlich Wasser und Luft unter Druck in den Pool zu pumpen, ermöglicht beides.

 

Es gilt zu unterscheiden zwischen Gegenstromanlagen für den Einbau und Einhängeanlagen. Einbauanlagen bestehen aus zwei Komponenten: dem Rohbauteil und dem Fertigbauteil. Das Rohbauteil wird entweder einbetoniert (bei Betonbecken) oder mittels Flansch befestigt (bei Fertigbecken). Danach wird die Armatur eingesetzt. Sie besteht aus einer oder zwei Düsen, Bedienelementen zur Luftbeimischung und Regelung der Intensität, Ansauggitter, Haltegriffen, Pumpe und eventuell Scheinwerfern. Eine Blende aus Kunststoff oder Edelstahl verdeckt die Anschlüsse. Auch die Montage in Treppen oder runde Beckenwände ist möglich.

 

Selbst wenn man aus finanziellen Gründen erst mal auf eine Gegenstromanlage verzichtet, sollte man Vorkehrungen für eine spätere Installation treffen und bereits beim Beckenbau eine Öffnung dafür vorsehen. Diese kann solange mit einer Blindplatte abgedichtet werden. Aber auch ohne Öffnung im Becken muss man auf kraftvollen Schwimmspaß nicht verzichten. Einhängeanlagen lassen sich ohne großen Aufwand nachträglich montieren. Sie eignen sich zudem für den Einbau in Aufstellbecken. Ihr Gehäuse besteht meistens aus Kunststoff und ist so stabil, dass es problemlos als Startblock oder Sitzfläche benutzt werden kann.

 

Wichtig ist bei allen Gegenstromanlagen, dass das Bedienelement leicht zu erreichen ist. Meistens handelt es sich um einem Pneumatikdrücker, der sich auf der Blende befindet oder das Gerät wird über eine Fernbedienung reguliert. Bei hochwertigen Pool-Anlagen besteht zudem die Möglichkeit der zentralen Steuerung über ein elektronisches Kontrollpanel.

 

Zur Ausstattung gehören heutzutage nicht nur ein Pneumatikdrücker, sondern auch ein einstellbarer Schub, schwenkbare Düsen und eine regelbare Luftzufuhr. Sie macht den Wasserstrahl weicher. Wenn die Anlage auch für die Massage genutzt werden soll, sind eine Haltestange oder -griffe unverzichtbar, damit man das behandlungsbedürftige Körperteil in Position bringen kann und nicht von der Strömung weggetrieben wird.

 

Es gibt Anlagen mit einer oder mit zwei Düsen, wobei zwei natürlich eine kraftvollere Strömung produzieren. Je nach Leistung sollten sie zirka 25-30 cm unter der Wasseroberfläche positioniert sein. Der Abstand zu den Seitenwänden sollte mindestens 1,50 m betragen, damit man beim Schwimmen ausreichend Platz hat. Düsen im Doppelpack können entweder nebeneinander oder untereinander angebracht sein.

 

Variante Eins erzeugt eine breiter aufgefächerte Strömung, gegen die es sich besser anschwimmen lässt. Variante Zwei hat den Vorteil, dass der Wasserdruck nicht nur auf die Brust des Schwimmers, sondern auch auf die Beine gerichtet ist.

 

Starke Pumpen sorgen für einen kräftigen Wasserstrahl. Ihre Leistung liegt zwischen zirka 2kW und bis zu 4kW, wobei grundsätzlich gilt, dass zwei Düsen mehr Power benötigen als eine.

 

Damit eine Strömung mit Gebirgsbachqualität entsteht, muss die Pumpe zirka 30-70 m3 pro Stunde ausstoßen. Doch die Pumpe stößt nicht nur Wasser aus, sie saugt auch an. Laut den Forderungen der DIN-Norm EN13451-1, darf die Ansaugleistung nicht mehr als 0,5 m/s betragen. Weiterhin muss die Anlage so konstruiert sein, dass die Ansaugung perimetral, das heißt vollflächig am Rande des Geräts, wirkt. Außerdem darf sie nicht – beispielsweise durch Hände – vollständig abzudecken sein. Das würde einen Unterdruck erzeugen, der den Gegenstand festsaugt. Durch die Konstruktion der Blende mit ihren meist ringsum angeordneten Öffnungen ist dies gewährleistet.

 

Während bei öffentlichen Bädern die haarfangsichere Ansaugung über eine DIN geregelt ist, gibt es für private Pools keine derartigen Vorschriften. Trotzdem ist bei den leistungsfähigen Pumpen, die auch dort eingesetzt werden, Haarfangsicherheit ein wichtiges Kriterium. Schlussendlich ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Geräte TÜV-geprüft sind, das GS-Zeichen tragen und der Schutzspannung entsprechen.

Zuletzt aktualisiert am 20.05.2021 von Renate Kogler.

Anfahrt Öffnungszeiten