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Glossar Pool
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Abdeckungen

Ob Frei- oder Hallenbad – eine Schwimmbad-Abdeckung spart Energie, schont die Umwelt, sorgt für kristallklares Wasser und bietet bei entsprechender Ausführung auch noch Schutz für Mensch und Tier. Dennoch ist die Energieersparnis das häufigste und nachhaltig stärkste Argument. Wichtig für die Berechnung des möglichen Energieeinsparpotentials ist die genaue Kenntnis aller Energieparameter wie Energieverlust an das Erdreich, Frischwasserzufuhr, Konvektion, Wärmestrahlung und Verdunstung. Bei einem Freibad kommt die Lage des Schwimmbeckens hinzu. Auf einer freien Wiese beispielsweise ist das Schwimmbecken dem Wind stärker ausgesetzt als hinter einer Mauer. Auch das Verhältnis von Wasser- zu Lufttemperatur ist entscheidend. 

Im Freibad kann man aber grundsätzlich sagen, dass der größte Wärmeverlust auf die Verdunstung zurückgeht. Sie entsteht, wenn flüssiges Wasser bei einer Temperatur unterhalb des Siedepunkts in Wasserdampf übergeht. Der Wärmeverlust an das Erdreich hingegen ist bei entsprechender Dämmung gering. Einmal aufgeheizt, ist der Energiebedarf im Vergleich zu den anderen Parametern wie Frischwasserzufuhr, Konvektion und Wärmestrahlung kaum nennenswert. 

Entgegen anderer Vermutungen ist auch im Hallenbad der Energieeinsparungseffekt beachtlich, denn weniger Verdunstung bedeutet kürzere Laufzeit der Entfeuchtungsanlage und Schutz der Bausubstanz durch weniger Luftfeuchtigkeit. Hinzu kommt die Verbesserung des Raumklimas: Grundsätzlich sollte in einem Hallenbad die Raumtemperatur ca. 2° C höher als die Wassertemperatur liegen. Die meisten Hallenbäder werden heute mit ca. 28° C gefahren, was eine Raumtemperatur von ca. 30° C zur Folge hat. Mit einer verdunstungsreduzierenden Abdeckung lässt sich die Raumtemperatur ohne großen Energieaufwand leicht der Beckentemperatur anpassen und auf Wunsch auch tiefer fahren.

Abdeckplane

Wer bei der Suche nach einer geeigneten Abdeckung weniger Wert auf exklusive Optik legt, sondern vorrangig das Kosten-Nutzen-Verhältnis seiner Pool-Anlage im Auge behält, für den ist eine Folienabdeckung die geeignetste Lösung.

Die schon für wenige hundert Euro erhältlichen, nicht wärmeisolierten Folien verhindern einen Großteil der Verdunstung und schützen das Becken vor dem Verschmutzen. Diese Abdeckungen sind also nicht unbedingt Konstruktionen, die der Nutzer jeden Tag öffnet und schließt, sondern eher etwas für eine längere "Pool-Pause" - beispielsweise wegen einer Urlaubsreise. 

Wichtig: Wer sich für eine unfallsichere Folienabdeckung interessiert, sollte ein Modell wählen, das die Anforderungen der französischen Sicherheitsnorm NF P90-308 erfüllt. Denn in Frankreich sind geeignete Schutzmaßnahmen vor Unfällen für Pool-Besitzer zwingend vorgeschrieben.

AFM Filtermedium

AFM (Aktives Filter Material) ist ein modernes Filtermedium zum Ersatz von Filtersand in Druck- und Schwerkraftsandfiltern. Auch im Vergleich zu hochqualitativem Filtersand verfügt AFM über die wesentlich besseren Anwendungseigenschaften. Der Wechsel von Sand zu AFM führt zu einer beträchtlichen Leistungssteigerung Ihres Filtrationssystems. AFM wird von Dryden Aqua aus aufbereitetem Glas hergestellt und ist zudem ein wertvoller Beitrag zur Umweltverträglichkeit. AFM sorgt für eine bessere Wasserklarheit, verbessert die Wasserqualität und entfernt im Vergleich zu Sand in der entsprechende Qualität deutlich kleinere Partikel aus dem Wasser.

Die Vorteile von AFM Filtermaterial

  • Die permanente negative Oberflächenladung entfernt kleine Partikel, organische Bausteine und positive Ionen, wie z.B. Eisen und Mangan.
  • Die glatte Mikrooberfläche verfügt über permanent selbstreinigende Katalytische und oxidierende Eigenschaften.
  • AFM neigt weniger zu Verunreinigung, hervorgerufen durch Fette, Lipide und biologisches Wachstum.
  • Im gechlorten Systemen ist der Gesamt-Chlorgehalt mit AFM niedriger und es wird zudem eine geringere Fällmittelmenge benötigt.
  • Das AFM-Filterbett neigt im Vergleich zum Sand deutlich weniger zu Verstopfung und Rinnenbildung.
  • Einfach zu spülen - bei Reinigung von AFM wir 50 % weniger Wasser verbraucht.
  • Sehr geringer Reibungsverschleiß durch hohe Materialbeständigkeit.
  • AFM enthält keine freie Kieselerde und ist daher sicherer als Sand.
  • AFM ist chemisch iert

Automatische Desinfektion

Waren automatische Desinfektionssysteme früher den öffentlichen Bädern vorbehalten, so hat sich ihr Nutzwert mittlerweile durchgesetzt, und sie sind heute mehr und mehr auch in privaten Schwimmhallen und anspruchsvollen Freibädern zu finden.

Wird die Wasserpflege dadurch zwar nicht überflüssig gemacht, so erleichtern die elektronischen Helfer aber die Arbeit enorm und geben dem Besitzer auch ein Stück Sicherheit. Zu beachten ist: Die Qualität des Schwimmbadwassers ist nicht nur von der Desinfektion abhängig.

Weitere wichtige Faktoren sind auch der Filter, dessen Laufzeiten, die Rückspülung sowie die Beckendurchströmung. Nur alle Faktoren zusammen ergeben eine gute Wasserqualität. Als Faustregel gilt: Was der Filter an Schmutz eliminiert, braucht mit der chemischen Keule nicht erschlagen zu werden. Das heißt, Schwimmbäder mit einer guten Wasseraufbereitung brauchen nur sehr wenig Desinfektionsmittel.

Kernstück einer Desinfektionsanlage ist meist die bedarfsgerechte Dosierung des Desinfektionsmittels, entweder Chlor oder eines Alternativprodukts wie z.B. Aktivsauerstoff. Zwingend notwendig ist deshalb eine permanente Messung des freien Chlorgehalts bzw. des anderen Desinfektionsmittels im Beckenwasser und die Möglichkeit des Nachjustierens bei Unter- oder Überschreiten. Die Dosierung erfolgt in der Regel über Schlauchpumpen, gesteuert von einem Mess-, Regel- und Dosiergerät. Das Gerät zeigt rechtzeitig an, wenn die Dosierbehälter nachgefüllt werden müssen. 

Automatische Dosierung und das Mess-, Regel- und Dosiergerät gehören also unmittelbar zusammen. Auf dem MSR-Gerät bekommt der Bauherr die für die Wasserpflege wichtigen Parameter angezeigt und kann bei Bedarf korrigieren. Zu den wichtigen Parametern gehört natürlich auch der pH-Wert. Dieser sollte sich bekanntlich in einem Korridor von 7,0 bis 7,4 befinden. Bei Unter- oder Überschreiten kann dann ein pH-Senker oder pH-Heber in flüssiger Form zudosiert werden. Und zwar bequem vom Steuergerät aus.

Beleuchtung

LED heißt die neue Zauberformel für eine stimmungsvolle Atmosphäre in der Schwimmhalle. Doch mit dem Einsatz von ein paar Strahlern ist es nicht getan. Schon in der ersten Planungsphase, wenn den Räumlichkeiten eine Funktion zugeteilt wird, sollte der Aspekt Beleuchtung beachtet und die passenden Licht-Konzepte entwickelt werden. Eine gelungene Planung hängt von einer guten Kombination aus Gestaltung und Technik ab. Alle gestalterischen Ideen und technischen Komponenten sollten zusammenpassen und einfach zu steuern sein. Der große Vorteil der LED besteht darin, dass sie individuell und intelligent gesteuert werden kann. Das ermöglicht ihren flexiblen Einsatz in den folgenden Aufgabenbereichen: 

Architekturbeleuchtung

Wände, Säulen, Nischen, Decken werden mit farbigem Licht betont. Durch abwechselnde Lichtszenarien können architektonische Elemente neu und unterschiedlich in Szene gesetzt werden.

Wasserbeleuchtung

LEDs müssen zum Einen das Becken ausleuchten, zum Anderen das Wasser in Farbe tauchen. 

Effektbeleuchtung

Im Ensemble des gesamten Licht-/Ton-Programms werden mit gezielten Effekten besondere Stimmungen erzeugt. Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssen die kleinen Leuchtwunder die entsprechende Leistung liefern. Konventionelle LEDs, wie sie im Elektronikbereich üblich sind, können mit maximal 300 mW nicht so richtig punkten. Es sollten schon sog. Power-LEDs sein. Sie sind mit einem speziellen Chip ausgestattet und bringen in der roten Variante 1 W und für die blauen, grünen und weißen bis zu 3 W. Für Weiß und Blau werden inzwischen auch schon 5 W-Varianten hergestellt.

In Strahlern, Beamern und Spots sind leistungsstarke LEDs meist so angebracht, dass mindestens drei in den Farben Rot, Grün und Blau als sog. RGB-Einheit zusammengefasst sind und mit Linsen schon ein beachtliches Leuchtmittel ergeben. Durch additive Mischung dieser drei Grundfarben kann jede nur denkbare Nuance erzeugt werden. Für eine flächige Ausleuchtung von Räumen wird eine größere Anzahl von Dioden oft zu Streifen, flachen Bändern oder größeren Platten zusammengeschaltet.

Betonpool

Als vor Ort geschaltes Becken werden Pools aus Beton im Prinzip wie Kellergeschosse gebaut. Da das Aufstellen der Schalung eine aufwändigere Angelegenheit ist, werden vorwiegend Rechteckformen realisiert, wobei: machbar ist alles! Freiere Formen können hingegen leichter durch das so genannte Spritzbetonverfahren realisiert werden.

Eine weitere Möglichkeit sind Systeme aus Fertigteilen. Hier werden zum Beispiel Betonelemente als randhohe zweischalige Wandtafeln auf einer Bodenplatte versetzt, miteinander verbunden und dann in einem Verguss ausbetoniert. Mit Mauersystemen lassen sich Becken vor Ort individuell erstellen. Auf eine gegossene Betonplatte mauert man herkömmlich Wände auf oder man bedient sich eines Bausatzpakets.

Neben den massiven, sprich monolithischen Beton- bzw. Mauerwerksbecken besteht auch noch die Variante des Beckenbaus mit so genannter verlorener Schalung. Dahinter verbirgt sich die Methode, die Wände mit vorgeformten Hohlkörper-Schalsteinen hochzuziehen, die dann bewehrt und mit Beton verfüllt werden. Hierbei sind unterschiedliche Systeme am Markt: Elemente aus speziellem druckfesten und oberflächenvergütetem Polystyrol etwa oder Mauer-Schalsteine aus Beton.

Chlorverfahren

Wenn von Chlor im Wasser die Rede ist, dann handelt es sich um Verbindungen des Chlors: die unterchlorige Säure und deren Salze, die Hypochlorite. Besonders die unterchlorige Säure, das sogenannte freie Chlor, hat die gewünschte Desinfektionswirkung. 

Es kann nicht oft genug betont werden, dass die erfolgreiche Pflege des Schwimmbadwassers nur durch das Zusammenwirken verschiedener Verfahrensschritte funktioniert, von denen die Desinfektion nur einer ist. Unter Desinfektion versteht man eine möglichst weitgehende Reduktion von Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze und Viren. Voraussetzung für eine wirksame chemische Wasserpflege ist jedoch der physikalische Teil der Wasseraufbereitung, d.h. eine gut funktionierende Umwälzung, die Filtration und Durchströmung des Beckens. So müssen z.B. Pumpenleistung und Filtergröße gut aufeinander abgestimmt sein. 

Eine wichtige Voraussetzung für eine störungsfreie Wasserpflege ist auch die Einhaltung des pH-Werts. Der ideale pH-Wertbereich für Schwimmbadwasser beträgt 7,0 bis 7,4. Da in Österreich karbonathartes, alkalisches Wasser mit Tendenz zum pH-Wert-Anstieg vorherrscht, ist meist eine pH-Wert-Senkung mit einem entsprechenden Mittel erforderlich. Der pH-Wert beeinflusst auch die Desinfektionswirkung der Chlorprodukte, denn mit zunehmendem pH-Wert nimmt der Anteil an freier unterchloriger Säure ab. Die DIN 19643 fordert einen Gehalt von mindestens 0,3 mg/l freiem Chlor, unabhängig vom pH-Wert innerhalb des Bereichs 6,5 bis 7,6. In Hallenbädern genügt meist ein Zusatz von 0,2 g (Nachtbetrieb) bis 0,5 g (Stoßbetrieb) Chlor je Kubikmeter umgewälzten Wassers, um den geforderten Restchlorgehalt aufrecht zu erhalten. In Freibädern kann allerdings die erforderliche Dosiermenge ein Vielfaches von diesem Wert betragen, denn das Chlor wird nicht nur durch die Verschmutzungsstoffe aufgezehrt, sondern auch durch die Sonneneinstrahlung. 

Ein weiterer Punkt bei der Wasserpflege ist das Verhüten von Algenwachstum. Entsprechende Mittel gehören heute zum festen Bestandteil der für die Wasserpflege notwendigen Präparate. Bei größeren Algenproblemen können spezielle Algizide zugegeben werden. Im Laufe der Zeit kommt es durch die Wasserpflegemittel auch zu einer Anreicherung von Salzen im Wasser. Deshalb ist regelmäßig Frischwasser ins Beckenwasser nachzufüllen. Und zwar nicht zu wenig. Die DIN 19643 schreibt für öffentliche Bäder 30 Liter pro Badegast und Tag vor. So viel muss es im Privatpool nicht unbedingt sein, aber die Bedeutung von genügend Frischwasser wird häufig unterschätzt.

Ein weiteres, nur selten beachtetes Thema ist das der Flockung. Worum handelt es sich dabei? In das Beckenwasser gelangen nicht nur sichtbare Verschmutzungsstoffe wie z.B. Haare, sondern auch für das Auge unsichtbar verteilte, sogenannte Kolloide, wie Bakterien, Keime, Körperfette etc. Diese feinstverteilten Verschmutzungen können oft durch den Filter nur unvollständig zurückgehalten werden. Deshalb setzt man dem Wasser vor der Filtration ein sogenanntes Flockungsmittel zu. So werden diese feinstverteilten Stoffe in die sich bildenden Flocken eingebunden, damit sie im Filterbett zurückgehalten werden. Die Dosierung des Flockungsmittels muss kontinuierlich erfolgen. In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal die zwingend notwendige und regelmäßige Filterrückspülung genannt. Diese sollte spätestens nach einwöchiger Betriebszeit durchgeführt werden. Nur dann ist sichergestellt, dass die angesammelten Schmutzteilchen aus dem Filter entfernt werden und dieser weiterhin einwandfrei funktionieren kann.

Chlorfreie Wasserpflege

Chlorfreie Wasserpflegemittel haben in den vergangenen Jahren einen kaum erwarteten Siegeszug in den Privatbädern angetreten. Und die Nachfrage der Verbraucher nach den Chlorfreien ist nach wie vor ungebrochen. Bei einigen Anbietern von Wasserpflegemitteln machen sie bereits ein Drittel des Umsatzes aus. Tendenz steigend. Allerdings wird Chlor deshalb nicht vom Markt verschwinden. Nach Experten-Einschätzungen dürfte die Grenze für die Chlorfreien bei 50% des Umsatzes erreicht sein.

Bereits in den 80er Jahren kamen chlorfreie Pflegemittel auf den Markt. Die ersten Versuche hatten schnell gezeigt, dass diese Art von Pflegemitteln allein nicht ausreicht, um eine hinreichende Wasserqualität zu erreichen. Erst in Kombination mit einem Zusatzmittel entsteht die gewünschte Wirkung. So sollte z.B. ein Mittel auf Aktivsauerstoffbasis (Wasserstoffperoxid) immer auch ein Zusatzmittel, z.B. ein Algizid enthalten. Nur Wasserstoffperoxid allein reicht zur Wasserpflege nicht aus. Erst durch den Zusatz von schaumfreien Algiziden und Zusätzen wie Flockmitteln lassen sich gute Ergebnisse erzielen.

Mittlerweile gibt es im Handel auch vorportionierte Einheiten in Granulat- oder Tablettenform, die beide Wirkstoffe beinhalten. Was die Handhabung betrifft, so ergeben sich bei der automatischen Dosierung von Chlorfreien keine Unterschiede mehr zu Chlor. Und bei der Handdosierung ist die Anwendung mit den Jahren wesentlich einfacher geworden. In der Regel werden die Produkte heute vorportioniert mit Anwendungs- und Dosierungshinweisen verkauft. Der Bauherr braucht meist nur noch eine Tablette pro Woche ins Wasser zu geben, um sein Schwimmbadwasser richtig zu pflegen.

In den Anfangsjahren war es ein Problem, Aktivsauerstoff im Wasser zu messen. In den vergangenen Jahren ist es dann gelungen, entsprechende Verfahren zu entwickeln und damit auch die Geräte zur automatischen Dosierung und die dazu passende Mess- und Regeltechnik anzubieten, wie es bei Chlor bereits seit längerem üblich ist. Auch dies hat wesentlich zu der schnellen Verbreitung der chlorfreien Verfahren beigetragen.

Edelstahl

Edelstahlprodukte haben sich seit Jahren im Schwimmbad etabliert. Wir haben Wissenswertes über Material und Produktvielfalt zusammengestellt. Bereits 1912 ließ sich die Firma Krupp einige Stahllegierungen patentieren. Durch verschiedene Versuche hatte man festgestellt, dass Stahl mithilfe von Chrom und Nickelanteilen, bei einer entsprechenden Wärmebehandlung, resistent gegen verschiedene Korrosionseinflüsse wird: die Geburtsstunde des Edelstahls und der Beginn einer bis heute andauernden Erfolgsgeschichte. 

Es verwundert daher nicht, dass sich der Werkstoff auch im privaten Schwimmbad etabliert hat. Zwar lässt sich heute vieles aus anderen Materialien herstellen, doch folgende Merkmale machen Edelstahl nach wie vor einzigartig: Festigkeit und Stabilität, keine oder nur sehr geringe Verschleißerscheinungen bei Beanspruchung, Korrosionsbeständigkeit, umweltschonend durch Langlebigkeit und Recyclingfähigkeit, gute Reinigungseigenschaften, widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse wie Frost, Regen, etc. und eine edle Oberfläche. 

Vergleicht man das private Schwimmbad von vor 40 Jahren mit den Pools von heute, lassen sich gravierende Unterschiede feststellen. Aus dem eher nüchternen Schwimmbad von damals sind heute moderne Wellness-Anlagen geworden. Dies spiegelt sich auch in der Angebotspalette der Edelstahlprodukte wider. Umfasste das Lieferspektrum früher gerade mal Einstiegsleitern, Haltestangen oder Treppenhandläufe aus Edelstahl, können Pools von heute zusätzlich mit Schwallduschen, Schwanenhälsen, Luftsprudelsitzen oder kompletten Fitness-Anlagen unter Wasser aufwarten. 

Edelstahl ist nicht gleich Edelstahl 

Bei der Kaufentscheidung für ein Edelstahlprodukt sollte man aber dennoch genau auf das eingesetzte Material achten. Auch wenn die verschiedenen Edelstahlwerkstoffe optisch nicht zu unterscheiden sind, gibt es in der Zusammensetzung entscheidende Unterschiede. In den Anfangsjahren der deutschen Schwimmbadindustrie war 1.4301, besser bekannt als V2A, beliebtester Werkstoff für Einbauteile. 1.4301 gehört – wie auch alle folgenden beschriebenen Werkstoffe – zu den austenitischen Stahlsorten. Das heißt, das Material ist nicht magnetisch. Daher kann man auch mit einem Magneten sehr leicht prüfen, ob es sich zumindest um einen Werkstoff der Güte V2A handelt. Man muss allerdings beachten, dass es in "verformten" Bereichen aufgrund der Gefügeveränderung des Edelstahls zu leichten "Reaktionen" des Magneten kommen kann.

Ihre Beständigkeit erhalten alle Edelstahlsorten durch ihre Legierung. Beim 1.4301 besteht diese Legierung aus circa 18 Prozent Chrom und 10 Prozent Nickel. Hinzu kommt als herstellungsbedingte Beimischung noch ein Anteil von höchstens 0,07 Prozent Kohlenstoff. V2A ist in Becken mit normaler und unauffälliger Wasserqualität einsetzbar. Was dieser Werkstoff jedoch überhaupt nicht verträgt, sind Chloridkonzentrationen von mehr als 150-200 mg/l. Da diese Konzentrationen heute vielerorts bereits im Trinkwasser, sprich Schwimmbadfüllwasser erreicht werden, erfreut sich eine andere Edelstahlwerkstoffgruppe in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Dies sind die Werkstoffe 1.4401, 1.4404 und 1.4571 - auch als V4A bekannt. 

Diese Edelstahlgruppen sind höher legiert als der V2A und somit auch beständiger. Der Grenzwert liegt hier zwischen 400 und 500 mg/l. Der V4A enthält einen Chromanteil von 16,5 bis 18,5 Prozent, Nickel von 10 bis 13 Prozent, und zusätzlich Molybdän in der Größenordnung von 2,0-2,5 Prozent. Leider ist durch die höhere Legierung auch der Preis für diese Werkstoffe teurer als für die V2A-Edelstahlgruppe. Die Preisdifferenz liegt bei circa 50 Prozent.

Immer beliebter werden im privaten Bereich auch Sole- und Thermalschwimmbäder. Chloridkonzentrationen von weit über 3000 mg/l, gepaart mit Wassertemperaturen von über 30 Grad sind keine Seltenheit und setzen dem Edelstahl stark zu. Eine ständige Reinigung der Oberfläche wäre eine Möglichkeit, die Beständigkeit des Edelstahls zu erhalten, bei Einbauteilen unterhalb des Wasserspiegels ist dies allerdings problematisch. Daher tendiert man in diesem Bereich bereits zu noch höher legierten Werkstoffen wie zum Beispiel zu 1.4539 oder 1.4462. Ein Vorteil dieser Edelstahlarten ist ihre hervorragende Beständigkeit gegen Chloride. Allerdings sind diese Werkstoffe auf dem Markt nicht in allen Abmessungen und Formen verfügbar. Zudem sind sie aufgrund ihrer Beschaffenheit schwerer zu verarbeiten und vor allem sehr teuer. Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass die oben genannten Werkstoffe bei richtiger Auswahl und Verarbeitung als dauerhaft korrosionsbeständig gelten.

Neben Auswahl und Verarbeitung spielt die Ausführung des Edelstahls eine entscheidende Rolle. Sowohl die Oberflächenbeschaffenheit als auch das zur Verbindung angewandte Schweißverfahren oder ein aufgrund der Benutzung auftretender Spannungszustand kann für Korrosionsschäden von Edelstahl verantwortlich sein. Oft hört man von Kunden die Worte "Edelstahl Rostfrei" und im gleichen Atemzug die Bemerkung "Edelstahl kann doch gar nicht rosten". Auf Kundenseite liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei Korrosionsschäden meist um einen Material- oder Verarbeitungsfehler des Herstellers handelt.

Fertigungsfehler lassen sich zwar nicht zu 100 Prozent vermeiden, allerdings sind sie eher selten. Auch wenn der Schwimmbadbesitzer es nicht gerne hört, so sind meist Wasserqualität oder äußere Einflüsse für Verfärbungen bzw. Rostbildung verantwortlich. Edelstahl besteht zum größten Teil aus Eisen und ist eben nicht rostfrei, sondern in einem durch seine Legierung bestimmten Rahmen rostbeständig. Ausschlaggebend für die Beständigkeit ist eine Oxidschicht, die sich mithilfe der enthaltenen Chromanteile an der Oberfläche des Edelstahls bildet. Diese als Passivschicht bezeichnete Oberfläche schützt den Stahl dauerhaft vor Korrosion. Wird diese Passivschicht zerstört, verliert der Edelstahl seine Beständigkeit. 

Pflege von Edelstahl

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Pflege von Edelstahl, die leider von einigen Schwimmbadbesitzern gerne vernachlässigt wird. Bei unproblematischen Beckenverhältnissen reicht es sicherlich aus, wenn ein Pool-Besitzer sich zweimal pro Jahr um die Einbauteile aus Edelstahl kümmert. Problematischer wird es bei Becken, die hohe Wassertemperaturen haben, der pH-Wert zu niedrig ist oder salzhaltiges Wasser eingesetzt wird. Hier sollte man häufiger reinigen: zumindest einmal im Monat.

Ganz besondere Aufmerksamkeit sollte den Bereichen gelten, die nicht ständig vom Wasser umspült werden. Infolge von Auftrocknung der Wasserinhaltsstoffe kann es hier zur Konzentration von Chlorid-Ionen kommen, die für eine erhöhte Korrosionswahrscheinlichkeit sorgen. In diesen Fällen (Beckenumgang oder Überlaufrinne) ist eine zweimalige Reinigung pro Woche angebracht.

Grundsätzlich sollte sofort gereinigt werden, wenn sich Verfärbungen auf der Edelstahloberfläche bilden. Dafür ist allerdings nicht jeder Reiniger geeignet. Kalkrückstände oder erste Ansätze von Verfärbungen lassen sich bestens mit einem handelsüblichen Edelstahlreiniger, den man auch für die Reinigung der Edelstahlteile im Küchenbereich einsetzt, entfernen. Dafür sollte der Pool-Besitzer immer einen weichen Lappen benutzen. Auf keinen Fall Schwämme mit rauer Oberfläche oder Stahlwolle. Damit bekommt man zwar die Beläge ab, reibt aber Stahlpartikel in die Edelstahloberfläche ein, die spätestens zwei Wochen später ausblühen.

Bei stärkerer Verschmutzung und ersten Rostansätzen gibt es beim Fachhändler leicht säurehaltige, spezielle Edelstahlreiniger. Auch hier sollte man grundsätzlich die Gebrauchsanweisung des Reinigers genau lesen. Nach Gebrauch den gereinigten Bereich immer mit Frischwasser abspülen. Ist das Edelstahlteil allerdings schon so stark verrostet, bleibt nur die Möglichkeit, das Teil auszubauen und an den Hersteller zur "Aufarbeitung" zurückzuschicken.

Edelstahlpool

Edelstahl gewinnt im Schwimmbadbau immer mehr an Bedeutung. Neben großer Individualität bei der Beckengestaltung und der edlen Oberfläche überzeugen viele weitere Vorteile. Edelstahl zeichnet sich durch seine Festigkeit und Stabilität aus - außerdem zeigt er bei richtiger Pflege kaum Verschleißerscheinungen. Die glatte Oberfläche ist schmutzabweisend und leicht zu reinigen. Zudem ist Edelstahl vollständig recyclebar und frostsicher.

Der Werkstoff Edelstahl ist ein hochlegierter Stahl, der besonders korrosionsbeständig ist. Die Hauptlegierungselemente sind Chrom, Nickel, Molybdän und Titan in unterschiedlichen Zusammensetzungen. Entscheidendes Kriterium ist die Bildung einer Passivschicht an der Oberfläche, die durch Einwirkung von Sauerstoff entsteht.

Sie regeneriert sich bei Beschädigung von selbst - dazu genügt der im zugeführten Frischwasser gelöste Sauerstoff. Durch ihre Legierungsbestandteile sind die im Schwimmbeckenbau verwendeten Edelstähle rostbeständig. Je nach Legierung stehen verschiedene Sorten Edelstahl zur Verfügung. Diese sind gemäß ihrer Qualität definiert und mit Werkstoffnummern bezeichnet - optische Unterschiede gibt es keine.

Entscheidungskriterien für die Wahl des richtigen Edelstahls sind vor allem der Chloridgehalt und andere Inhaltsstoffe des Füllwassers. Die Werkstoffe der V4A-Gruppe sind durch ihre Legierung sehr gut für den Einsatz im Schwimmbeckenbau geeignet, vor allem der Werkstoff 1.4404 hat sich bewährt. Wo möglich, werden auch die Werkstoffe 1.4401 und 1.4571 sowie der Werkstoff 1.4301 aus der V2A-Gruppe verwendet. Sole- und Thermalschwimmbäder mit höheren Chloridkonzentrationen und höheren Wassertemperaturen verlangen den Einsatz von noch höher legierten Werkstoffen.

Eine Grundreinigung sollte mindestens einmal jährlich durchgeführt werden, zum Beispiel im Frühjahr vor Beginn der Badesaison. Bei starker Verschmutzung empfiehlt sich eine zweite Grundreinigung im Herbst. Ablagerungen können mit handelsüblichen Edelstahlreinigern beseitigt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass diese nicht überdosiert werden. Ebenso dürfen keine salzsäurehaltigen Reinigungsmittel verwendet werden. Die Unterhaltsreinigung beschränkt sich auf die Reinigung des Beckenbodens, des -randes und der Abdeckroste mit den dafür vorgesehenen Geräten.

Einbauteile

Die Vorteile von Kunststoffeinbauteilen liegen in der Korrisionsbeständigkeit gegenüber handelsüblichen Wasserpflegemitteln und gegen Salz-, Sole- und Mineralwasser. Der Preis ist niedriger als der von Rotguß- oder Edelstahl-Teilen. Bei Folienbecken muß auf ein sehr gleichmäßiges und nicht zu starkes Anziehen der Flanschschrauben geachtet werden. 

Edelstahleinbauteile und Rotguss zeichnen sich durch besondere Langlebigkeit und Stabilität aus. Flansche können mit einem Schraubenzieher richtig fest angezogen werden, ohne Angst haben zu müssen, dass gleich das Material versagt. Aufgrund der höheren Festigkeit sind diese Teile meist besser für geschalte und Fertigbecken geeignet.

Einhängefilter

Ganz gleichgültig, um welche Art von Pool es sich handelt: Ein leistungsfähiger Filter gehört zum Schwimmbecken wie die Sonne zum Strandurlaub. Schließlich können die Pool-Besitzer noch so reinlich sein - sie bringen immer anhaftenden Schmutz und andere Fremdkörper wie Haare oder Hautschuppen ins Wasser. Und auch aus dem Umfeld des Pools gelangen zwangsläufig so manche Dinge ins erfrischende Nass, die dort ganz schnell wieder herausgeholt werden sollten. Die einfachste und kostengünstigste, aber natürlich auch am wenigsten genaue Art der Schmutzbeseitigung sind die sogenannten Einhängfilter.

Diese kompakten Geräte beinhalten in einem Gehäuse alles, was zu einer Basisreinigung gehört: eine Ansaugpumpe, die das Beckenwasser in den Filter hineinbefördert, eine Filterkartusche, in welcher die Schmutzpartikel hängenbleiben, und einen Ausströmkanal, durch den das gereinigte Wasser zurück in das Becken gelangt. Besonderen Komfort darf der Nutzer bei dieser Basislösung freilich nicht erwarten. So muss er beispielsweise den Siebkorb und das Filtermaterial - meist handelt es sich hierbei um einen schwammartigen Einsatz - regelmäßig von Hand reinigen.

Als immer noch sehr preisgünstige, aber deutlich komfortablere Alternative zu den Einhängfiltern haben sich deshalb die sogenannten Einhängskimmer etabliert, die über einen Schlauch mit einem außerhalb des Beckens platzierten Kartuschenfilter verbunden sind. Der Vorteil dieser Lösung: Der Pool-Besitzer kann wie bei einer großen Filteranlage den gesamten Kreislauf durch eine Rückspülung säubern und die Wasserqualität ist aufgrund des größeren Filtervolumens besser.

Beide Varianten sind vor allen Dingen für Kinderbadebecken oder kleinere Aufstellbecken prädestiniert, bei denen der Einsatz eines klassischen Skimmers mit Verbindung zu einem außerhalb des Beckens platzierten Filter aus Kosten- oder Stabilitätsgründen nicht in Frage kommt.

Entscheidend für die reibungslose Funktion ist in beiden Fällen eine penible Montage. Wichtig dabei: Der Einhängfilter oder Einhängskimmer sollte sich immer auf der dem Wind zugewandten Seite befinden, damit der Wind die auf der Wasseroberfläche treibenden Schmutzpartikel zur Filteranlage treibt und damit die Ansaugleistung der Pumpe unterstützt. Außerdem muss die Oberkante des Schwimmers mit dem Wasserspiegel identisch sein, weil die Pumpe sonst Luft ansaugt.

Einhängefolien / Austauschfolien für Stahlmantelschwimmbecken

Schwimmbadfolien (Abdichtungsbahnen aus PVC oder flexible Polyolefine) stehen für eine preiswerte, aber doch langjährig haltbare Auskleidung eines Schwimmbeckens. Sie sind der Klassiker unter den Abdichtungsmöglichkeiten und seit mehr als 30 Jahren im bewährten Einsatz.

Die maßgeschneiderten und fertig verschweißten Delfin PVC Einhängefolien (Foliensäcke) für neue Schwimmbecken als auch für Sanierungen – die Folien sind UV-stabilisiert und behalten ihre Farben auch noch nach Jahren. Die Befestigung erfolgt am oberen Rand durch eine eingeschweißte Keilbiese, die in eine Befestigungsleiste eingeschoben wird bzw. durch eingeschweißte Einhängeprofile für Rund- und Ovalbecken, wo die Folie auf dem Stahlmantel eingehängt wird. Für Rund und Ovalbecken sind Ersatzfolien mit Umschlag, Keilbiese oder mit Einhängeprofil erhältlich.

Erlebnisduschen

Vom Amazonas in wenigen Minuten ans Nordkap - Erlebnisduschen sprechen alle Sinne an und versetzen Sie mit Düften, Klang und Licht in die Traumregion Ihrer Wahl. Mit Augen, Nasen, Ohren und Haut nehmen wir unsere Umwelt wahr. Unser Gehirn wiederum verbindet mit diesen Sinneseindrücken bestimmte Emotionen. So kommt es, dass ein kalter Guss nicht nur unseren Körper abkühlt. In Zusammenklang mit dem erfrischenden Duft von Minze, eisblauem Licht und dem belebenden Rauschen eines Wasserfalls begeben wir uns auf eine Reise in eine andere Welt.

Erlebnisduschen nutzen diese Effekte und sprechen alle Sinne an. Über das Wasser vermitteln sie Wärme oder Kälte sowie verschiedene Berührungsreize. Gleichzeitig umschmeicheln Düfte die Nase und wecken Assoziationen. Geräusche und Musik beruhigen oder regen an. Und die Beleuchtung zaubert die zur Stimmung passende Atmosphäre, bei modernen LEDs in allen Farben des Regenbogens.

Statt aus einem Duschkopf sprüht, tröpfelt oder prasselt es meist aus einem an der Decke angebrachten Regenelement. Es ist so konzipiert, dass es verschiedene Niederschlagsereignisse wie Platzregen oder sanfte Schauer simulieren kann. Zusätzlich können an den Seitenwänden weitere Düsen angeordnet sein. Sie massieren den Körper oder ersetzen den Saunatauchgang, indem sie langsam von unten nach oben ansteigend kaltes Wasser spritzen.

Weitere Effekte, mit denen sich Erlebnisduschen ausstatten lassen, sind beispielsweise Kaltwasser-Nebel, prickelnde Kohlensäureduschen oder die Zugabe von pflegenden Zusätzen wie Stutenmilch.

Ein wichtiger Bestandteil sind außerdem Duftdosierungen. Mit ihrer Hilfe können dem Wasser ätherische Öle, naturidentische oder auch synthetische Duftstoffe zugegeben werden. Düfte aktivieren in unserem Gehirn Erinnerungen an bestimmte Orte und Situationen und tragen so dazu bei, dass aus dem Duschbad eine Erlebnisreise wird. In aufwändigen Anlagen können sogar verschiedene Geruchskompositionen nacheinander aktiviert werden. Damit lassen sich komplexe Ereignisse inszenieren. 

Eine stimmige Beleuchtung unterstützt diese Wirkung. Dabei kann es sich um wasserfeste Halogenleuchten, Glasfaserbeleuchtung oder LEDs handeln. Die beiden Letzteren können nicht nur in Weiß, sondern in vielen verschiedenen Farbnuancen erstrahlen. Außerdem lassen sich mit ihnen Sternenhimmel aus vielen kleinen Lichtpunkten konstruieren. 

Tüpfelchen auf dem I ist eine stimmige Geräuschkulisse. Aus wasserfesten Lautsprechern tönt meditative Musik, Vogelgezwitscher, Gewittergrollen oder andere Naturgeräusche – je nachdem, welche Art von Erlebnis in Szene gesetzt werden soll und ob eine beruhigende oder anregende Wirkung gewünscht ist. Über Taster in der Dusche lassen sich die vorprogrammierten Ereignisabläufe aus Wasser, Duft, Licht und Klang abrufen.

Inszeniert wird auch über die Kulisse. Machbar sind zum einen fantasievolle thematische Gestaltungen von Erlebnisduschen, wie zum Beispiel mittels Kunststein als Höhle oder – bei ausreichend Platz – in Form eines Canyons, den man durchläuft und dabei wechselnden Sinneseindrücken ausgesetzt ist. Beliebt ist auch die klassische Schneckendusche. Sie hat den Vorteil, dass sie dank ihrer Form keine Duschabtrennung als Spritzschutz benötigt. Häufig wird sie passend zum Ambiente in Mosaik verfliest. Die vorgefertigten Bauplatten ermöglichen weitere Oberflächengestaltungen. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt.

Fertigbecken

Will man die Bauzeit kurz halten, empfiehlt sich ein Fertigbecken, das in einem Stück angeliefert wird. In den meisten Bundesländern in Österreich benötigt man keine Baugenehmigung, solange das Beckenvolumen unter 50 Kubikmetern bleibt. Dies ist bei einem Freibad in der Größe von 4 x 8 m kein Problem.

Bei jedem Freibad stellt sich die Frage, wie das Bauvorhaben umgesetzt werden kann, ohne dass der Garten zur Großbaustelle wird. Günstig ist, wenn der Bagger den direkten Weg zum Garten nehmen kann und nur ein Teil der Hecke geopfert werden muss. Das ist natürlich nicht immer möglich. Auf jeden Fall sollten Sie Ihre Nachbarn über die Bauarbeiten informieren. Oft muss auch ein Nachbargrundstück als Zugang genutzt werden. Dann geht es sowieso nur mit Einverständnis der Nachbarn.

Die Baugrube wird zuerst mit einem Bagger ausgehoben. Zu beachten ist: Die Baugrube sollte ca. 20 cm größer sein als das Becken. Auch eine andere Frage ist zu klären: Wird es Grundwasserprobleme geben? Es ist schon vorgekommen, dass das Grundwasser den leeren Beckenkörper angehoben hat. Um dem entgegenzuwirken, sollte eine Ring-Drainage vorgesehen werden. Am Boden der Baugrube wird eine Fundamentplatte betoniert. Die Platte muss estrichglatt und planeben sein.

Sind die Vorarbeiten geleistet, d.h. der Aushub gemacht und die Bodenplatte betoniert, wird das Fertigbecken mit einem Kran vorsichtig auf die Betonplatte abgesetzt und millimetergenau ausgerichtet. Danach sind die Einbauteile dran: Der Bodenablauf und die Ablaufleitung werden gesetzt und anschließend 2 cm Wasser eingelassen, um zu sehen, ob das Becken tatsächlich gerade steht. Für die Einbauteile wurden bereits ab Werk die Aussparungen gefertigt. Skimmer, Einlaufdüsen, Gegenstromanlage und Unterwasserscheinwerfer können so leicht montiert werden. Soll das Becken eine Überlaufrinne haben, so wird es mit den Fertigrinnen geliefert, die dann an der Baustelle genau waagerecht justiert werden.

Filterpumpe

So unterschiedlich private Pool-Anlagen und ihre Besitzer auch sind - in einem Punkt sind sich alle Pool-Fans einig: Nur absolut sauberes und hygienisch einwandfreies Badewasser ist gutes Badewasser. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht jeder Pool eine auf die individuellen Gegebenheiten wie Beckengröße, Nutzungshäufigkeit und Wassertemperatur abgestimmte Wasseraufbereitungsanlage.

Ob dieses System jederzeit und ohne Probleme rund läuft, hängt entscheidend von einem Gerät ab, das meist eher unbeachtet und im Verborgenen arbeitet: der Schwimmbadpumpe. Denn wie bei einem Auto der Motor ist die Pumpe das Herzstück der gesamten Wassertechnik. Und in beiden Fällen gilt: Wer hier knausert, spart definitiv an der falschen Stelle. Schließlich ist die Pumpe verantwortlich für den gesamten Umwälzkreislauf, der durch den regelmäßigen Wasseraustausch und das Zuführen des Wassers in den Filter und das Drücken durch das Filtermedium ganz entscheidenden Einfluss auf die Wasserqualität hat. Und dazu muss sie ausreichend dimensioniert sein.

Eine Schwimmbadpumpe hat zwei Funktionen zu erfüllen: Sie saugt auf der einen Seite das durch den Einsatz im Becken verschmutzte Wasser über die Skimmer, die Bodenabläufe oder den Überlaufbehälter an und presst es auf der anderen Seite wieder aus dem Pumpengehäuse heraus in Richtung Filter. Positiver Nebeneffekt: Indem die Pumpe diese wichtigen Aufgaben erfüllt, verwirbelt sie das Wasser im Becken und sorgt so auch für die gleichmäßige Verteilung der Wasserdesinfektionsmittel. 

Selbstansaugende Pumpen sind standard

Bei privaten Schwimmbädern haben sich für das erfolgreiche Erledigen dieser Aufgaben die sogenannten selbstansaugenden Pumpen fast vollständig durchgesetzt. Der große Vorteil dieser Konstruktionen: Selbstansaugende Pumpen können im Gegensatz zu den in anderen Bereichen verbreiteten, normalsaugenden Pumpen nicht nur Wasser, sondern auch Luft transportieren. Dieses Merkmal ist vor allen Dingen dann wichtig, wenn der Pool-Besitzer den Einsatz eines hydraulischen Beckenreinigers plant oder die Pumpe an einer Stelle eingebaut werden soll, die höher ist als die Oberkante des Beckens. 

Denn normalsaugende Pumpen können zwar auch ansaugen, benötigen dazu aber immer eine vollständig mit Wasser gefüllte Saugleitung. Kommt Luft ins System, bricht die Saugleistung in sich zusammen. Ihr Einbauort muss sich also zwangsläufig unterhalb der Wasseroberfläche befinden, während selbstansaugende Pumpen ihr Domizil auch oberhalb der Wasserlinie beziehen können. Der Fachbegriff für die in der Schwimmbadtechnik zum Einsatz kommenden, selbstansaugenden Pumpen ist übrigens "einstufige Kreiselpumpe". Einstufig heißt, dass ein einzelnes, meist aus Kunststoff gefertigtes Laufrad das Wasser in der Pumpe auf Touren bringt. Und Kreiselpumpe ist gleichbedeutend mit dem sogenannten hydrodynamischen Förderprinzip.

Klingt kompliziert, lässt sich aber ganz einfach anhand einer Alltagsbeobachtung nachvollziehen: Wenn man mit seinem Löffel in einem Wasserglas rührt, steigt die Flüssigkeit am Rand nach oben - je schneller man rührt, umso höher. So ähnlich verhält es sich auch mit der Kreiselpumpe: Je höher die Drehzahl oder je größer der Durchmesser des Laufrads, umso mehr nimmt der Druck zu. Und je höher die Durchgangsbreite der Pumpe, umso größer ist der Volumenstrom.

Filterkorb regelmäßig reinigen

Apropos Drehzahl: Die Elektromotoren in den Schrittmachern rotieren mit fast 3000 Umdrehungen pro Minute. Da können Haare, Fasern oder anderer im Wasser mitgeführter Unrat verheerende Folgen haben. Deshalb verfügen die Pumpen über einen Siebkorb, der groben Schmutz zurückhält. Damit dieser Behälter nicht verstopft und in der Folge den Wasserstrom in die Pumpe behindert, sollte man ihn regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls reinigen. Faustregel: Einmal pro Woche sollten Pool-Besitzer eine Sichtkontrolle machen, damit sie den richtigen Zeitpunkt für das Entleeren und Saubermachen nicht verpassen.

Hilfreich dabei: Einige Pumpen haben einen transparenten Deckel, der eine Sichtkontrolle des Siebkorbs ermöglicht, ohne dafür das meist aus Kunststoff gefertigte Pumpengehäuse öffnen zu müssen. Neben der regelmäßigen Reinigung des Siebkorbs sind vor allen Dingen zwei Punkte für das reibungslose Funktionieren der Schrittmacher entscheidend: Der richtige Einbauort und die sachgemäße Verrohrung.

Grundsätzlich gilt: Saug- und Druckleitung sollten so kurz wie möglich sein, damit das Ansaugverhalten der Pumpe optimal ist. Es empfiehlt sich also ein Einbauort in der Nähe des Pools. Wichtig ist außerdem, die Pumpe ausreichend zu belüften, damit sie nicht überhitzt, und sie schwingungsisoliert aufzustellen, damit sich kein Körperschall übertragen kann. Und wie jedes mit Wasser gefüllte Gerät reagieren Schwimmbadpumpen außerdem empfindlich auf Frost.

Zusammengefasst lässt sich also sagen: Die Pumpe ist ideal aufgehoben an einem warmen, gut belüfteten und für die regelmäßig notwendigen Reinigungs- und Wartungsaufgaben leicht erreichbaren Platz in der Nähe des Beckens. Für die Verrohrung gilt: Wichtig sind die ausreichende Dimension, möglichst kurze Rohre und wenig bis keine Verwinkelungen, die den Widerstand im System erhöhen. Wer alle diese Tipps beherzigt, beschert seiner Pumpe ein langes Leben - und sich selbst jederzeit einladendes Pool-Wasser.

Beckenhydraulik bedeutet vereinfacht: Bewegung von Wasser im Schwimmbecken. Frisches, desinfiziertes Wasser strömt ein, verbrauchtes, "abgebadetes" Wasser strömt aus. Diesen Strömungsprozess bewerkstelligen die Zu- und Abläufe im Schwimmbecken, die idealerweise so eingebaut und angeordnet sind, dass das saubere Wasser möglichst rasch bis in sämtliche Bereiche des Beckens vordringen kann und im Gegenzug das verbrauchte Wasser in einer vorgegebenen Zeit mit seinen Verunreinigungen wieder aus dem Becken verschwindet. Ein Vorgang, der nach dem Verdrängungsprinzip funktioniert: Das verbrauchte Wasser wird durchs Filtersystem geschleust, mechanisch gereinigt und strömt - mit dem Desinfektionsmittel versehen - wieder ins Becken zurück. Die angestrebte Wasserqualität ist allerdings nur gewährleistet, wenn der beschriebene Wasseraustausch, das heißt die Beckenhydraulik, optimal funktioniert. Nur dann kann das zugesetzte Desinfektionsmittel seine keimtötende Wirkung voll entfalten.

Wasseraustausch durch zwei Systeme

Wie funktioniert dieser Austausch? Der jeweiligen Beckengröße und -form entsprechend sind verschiedene Systeme für die Beckendurchströmung üblich: 1. Das Oberflächenreiniger-System (Skimmer) für den Privatbereich. Es funktioniert zwar mit einem geringen technischen Aufwand und ist kostengünstig, verfügt jedoch nur über eine begrenzte hydraulische Wirkung, da hauptsächlich das Oberflächenwasser in die Ansaugöffnung fließt. Das Wasser läuft dann über ein variables Wehr und durch einen Siebkorb hindurch, in dem der grobe Schmutz hängen bleibt. Anschließend führt eine Saugpumpe das Wasser dem üblichen Reinigungsprozess zu. Die Anzahl der Skimmer richtet sich nach der Beckengröße und dem Umwälzvolumenstrom der Filteranlage. Das Wasser strömt über mehrere Einlaufdüsen horizontal in Beckenlängsrichtung ein, das sogenannte Hirschgeweih - ein Prinzip gleicher Strömungswege und gleich langer Rohrleitungen und dadurch gleicher Strömungsvolumen und -geschwindigkeiten - beeinflusst diesen Prozess positiv. Durch zusätzliche, über dem Beckenboden eingelassene Bodenabläufe und eine entsprechende Umstellung im Skimmer können weitere Teilbereiche des Wassers abgesaugt werden. 

Das Überlaufsystem (Überflutungsrinne) für den Privat- und öffentlichen Bereich: Es erfordert zwar eine größere Investition und funktioniert technisch aufwendiger, arbeitet dafür aber wirkungsvoller. Der am stärksten verunreinigte und verkeimte Teil des Wassers läuft wegen des erhöhten Wasserspiegels kontinuierlich, gleichmäßig und schnell über die Überlaufkante der Rinne. Auf diese Weise wird der Wasserbereich mit den stärksten Keim- und Schmutz-einträgen optimal und rasch abgeleitet. In Kombination mit einer darauf abgestimmten Wassereinströmung und -führung gelangt das gefilterte und entkeimte Wasser im gewünschten Zeitrahmen in sämtliche Beckenbereiche - der erzielte Wasseraustausch hat statt gefunden. 

Input und Output optimal abgestimmt

Die Durchströmungsleistung des Oberflächensaugsystems liegt deutlich unter der des Überlaufsystems, selbst wenn versucht wird, dieses Manko durch eine entsprechende Beckeneinströmung auszugleichen. Fakt ist, dass ein Skimmer ein wesentlich geringeres Wasservolumen fassen kann als eine Überlaufrinne. Selbst wenn letztere nur an zwei Seiten eines Pools installiert ist, kann ihre Überlaufbreite wesentlich mehr Wasser aufnehmen als die eines Skimmers und damit auch ein größeres Wasservolumen bewegen und verarbeiten.

Auch die Beckeneinströmung kann in verschiedenen Varianten erfolgen. Üblich sind die Horizontal- und Vertikaldurchströmung, die folgendermaßen funktionieren: Bei der horizontalen Einströmung tritt das saubere Wasser an den jeweils gegenüberliegenden Beckenseiten (als Längs- oder Querdurchströmung) ein, während das gebrauchte Wasser über die Überlaufrinne abfließt. Bei der vertikalen Einströmung dringt das Frischwasser durch Zuläufe im Beckenboden ein und verdrängt durch einen trichterförmigen Aufwärtsstrom das gebrauchte Wasser, das über die Überlaufrinne abfließt. Der Vorteil: Sie eignet sich für jede Beckenform. Wichtig ist es - wie bei dem Oberflächenreininiger-System - bei sämtlichen Beckenein- und -ausläufen auf möglichst gleiche Volumendurchsätze und Strömungsgeschwindigkeiten zu achten.

Fliesenauskleidung

Die Auskleidung von Schwimmbecken mit Fliesen oder Mosaik ist eine Sache für absolute Experten, wie das im Folgenden geschilderte Beispiel zeigt: Bei einem betonierten und mit Mosaik ausgekleideten privaten Schwimmbad zeigten sich nach einer etwa halbjährigen Betriebszeit unschöne, schwarze Flecken im Bereich des Beckenbodens und der Wände. Die Badewasserqualität war völlig einwandfrei. Das Wasser kristallklar, der Gehalt an freiem Chlor mit 0,6 mg/l absolut ausreichend, der pH-Wert mit 7,2 in Ordnung und ein Redox-Potenzial von über 750 mV ein Beweis für eine hohe Keimtötungsgeschwindigkeit. Wie konnten unter diesen Voraussetzungen organische Beläge an Beckenwand und Boden entstehen? 

Zu hohe Alkalität verursacht Probleme

Die Ursache ist mit größter Wahrscheinlichkeit in einer zu hohen Alkalität im Bereich der dünnen Grenzschicht an Beckenboden und Wänden zu suchen. Das Wasser innerhalb dieser durch Adhäsion anhaftenden, dünnen Grenzschicht nimmt nicht an der Umwälzung teil, weshalb die Desinfektion dieses Bereichs nur durch mittels Strömung herangeführtes freies Chlor erfolgen kann. Im Regelfall ist diese Voraussetzung gegeben. Durch den besonders hohen Fugenanteil des verwendeten Mosaiks wird jedoch bei zementärer Verfugung - besonders zu Beginn der Betriebszeit - viel Alkalität an das Beckenwasser abgegeben. Verstärkt wird dies noch durch Hohlräume hinter den Fliesen oder dem Mosaik.

Der relativ hohe Sulfatgehalt des Beckenwassers wurde durch die hier größere Menge an verbrauchtem pH-Senker verursacht und unterstreicht dies. Davon ist vorrangig die Grenzschicht betroffen. Bei Entnahme einer Wasserprobe aus dem Becken zeigt sich nämlich meist - so auch im beschriebenen Fall - ein völlig normaler pH-Wert.Zur Ursachenfindung muss deshalb mit Hilfe einer Pipette die Wasserprobe direkt an der Beckenwand entnommen werden. Dann erst zeigt sich der deutlich höhere pH-Wert in diesem Bereich und damit der wahre Sachverhalt. Es wurde in unserem Fall ferner bekannt, dass ein Mosaik mit rückseitiger Gitternetzverklebung zum Einsatz kam - mit dem Hinweis des beauftragten Handwerkers, dieses Verfahren sei für Schwimmbäder zugelassen. Der Architektenservice der Deutsche Steinzeug Keramik GmbH sagt auf Anfrage dazu: „Pilzbildung in Becken mit Mosaik ist derzeit ein Thema. Der Fachverband kümmert sich darum. Wir haben festgestellt, dass in öffentlichen Bädern dieses Phänomen sehr selten bis überhaupt nicht vorkommt.“ 

Im öffentlichen Bereich ist allerdings eine kontinuierliche Umwälzung gewährleistet. Das Mosaik hat vielleicht eine ,Zulassung’ für Schwimmbäder, aber sicher nicht für Schwimmbecken. Wir verwenden in Schwimmbecken nur Mosaik mit vorderseitiger Folienverklebung. Zulassungen in diesem Bereich gibt es nicht. In diversen Merkblättern ist beschrieben, dass das Netzmaterial nicht organisch sein darf. Bei kleinerem Mosaik sollte die Rückseite frei bleiben, da bei rückseitiger Verklebung die vorgegebene Benetzung der Klebefläche von rund 70 Prozent nicht erreicht werden kann. Bei der Verfugung scheiden sich die Geister. Fazit: Mosaik ohne rückseitige Vernetzung verwenden und nur Verarbeitungsmaterialien mit Zulassung (abP). Umwälzung in Dauerbetrieb. Chlorung nicht vergessen.

Hohlräume sind besonders kritisch

Hohlräume hinter den Fliesen sind die Hauptursache von Reklamationen bei gefliesten Schwimmbecken. Man muss sehr exakt und gekonnt arbeiten, um einen Hohlraumanteil von weniger als 30 Prozent zu erreichen. Erfahrene Fliesenlegermeister arbeiten deshalb im Schwimmbeckenbereich mit dem sogenannten Buttering-Floating-Verfahren. Und das funktioniert so: Der Fliesenleger trägt den Kleber nicht nur auf der Wand, sondern auch auf der Fliese auf. Das ist zwar deutlich zeitaufwändiger und deshalb auch teurer, lohnt sich aber letztlich, denn die größere Benetzung der Klebefläche bewirkt letztendlich eine Reduzierung der Hohlräume. 

Doch was passiert nun, wenn der Fliesenleger schlampt? Über die Fugen dringt Wasser in die Hohlräume ein, kommt dort in Kontakt mit den sehr alkalischen Baustoffen wie Beton, Kleber und zementäres Fugenmaterial. Es entsteht durch die gelösten Stoffe ein Konzentrationsgefälle.Das nun hochalkalische Wasser hinter den Fliesen dringt dadurch - wiederum über die Fugen - ins Becken, erhöht im Grenzbereich den pH-Wert in der Grenzschicht, wodurch in diesem Bereich eine erfolgreiche Desinfektion nicht mehr stattfinden kann.

Bei Problemen genaue Analyse notwendig

Diese Zusammenhänge und die Tatsache, dass der pH-Wert in der Grenzschicht - vor allem in den ersten Betriebsmonaten - abhängig auch von der Qualität der Verfliesung und im besonderen bei zementärer Verfugung deutlich höher ist als der im Beckenwasser gemessene Wert, sind offensichtlich nicht ausreichend bekannt. Nur so ist das Verhalten der für die Verfliesung zuständigen Fachleute in diesem Fallbeispiel zu erklären. Ein dem Autor bekannter, sehr erfahrener Sachverständiger ließ bei Ausblühungen an den Fugen stets in diesem Bereich die Fliesen abschlagen - und fand immer Hohlräume.

Über die Wahl des Fugenmaterials lässt sich streiten. Der Autor vertritt aufgrund seiner langjährigen Erfahrung die Ansicht, dass insbesondere bei Mosaik - infolge des großen Fugenanteils - Epoxifugen die beste Wahl sind. Fachgerecht ausgeführt, sind diese auch für den Bereich von Lebensmitteln geeignet. Bei aufgetretenen Problemen mit Epoxifugen war stets die Ursache in einer fehlerhaften Verarbeitung zu finden. 

Tipps des Experten: Was hilft bei Flecken?

Tröstlich für den Bauherrn ist die Erfahrung, dass sich die Probleme aufgrund abnehmender Alkalität durch Kalkablagerungen und Auswaschung an den Kontaktflächen erheblich reduzieren, fast immer sogar nach einiger Zeit ganz verschwinden. Um eine gründliche Reinigung des vollständig entleerten Beckens mit einem sauren Reiniger kommt man allerdings nicht herum. Die befallenen Stellen sollte man außerdem zusätzlich mit einer Chlorlösung oder einem Algizid behandeln. Wichtig: Vor einer Neubefüllung unbedingt das Becken gründlich ausspülen. Denn Reinigungsmittelreste im Beckenwasser stören die Desinfektion nachhaltig. Ebenfalls ein zentraler Aspekt: Auf jeden Fall dauerelastische Fugen erneuern und zur Neuverfugung nur hochwertiges Unterwassersilikon verwenden.

Folienauskleidung

Wenn eine preiswerte, aber doch langjährig haltbare Auskleidung eines Schwimmbeckens verlangt wird, so werden meistens Schwimmbadfolien genannt. Das sind Abdichtungsbahnen aus PVC oder Flexible Polyolefine (FPO). Sie sind der Klassiker unter den Abdichtungsmöglichkeiten im Schwimmbad. Seit mehr als 30 Jahren haben sie sich als eine preiswerte, sichere Methode bewährt, das Becken dicht zu bekommen. Wegen ihrer vielfältigen Möglichkeiten werden sie auch gerne bei Sanierungen eingesetzt. Der Markt der Anbieter ist überschaubar: Das Material ist ausgereift und seit Jahren in vielen Schwimmbädern im Einsatz. 

Gerne verweisen die Anbieter von Abdichtungsbahnen auf die Langlebigkeit ihrer Folien. Bei richtiger Wasserpflege und regelmäßiger Reinigung können die Dichtungsbahnen über Jahrzehnte halten. Zwar bleichen die Bahnen mit den Jahren ein wenig aus, dies beeinflusst die Haltbarkeit aber nicht. Das Material wird bahnenweise mit Industriefön oder einem Schweißautomaten an der Baustelle im Heißluftverfahren verschweißt.

Gegenstromanlage

Wer sich beim Schwimmen so richtig auspowern möchte, der braucht eine Gegenstromanlage. Mit ihr verwandelt sich selbst ein kleines Becken in eine Fitness-Anlage. Denn der Gegenschub lässt sich so regulieren, dass man auf der Stelle schwimmt und nicht ständig am Beckenrand wenden muss. Und nach dem anstrengenden Training kann man sich zur Belohnung von den Düsen massieren lassen. Das grundsätzliche Funktionsprinzip, nämlich Wasser und Luft unter Druck in den Pool zu pumpen, ermöglicht beides.

Es gilt zu unterscheiden zwischen Gegenstromanlagen für den Einbau und Einhängeanlagen. Einbauanlagen bestehen aus zwei Komponenten: dem Rohbauteil und dem Fertigbauteil. Das Rohbauteil wird entweder einbetoniert (bei Betonbecken) oder mittels Flansch befestigt (bei Fertigbecken). Danach wird die Armatur eingesetzt. Sie besteht aus einer oder zwei Düsen, Bedienelementen zur Luftbeimischung und Regelung der Intensität, Ansauggitter, Haltegriffen, Pumpe und eventuell Scheinwerfern. Eine Blende aus Kunststoff oder Edelstahl verdeckt die Anschlüsse. Auch die Montage in Treppen oder runde Beckenwände ist möglich.

Selbst wenn man aus finanziellen Gründen erst mal auf eine Gegenstromanlage verzichtet, sollte man Vorkehrungen für eine spätere Installation treffen und bereits beim Beckenbau eine Öffnung dafür vorsehen. Diese kann solange mit einer Blindplatte abgedichtet werden. Aber auch ohne Öffnung im Becken muss man auf kraftvollen Schwimmspaß nicht verzichten. Einhängeanlagen lassen sich ohne großen Aufwand nachträglich montieren. Sie eignen sich zudem für den Einbau in Aufstellbecken. Ihr Gehäuse besteht meistens aus Kunststoff und ist so stabil, dass es problemlos als Startblock oder Sitzfläche benutzt werden kann.

Wichtig ist bei allen Gegenstromanlagen, dass das Bedienelement leicht zu erreichen ist. Meistens handelt es sich um einem Pneumatikdrücker, der sich auf der Blende befindet oder das Gerät wird über eine Fernbedienung reguliert. Bei hochwertigen Pool-Anlagen besteht zudem die Möglichkeit der zentralen Steuerung über ein elektronisches Kontrollpanel.

Zur Ausstattung gehören heutzutage nicht nur ein Pneumatikdrücker, sondern auch ein einstellbarer Schub, schwenkbare Düsen und eine regelbare Luftzufuhr. Sie macht den Wasserstrahl weicher. Wenn die Anlage auch für die Massage genutzt werden soll, sind eine Haltestange oder -griffe unverzichtbar, damit man das behandlungsbedürftige Körperteil in Position bringen kann und nicht von der Strömung weggetrieben wird.

Es gibt Anlagen mit einer oder mit zwei Düsen, wobei zwei natürlich eine kraftvollere Strömung produzieren. Je nach Leistung sollten sie zirka 25-30 cm unter der Wasseroberfläche positioniert sein. Der Abstand zu den Seitenwänden sollte mindestens 1,50 m betragen, damit man beim Schwimmen ausreichend Platz hat. Düsen im Doppelpack können entweder nebeneinander oder untereinander angebracht sein. 

Variante Eins erzeugt eine breiter aufgefächerte Strömung, gegen die es sich besser anschwimmen lässt. Variante Zwei hat den Vorteil, dass der Wasserdruck nicht nur auf die Brust des Schwimmers, sondern auch auf die Beine gerichtet ist. 

Starke Pumpen sorgen für einen kräftigen Wasserstrahl. Ihre Leistung liegt zwischen zirka 2kW und bis zu 4kW, wobei grundsätzlich gilt, dass zwei Düsen mehr Power benötigen als eine.

Damit eine Strömung mit Gebirgsbachqualität entsteht, muss die Pumpe zirka 30-70 m3 pro Stunde ausstoßen. Doch die Pumpe stößt nicht nur Wasser aus, sie saugt auch an. Laut den Forderungen der DIN-Norm EN13451-1, darf die Ansaugleistung nicht mehr als 0,5 m/s betragen. Weiterhin muss die Anlage so konstruiert sein, dass die Ansaugung perimetral, das heißt vollflächig am Rande des Geräts, wirkt. Außerdem darf sie nicht – beispielsweise durch Hände – vollständig abzudecken sein. Das würde einen Unterdruck erzeugen, der den Gegenstand festsaugt. Durch die Konstruktion der Blende mit ihren meist ringsum angeordneten Öffnungen ist dies gewährleistet. 

Während bei öffentlichen Bädern die haarfangsichere Ansaugung über eine DIN geregelt ist, gibt es für private Pools keine derartigen Vorschriften. Trotzdem ist bei den leistungsfähigen Pumpen, die auch dort eingesetzt werden, Haarfangsicherheit ein wichtiges Kriterium. Schlussendlich ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Geräte TÜV-geprüft sind, das GS-Zeichen tragen und der Schutzspannung entsprechen.

Isolierstein

Mit den leichten und stabilen Schalungssteinen aus Polystyrol entstehen Schwimmbecken ganz ohne aufwändige Verschalungs- oder Isolierarbeiten. Aufgrund spezieller Konstruktionen und solider Eckverbindungen ist kein Abstützen mehr nötig. Der Schaumstoff, der auch unter dem Markennamen Styropor bekannt ist, sorgt mit seiner hohen Rohdichte (Bezeichnung z.B. PS 40) für eine optimale Wärmedämmung und Oberflächenhärte. PS oder auch P steht für Polystyrol, die Zahl gibt die eigentliche Dichte in kg/m3 an. Je dichter das Material, desto mehr Polystyrol-Kügelchen sind drin. Für die Wärmedämmung wird aber auch Luft benötigt. Studien haben belegt, dass die Wärmedämmung bei etwa 40 optimal ist. Insgesamt befindet sich der Dämmwert von Polystyrol auf einem hohen Niveau.

Trotz allem sind die Hartschaum-Schalungssteine leicht zu transportieren und bequem zu verarbeiten. Dadurch eignen sie sich auch für den Selbstbau. Gerade auf schwer zugänglichen Grundstücken ist der Traum vom eigenen Pool mit den Styropor-Elementen leicht zu realisieren, denn die Hartschaum-Steine lassen sich notfalls über Treppen und durch Wohnräume an den Standort des Schwimmbeckens transportieren. Jede Situation ist ganz ohne Kran zu meistern.

Auf der Grundlage einer Bodenplatte werden dann die Schalungssteine wie Lego-Steine aufeinander gesteckt. Für einen fugenfreien Wandaufbau und eine optimale Folienauskleidung ist eine ebene, sachgerechte Ausführung der Bodenplatte wichtig. Große Steinformate bieten sich für geradlinige Beckenformen an, da sie eine schnelle Verarbeitung garantieren. Gebogene Elemente werden für Sondermaße verwendet, sodass auch freie Schwimmbadformen leicht zu realisieren sind. Wichtig ist die Statik des Beckens und die Maßgenauigkeit.

Für eine gute Stabilität der Schalsteinbecken werden horizontale Eisenstäbe eingesetzt sowie eine vertikale Armierung eingebracht. Diese müssen den statischen Anforderungen gerecht werden und sollten in die Bodenplatte einbetoniert sein. Das Einbetonieren garantiert eine besonders gute Stabilität der Beckenkonstruktion. Die erste Reihe der Schalsteine wird dann über die aus der Platte kommenden Eisen gesetzt. 

Damit die Styropor-Elemente beim Betonverfüllen nicht aufschwimmen, müssen diese mit der Bodenplatte und untereinander verbunden werden. Dies geschieht entweder durch Verkleben mit PU-Montageschaum oder die Steine werden Kabelbinder verbunden. Dasselbe passiert zwischen der ersten Steinreihe und den in die Betonplatte zusätzlich eingelassenen U-Eisen.

Vom Aufbau bis zur Betonbefüllung

Steinreihe für Steinreihe entsteht nun der ganze Beckenkorpus. Diese Arbeit kann gut im Selbstbau übernommen werden. Die Verarbeitung der Schalsteine ist einfach. Ihr geringes Gewicht und das kinderleichte Steckprinzip machen auch Laien mit geringem handwerklichen Geschick zum Baumeister. Mit großen Steinformaten geht der Aufbau natürlich besonders schnell. Bei außergewöhnlicheren Beckenformen mit Rundungen werden spezielle Bogensteine verwendet und manche Schalungssteine müssen dann eben auch einmal eingepasst werden.

Die Elemente aus Polystyrol lassen sich bequem mit einer Säge oder dem Messer zurechtschneiden. So können rechteckige Standardgrößen ebenso verwirklicht werden wie frei geplante Formen. Allerdings muss man bedenken, dass bei unkonventionellen Beckenausformungen auch die Innenverkleidungen individuell angepasst werden müssen. Steht die Hülle aus Schalungssteinen, werden erst die Einbauteile wie Skimmer, Einlaufdüsen oder Scheinwerfer eingebaut. Treppenanlagen aus Polyester, wie zum Beispiel eine Römische Treppe, werden am Stück angesetzt. Am Ende wird wieder der Ringanker aus abgewinkelten Eisenstäben vorbereitet, bevor der Beton eingefüllt wird. 

Für den privaten Bauherrn kommt z.B. auch eine lagenweise Handbefüllung pro Steinreihe in Frage. Besser und einfacher geht es aber mit einer Befüllung per Betonpumpe durch den Fachmann, die bei guter Qualität der Schalungssteine bis zu einer Höhe von 1,50 m problemlos in einem Arbeitsgang ausgeführt werden kann. Bei der Verwendung von Standardbeton dauert es 28 Tage, bis das Becken mit Wasser befüllt werden kann. Mit speziellem Zement wird diese Zeitspanne wesentlich verkürzt. Anschließend wird der Beckenkörper mit einer PVC-Folie ausgekleidet. Dabei hat eine Folienauskleidung auch einen Vorteil: Sie kann bei Verschleiß oder Nichtmehrgefallen einfach ausgetauscht werden. Bei Schwimmbecken mit Standardmaßen bietet sich eine vorgefertigte Einhängefolie an. Diese wird in eine Leiste am Beckenrand eingehängt. Individuelle Beckenformen gleitet der Profi mit Bahnen vor Ort aus und verschweißt diese dann.

Schwimmbecken aus Schalungssteinen warten nicht nur durch den möglichen Einsatz der Eigenleistung mit einigen Vorteilen auf. Mit den leichten Stryropor-Elementen, die nach einem 25 cm Raster geschnitten werden können, lässt sich fast jede Schwimmbadform realisieren. Der gute Dämmwert des Materials hilft Wärmeverluste zu minimieren und die Pool-Bausteine können an jede noch so schwer zugängliche Stelle im Garten gebracht werden.

Mess- und Regeltechnik

Die Mess- und Regeltechnik ist ein Kernstück innerhalb der Wasserpflege. Natürlich kann man sie auch per Hand durchführen und sollte dies auch von Zeit zu Zeit tun, d.h. auch mal den pH-Wert und den Chlorgehalt selbst bestimmen und nicht nur der Technik vertrauen, um ein Gefühl für die richtige Wasserpflege zu bekommen. Aber die automatische Kontrolle ist auf Dauer besser, leichter, sicherer und zuverlässiger, auch wenn sie natürlich bei den Investitionskosten stärker zu Buche schlägt. Denn die Automatik hilft letztendlich, Chemie einzusparen und unter geringem Einsatz von Desinfektionsmitteln ein gepflegtes Wasser zu bekommen.

In der Regel sind es heute drei Werte, die auf den Geräten angezeigt werden: pH-Wert, freies Chlor (wenn Chlor eingesetzt wird, sonst der Gehalt eines anderen Desinfektionsmittels) und das Re¬doxpotential. Der pH-Wert ist eine Maßzahl, die aussagt, wie sauer oder alkalisch ein Wasser reagiert. Der Wert pH 0 steht für stark sauer, pH 7 für neutral und pH 14 für stark alkalisch. Poolwasser sollte idealerweise im Bereich von pH 7 bis 7,4 liegen. Je höher der pH-Wert, also je alkalischer das Wasser ist, desto weniger verträglich ist es für Haut und Augen und es kommt zu unangenehmen Reizungen. Außerdem nimmt die Wirkung des Desinfektionsmittels bei zu hohem pH-Wert ab. 

Aber auch das andere Extrem ist ungünstig: Je weiter der pH-Wert unter 7,0 liegt, desto aggressiver wirkt das Wasser auf Metallteile und Fliesenfugen derengleichen. Liegt der pH-Wert außerhalb des optimalen Bereichs, muss er nachreguliert werden. Je nach Anforderung und Zustand entweder mit pH-senkenden oder pH-hebenden Mitteln. Die pH-Senker sind Säuren. Als pH-Senker eignen sich Natriumhydrogensulfat, Schwefelsäure, Salzsäure und Kohlendioxid. Zur Anhebung sind Natronlauge, Soda und Natriumhydrogenkarbonat geeignet. Wichtig ist, dass die pH-Wert-Einstellung möglichst kontinuierlich, am besten mit einer Dosierpumpe erfolgt, um eine ausreichende, richtige Durchmischung mit dem gesamten Beckenwasser zu erreichen. Deshalb bietet sich hier eine entsprechend leistungsfähige Dosiertechnik an, die auch die meisten Anbieter von Schwimmbadtechnik im Programm haben. Der pH-Wert kann dann ständig über die Mess- und Regeltechnik abgerufen werden. Außerdem geben die Dosierpumpen nur dann Chemikalien in den Aufbereitungskreislauf ab, wenn tatsächlich Bedarf besteht. Unter- oder Überdosierungen sind damit praktisch ausgeschlossen.

Der zweite Messwert ist der Chlorgehalt. Bekanntlich kann aus hygienischen Gründen auf eine permanente Desinfektion des Schwimmbadwassers nicht verzichtet werden. Deshalb sollte im Wasser immer ausreichend Desinfektionsmittel, entweder Chlor oder ein chlorfreies Pflegemittel, vorhanden sein. Die Mittel auf Chlorbasis liegen im Beckenwasser als unterchlorige Säure vor, von der die eigentliche desinfizierende Wirkung ausgeht, und deren Salze, die Hypochlorite. Die unterchlorige Säure und das Hypochlorit bilden zusammen das freie Chlor. Mit den stickstoffhaltigen Verbindungen, die von den Badenden zwangsläufig ins Wasser eingebracht werden, reagiert Chlor zu Chloraminen, dem sog. gebundenen Chlor. Chloramine riechen stechend und reizen Haut und Schleimhäute. Daher ist es das Ziel der Wasserpflege, die Bildung von Chloraminen nach Möglichkeit zu vermeiden. Ein Gehalt von 0,3 bis 0,6 mg/l freies Chlor sollte ständig im Wasser vorhanden sein.

Eine dritte Angabe, die sich oft auf den Geräten findet, ist die Redoxspannung. Was bedeutet das? Vereinfacht ausgedrückt ist die Redoxspannung ein indirekter, aber doch relativ sicherer Maßstab für die Oxidations- und Desinfektionskraft von gechlortem Wasser. Zu beachten ist, dass sich die Spannung mit dem pH-Wert ändert. Faustregel: Bei einem pH-Wert von 6,5 bis 7,5 sollte die Redoxspannung etwa 750 mV betragen.

Osmose

Leider scheint ein Polyesterlaminat nur auf den ersten Blick wasserdicht. Es sind im molekularen Laminat des Polyesters genügend Wege und Löcher vorhanden, durch die Feuchtigkeit von außen nach innen gelangen (diffundieren) kann. Dies ist kein Vorgang von heute auf morgen, sondern erstreckt sich über Jahre hinweg. Dabei setzen die einzelnen Schichten des Beckenkörpers der eindringenden Feuchtigkeit unterschiedliche Widerstände entgegen.

Die wasserdichteste Schicht ist das GelCoat. Diese sollte nie beschädigt sein, denn sonst können Wasser und Feuchtigkeit ungehindert direkt in das Laminat gelangen. Dass Feuchtigkeit langsam in das Polyester eindringt ist eigentlich nicht schlimm, wenn das Laminat perfekt wäre, das heißt, komplett ohne Lufteinschlüsse und Luftblasen laminiert ist.

Aber selbst die perfektesten Kunststoffbauer können kein Laminat liefern, das absolut blasenfrei ist. Und jetzt kommt das eigentliche Problem: In diesen Blasen können sich Reste von ungehärtetem Harz, Härter und Binder aus Glasmatten befinden. Das durch das GelCoat in das Laminat diffundierende Wasser (Wassermoleküle) löst in diesen Blasen diese Rückstände auf. Die Konzentration dieser Rückstände ist in der dabei entstehenden Flüssigkeit höher als in der Umgebung des Laminates. Nun setzt der Osmose-Prozess ein - die unterschiedlichen Konzentrationen versuchen sich auszugleichen. Da aber die reinen Wassermoleküle kleiner sind als die Moleküle der Lösung, können diese auch leichter und schneller durch das Laminat wandern. Die Blasen mit den aufgelösten Rückständen entziehen dem Laminat in der Umgebung die Feuchtigkeit und sammeln diese in den Blasen an. Wenn die Blasen voll sind, üben sie Druck aus, die typischen Osmoseblasen im GelCoat entstehen.

Für eine Osmose-Sanierung wird das vorhandene GelCoat von dem Beckenkörper abgenommen. Es gibt mehrere Verfahren, ein GelCoat vom Beckenkörper abzunehmen. Sandstrahlen, flexen, schleifen, mit Hitze abschälen oder mit der Spezialfräse. Die Spezialfräse hat gegenüber allen anderen Varianten uneingeschränkt den Vorteil, dass diese nach dem Abschälen eine absolut plane Oberfläche hinterlässt (die Frästiefe kann genau eingestellt und beim Fräsen eingehalten werden) und den Einsatz von Füllmaterialien (Spachtel) auf ein Minimum reduziert.

Wenn die Osmose so stark fortgeschritten ist, dass das Laminat nach dem abfräsen stark geschwächt oder durch einzelne Blasennester zu dünn ist, müssen zusätzlichen neuen Laminatschichten aufgebaut werden. Dies ist in den meisten Fällen nicht nötig, da eine Osmosesanierung in aller Regel weit vor diesem Stadium ausgeführt wird. Ganz wichtig ist, dass vor dem Neuaufbau das offene Laminat gut und kräftig mit Wasser ausgewaschen wird, um Säure und Harzrückstände restlos zu entfernen und dass das Laminat vor dem Neuaufbau absolut trocken ist. Dies kann mit speziellen Messgeräten überwacht werden.

Wichtig ist beim Aufbau des Beckenkörpers, dass das nötige Füllmaterial (Spachtel) direkt nach der Versiegelung des offenen Laminates und nicht erst am Ende aufgebracht wird, damit dieses dann durch den anschließenden Neuaufbau in mehreren Schichten ebenfalls absolut wasserdicht abgedeckt ist. Selbstverständlich muss das Füllmaterial (Spachtel) ebenfalls auf Epoxy-Basis sein.

Ozonanlage

Ozon ist nichts anderes als eine instabile Verbindung aus drei Sauerstoffatomen. In den oberen Luftschichten als Filter gegen die gefährlichen UV-Strahlen der Sonne lebensnotwendig, in Bodennähe aber eher unerwünscht, da es auf Mensch und Tier gesundheitsbeeinträchtigend wirkt und Augenbrennen verursacht.

Natürliches Ozon ist in der Luft nur in ganz geringen Spuren enthalten. Denn aufgrund des hohen Energieanteils neigt Ozon dazu, unter Abgabe von Energie wieder zu Sauerstoff zu zerfallen. Auf dieser Tatsache beruhen zwei wichtige Eigenschaften des Ozons: seine hohe Oxidationskraft, die auf die große Reaktionsfähigkeit des atomaren Sauerstoffs zurückzuführen ist und der Zerfall des Ozons ohne unerwünschte Rückstände.

Als Desinfektionsmittel fand es bereits Ende des 19. Jahrhundert in der Trinkwasseraufbereitung Verwendung. Um 1900 wurden die ersten Ozonerzeugungsanlagen auf Basis der von Werner von Siemens entwickelten "stillen elektrischen Entladung" eingesetzt. Für die Schwimmbadwasseraufbereitung wird es in der Regel aus dem Sauerstoff der Umgebungsluft erzeugt und im Bereich der Aufbereitungsstrecke ins Badewasser eingemischt.

Der besondere Vorteil von Ozon: Zum Einen entstehen keine chlorhaltigen Nebenprodukte wie Trihalogenmethane oder Chloramine, die zu Augenreizungen führen können. Zum Anderen ist Ozon unbestritten das stärkste bekannte Desinfektionsmittel und allen anderen Verfahren, auch dem Chlor, in dieser Beziehung überlegen. Es wird deshalb immer dann eingesetzt, wenn hohe Wasserqualität zwingend gefordert ist und die Hygiene besonders im Vordergrund steht. Bei Therapiebecken beispielsweise ist Ozon sogar vorgeschrieben.

Prinzipiell funktionieren alle Anlagen nach dem gleichen Schema: Zwei Elektroden sind durch ein Glas und einen Luftspalt voneinander getrennt. An den Elektroden wird eine hohe Wechselspannung von mehreren 1000 V erzeugt. Durch den Luftspalt wird dann ein Gasstrom geleitet, der aus Luft, mit Sauerstoff angereicherter Luft oder aus reinem Sauerstoff besteht. In dem Gasstrom kommt es zu einer stillen elektrischen Entladung. Dies funktioniert aber nur, wenn das Gas völlig trocken ist. Die Ozonanlage ist deshalb immer mit einer Lufttrocknungsanlage ausgestattet.

Da Ozon unter natürlichen Bedingungen rasch zerfällt, kann es weder in Flaschen transportiert noch anderweitig gelagert, sondern muss direkt vor Ort erzeugt werden. Früher waren Konzentrationen von 20 g Ozon je Kubikmeter Luft üblich. Heute werden aber auch geringere Konzentrationen gefahren. Im Wasser beträgt die Halbwertzeit je nach Temperatur wenige Minuten, in der Luft ca. 20 bis 40 Minuten.

Das Ozonverfahren ist natürlich auch Bestandteil der entsprechenden DIN-Norm 19643 für die Schwimmbeckenwasseraufbereitung. Hier wird die Verfahrenstechnik bei Einsatz von Ozon beschrieben. Dabei wird nach der Ozonzugabe eine Aktivkohleschicht im Filter nachgeschaltet. Die Aktivkohle dient in erster Linie zur Entfernung des übrig gebliebenen Restozons. Somit wird dafür gesorgt, dass kein Ozon direkt in das Beckenwasser gelangen kann. Eine Chlorung des Beckenwassers oder ein alternatives Desinfektionsmittel wird damit auch bei Einsatz von Ozon unabdingbar, obwohl natürlich die benötigten Mengen deutlich geringer sind.

Ozonverfahren

Schon seit langem kommt Ozon im industriellen Bereich in vielerlei Formen zum Einsatz. Einige Wasserwerke könnten ohne die Ozonbehandlung des Rohwassers kein einwandfreies Trinkwasser mehr liefern. Brunnenbetriebe dürfen für die Desinfektion von Mineralwasser keine anderen Stoffe als Ozon verwenden. In der Medizin wird Ozon zur Beschleunigung der Wundheilung eingesetzt. Zahnmediziner setzen Ozon bei Kieferoperationen ein. Und natürlich ist Ozon seit langem ein bewährtes Desinfektionsmittel in der Schwimmbadwasseraufbereitung. In öffentlichen Bädern sowieso und für Therapiebecken ist Ozon sogar vorgeschrieben. Zunehmend werden Kleinozonanlagen auch für das private Schwimmbad angeboten. 

Was ist überhaupt Ozon? Die Luft, die wir atmen, besteht zu etwa 78% aus Stickstoff und zu 21% aus Sauerstoff. Ozon ist also nichts anderes als eine andere Form des Sauerstoffs. Während ein Teilchen Sauerstoff aus zwei Sauerstoffatomen besteht, setzt sich das Ozonmolekül aus deren drei zusammen. Der zweiatomige Sauerstoff bildet in der Luft den Normalfall. Natürliches Ozon ist in der Luft nur sehr gering enthalten. Die drei Atome müssen also mittels Energieaufwand zusammengebracht werden. 

Aufgrund des hohen Energieanteils neigt Ozon dazu, unter Abgabe von Energie wieder zu Sauerstoff zu zerfallen. Auf dieser Tatsache beruhen zwei wichtige Eigenschaften des Ozons: seine hohe Oxidationskraft, die auf die besonders große Reaktionsfähigkeit des Sauerstoffs zurückzuführen ist, und der Zerfall des Ozons ohne unerwünschte Rückstände. Da es sehr schnell zerfällt, kann es weder in Flaschen transportiert noch anderweitig gelagert, sondern muss direkt beim Verbraucher erzeugt werden. 

Dabei werden zwei Elektroden durch ein Glas und einen Luftspalt voneinander getrennt. An die Elektroden wird eine hohe Wechselspannung von mehreren 1000 Volt angelegt. Durch den Luftspalt wird dann ein Gasstrom geleitet, der aus Luft, mit Sauerstoff angereicherter Luft oder aus reinem Sauerstoff besteht. In dem Gasstrom kommt es zu einer stillen elektrischen Entladung. 

In der Schwimmbadtechnik wird das Ozon über eine Vermischeinrichtung dem bereits gefilterten Beckenwasser zugegeben. Eine Bypass-Pumpe führt einen Wasserteilstrom über einen Injektor, der Ozon ansaugt und eine Vermischung des Ozon-Luftgemisches mit dem Umwälzwasser bewirkt. Im Ozon-Reaktionsbehälter erfolgt die Desinfektion bzw. Oxidation des Umwälzwassers, wobei eine Kontaktzeit des Wassers mit dem Ozon von mehr als drei Minuten erforderlich ist. Damit der Restozongehalt im Beckenwasser nicht die vorgeschriebenen 0,05 mg/l übersteigt, ist bei einigen Geräten ein Aktivkohlefilter nachgeschaltet. Auf diesen kann bei Geräten mit geringer Ozonleistung auch verzichtet werden. Bei Privatschwimmbädern sind Anlagen mit einer Ozonproduktion von etwa 10 g/h völlig ausreichend.

Polyesterpool

Schwimmbecken aus GFK gibt es seit den 60er Jahren, und aus den ersten Anfängen einfacher quadratischer Becken entstand mit den Jahren, ähnlich wie im Automobilbau, eine für Laien kaum noch zu durchschauende Angebotsvielfalt mit Größen, Typenklassen und Zubehörlisten. Die Ausstattung reicht, genau wie bei Fliesenbecken auch, von den verschiedensten Treppenformen über Nischen, Wasserattraktionen bis zu Überlaufrinnen und Formteilen. In den vergangenen 40 Jahren hat der Werkstoff GFK seine Belastbarkeit und seine unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten bewiesen, denn er wird nicht nur im Schwimmbeckenbau, sondern auch bei Windkraftanlagen, Flüssigkeitstanks, Kühlcontainern und sogar im Yachtbau verwendet. 

Gerade in den vergangenen Jahren sind die Anforderungen, speziell was die privaten Schwimmbäder betrifft, enorm gestiegen. Das liegt vor allem an den hohen Wassertemperaturen, andere Desinfektionsmethoden und die längeren Nutzungszeiten der Becken. Hierauf hat die Industrie reagiert. Der erste Schritt, nämlich die Oberflächen der Schwimmbecken den gestiegenen Anforderungen anzupassen, ist mittlerweile gelungen. 

Gelegentlichen Osmoseschäden und eventuellem Ausbleichen wurde bei der neuen GFK-Schwimmbecken-Generation in Verbindung mit einem Sandwich-Aufbau und speziellen Sanitäroberfläche Rechnung getragen. 

Wo liegen die Qualitätsunterschiede - Polyesterschwimmbecken zu Ceramic-Schwimmbecken?

Vergleicht man ein qualitativ hochwertiges Polyesterschwimmbecken mit einem qualitativ hochwertigen Ceramicbecken, so gibt es keine gravierende Qualitätsunterschiede. Behauptungen wie: „Der Ceramickern bei Ceramicbecken verhindern die Bildung von Osmose Schäden", sind schlichtweg falsch. Was für die Qualitätskriterien von größter Bedeutung ist: Welche Materialien werden verarbeitet und vor allem wie wird verarbeite, bzw. das „know how“ bei der Produktion.

Poolbauarten

Die Ausrede, ein Schwimmbad sei zu teuer, gilt schon lange nicht mehr. Heute gibt’s Becken für jeden Geldbeutel. Ob kleines Aufstellbecken für die Familie im Garten oder top ausgestatteter Pool - das Angebot lässt nichts zu wünschen übrig. Auch der anspruchsvolle Kunde, der etwas zeitlos Schönes haben will, braucht nicht mehr neidisch auf die Pools in südlichen Ländern zu schauen. Bei uns findet er unter den Fertigbecken eine Vielzahl von interessanten Angeboten. Neben dem klassischen 8 x 4 m-Becken gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Beckentypen, ganz unterschiedlich in Material, Form, Größe und Ausstattung. 

Natürlich sind die Schwimmbecken in Österreich im Vergleich zu den Becken in Frankreich, Spanien oder Italien deutlich kleiner. Dafür können sie aber mit besserer Ausstattung und besserer Technik aufwarten. Das typische Einsteigerbecken aus Stahlwänden und mit Folie ausgekleidet in der Preisklasse bis 8.000 Euro ist nach wie vor häufig gefragt. Gerade in den heißen Sommern der vergangenen Jahre waren diese Pools der große Renner. Die Becken können mit Zubehör so aufgerüstet werden, dass sie nicht mehr als Folienbecken zu erkennen sind. Vor allem auch für Selbstbauer sind die Pools geeignet. 

Eine Stufe höher sind die Schwimmbecken aus Styropor-Steinen angesiedelt, deren Konstruktion flexible Formen erlaubt, da die Steine in unterschiedlichen Größen und Radien zusammengebaut werden können. Anschließend werden sie dann mit Folie ausgekleidet. Ursprünglich aus Österreich kommend wird dieser Beckentyp auch in unseren Nachbarländer immer beliebter. 

Meist in der Preisklasse über 15.000 Euro sind die Kunststoffbecken oder Polyesterpools angesiedelt, in der Regel aus glasfaserverstärktem Polyester (GFK) hergestellt. Die Becken werden fix und fertig im Werk hergestellt, mit Anschlüssen und Verrohrungen versehen an die Baustelle geliefert und dort eingebaut. Sie können ab Werk wie beim Auto auch mit individueller Ausstattung und verschiedenen Farben bestellt werden. Ähnlich wie in der Automobilindustrie ist die Zubehörpalette fast unbegrenzt.

Pools aus Edelstahl bieten eine besonders exklusive Optik. Diese Art des Pools ist die robusteste Art, einen Pool zu bauen. Jedoch sind auch die Anschaffungskosten dementsprechend. Mit Edelstahlpools sind maßgeschneiderte Poollösungen für jeden Geschmack und in jeder Größe möglich.

 

Reinigungsgeräte

Manuell? Automatisch? Oder vollautomatisch? Die Funktion des Filters wurde bereits erklärt und nun ist das Becken selbst an der Reihe. Ein Windstoß löst in diesem Moment von dem nahestehenden Magnolienbaum einige Blütenblätter, hebt diese in die Luft und lässt sie dann verspielt auf die Wasseroberfläche fallen. „Das ist ja ideal. Anhand der Blätter kann man es gut erklären. Schauen Sie, die Blätter werden langsam von dem Skimmer angesaugt und landen in einigen Minuten in dem Skimmerkorb. Um diese Blätter brauchen sie sich nicht mehr kümmern.”. Tatsächlich, langsam aber sicher, dann immer schneller werdend, treiben die Blätter in Richtung Skimmer und verschwinden hinter dem Skimmerwehr. Nicht mehr sichtbar landen sie in dem Skimmerkörbchen. „Würde die Filteranlage immer laufen, würde man nur höchst selten den Boden reinigen müssen – aber leider … !” 

Ja, so ist es. Würde die Filteranlage 24 Stunden laufen, würden die meisten Verunreinigungen, wie Blütenblätter, Pollen, Staub etc. direkt vom Skimmer angesaugt und im Siebkorb oder Filterkessel landen. Sandkörner und kleine Steinchen natürlich nicht. Das Volumengewicht dieser Teilchen ist zu hoch. Aber auch wenn die Filteranlage tatsächlich ständig laufen würde, müsste man hin und wieder den Beckenboden reinigen. Hierfür gibt es verschiedene Hilfsmittel.

 

Manuelle Bodenabsauger

Fast jeder Schwimmbadbesitzer bekommt von seinem Schwimmbadbauer als Grundausstattung eine Teleskop-Stange aus Aluminium, einen Saugschlauch in der entsprechenden Länge und einen Bodenabsauger. Die Stange sollte ausgezogen so lang sein, dass man mit ihr jede Stelle des Beckens erreichen kann. Handelsüblich sind Stangen, die von 1,5 bis 3,0 m bzw. von 2,4 bis 4,6 m ausziehbar sind. Längere Stangen gibt es theoretisch auch, diese sind aber so instabil, dass man nur wenig damit anfangen kann.

Für die meisten Skimmer (Oberflächenabsauger) gibt es flache Kunststoff-Platten mit einer Tülle. Auf die Tülle wird der Saugschlauch gesteckt und die Platte (Skim-Vac) dann auf den Siebkorb des Skimmer platziert. Den Schlauch und die Tele-Stange schließt man dann an den Bodenabsauger an.

Durch den Einsatz der Bodenabsaugplatte wird erreicht, dass grober Schmutz, wie Blätter etc. nicht zur Filteranlage gelangen, sondern gleich im Skimmerkorb hängen bleiben. Der Saugschlauch muß mit Wasser gefüllt werden. Man legt den Bodenabsauger auf den Beckenboden und drückt den Schlauch solange unter Wasser bis dieser den Skimmer erreicht hat. Grund: Die Schwimmbadpumpe fördert nur Wasser, keine Luft. 

Es gibt verschiedene Absaugbürsten. Welche man nehmen sollte, hängt nicht so sehr vom Geldbeutel ab, eher von der Pumpenleistung und Beckengröße. Hier nur einige Hinweise. Hat die Filterpumpe eine geringe Leistung, ist eine kleine Bodenbürste sinnvoll. Ist eine dünne Folie von 0,2 – 0,4 mm im Becken, sollte man von Absaugern mit seitlichen Borsten Abstand halten, denn die Folie könnte sehr schnell perforiert werden. Ist das Becken groß und ist z.B. eine 15 cm³/h-Filterpumpe installiert, kann der Bodenabsauger ruhig auch etwas größer sein, dann ist alles möglich.

Es gibt Menschen, für die stellt das manuelle Absaugen des Beckenbodens den schönsten Moment in der Woche dar. Absolute Ruhe, kein Handy und eine leichte, lockere Arbeit – und wenn es drei Stunden dauert, dann dauert es eben drei Stunden. Ist man fertig, sieht man, was man getan hat. Es gibt aber auch Menschen, die haben weder Zeit, noch Lust, noch die Geduld. Auch für diese gibt es Lösungen.

Ist der Beckenboden stark verschmutzt, z.B. nach einer dreiwöchigen Urlaubsfahrt, sollte man zunächst den Boden mit einer separaten Beckenbürste schrubben. Ist der Schmutz gelöst, muss man die Filterpumpe ausschalten, damit der Dreck sich wieder auf den Boden setzen kann. Dann mit einem Bodenabsauger ohne Bürsten (Flex a Vac) den Boden absaugen. Diese Methode ist schneller und weniger mühevoll. Bei Hallenbädern sollte man eigentlich auf einen manuellen Bodenabsauger mit Teleskop-Stange ganz verzichten. Ausgezogen stößt man leicht mit dem Ende der Stange gegen die Decke, Wände und verursacht leicht Schäden. Hier bietet sich ein Automat an.

Vorteile:

  • Preiswert in der Anschaffung
  • Keine Reparaturen
  • Geringer Verschleiß
  • Man kann ebenfalls die Treppen gut reinigen

Nachteile:

  • Zeitaufwand und Körpereinsatz
  • Die Reinigung wird nach der Anfangsbegeisterung oftmals lästig

Was zu beachten ist:

  • Vor dem Absaugen die Filteranlage rückspülen
  • Arbeitet nach einiger Zeit der Bodenabsauger nicht mehr so wie zu Beginn - Rückspülen!
  • Bei großen Schmutzanfall nach Beendigung nochmals Rückspülen

 

Automaten

Da gibt es zunächst die Gruppe der kleinen Automaten, die über einen Saugschlauch an die Filteranlage angeschlossen werden und somit über die vorhandene Filterpumpe angetrieben werden. Diese Automaten kosten zwischen dreihundert und rund eintausend Euro. Es gibt zwei Grundkonstruktionen: Der Automat baut im Gerät ein Vakuum auf, saugt also, entspannt sich wieder, hüpft dann etwas weiter, baut wieder ein Vakuum auf und so weiter. Diese Geräte sind  zuverlässig, kommen im Laufe der Zeit auch fast überall hin. Wichtig ist bei diesen Geräten die effektive Pumpenleistung.

Oftmals liest man: „Arbeitet ab 5 cbm/h Pumpenleistung”. Ein Versprechen, das auch stimmt. Aber diese Leistung muss dann auch tatsächlich am Gerät messbar sein. Ist der Sandfilter verdreckt und ewig nicht rückgespült, wird diese Pumpenleistung wohl nicht erreicht. Auch nicht, wenn der Siebkorb der Pumpe und des Skimmers seit Anschaffung des Schwimmbeckens nicht geleert wurde.

Bei der alternativen Konstruktion treibt das Wasser saugseitig im Automaten eine kleine Turbine an. Über ein Getriebe wird der Automat vorwärtsbewegt, verändert auch mal seine Richtung und macht das Becken, da auch meist mit einer Bürste versehen, recht gut sauber. Ein typischer Vertreter ist z.B. der „Robby”. Seit fast zwanzig Jahren auf dem Markt, dafür sind aber auch alle Kinderkrankheiten beseitigt.

Vorteile:

  • Für fast jeden Geldbeutel ist das passende Modell erhältlich
  • Je nach Modell sehr zuverlässig und gründlich
  • Geringer Verschleiß
  • Sorgt für eine zusätzliche Wasserbewegung
  • Die meisten Modelle sind recht langlebig

Nachteile:

  • Nicht jedes Modell kommt in die Ecken
  • Treppenstufen müssen manuell gereinigt werden
  • In der Zeit, wo der Automat an die Filteranlage angeschlossen ist, bleibt der Skimmer ohne Funktion (Staub wird nicht angesaugt sondern sinkt auf den Beckenboden)
  • Kann an Leitern oder Treppen hängen bleiben

 

Vollautomaten

Klingt fast so wie „Waschvollautomaten”. Waschen – trocknen – bügeln. Das machen diese Geräte alle nicht. Aber sie sind insofern Vollautomaten, als dass diese Geräte selbstständig, also ohne die installierte Filteranlage arbeiten. Eine eingebaute Pumpe saugt über dem Beckenboden das Schwimmbadwasser an, drückt es durch den im Gerät befindlichen Filterbeutel und das gereinigte Wasser wird wieder ins Becken gedrückt. Diese Geräte gibt es jetzt seit rund dreißig Jahren. Das erste, mir bekannte Modell, war die „Queen”. Königlich, unerschütterlich und sehr schwer, reinigte sie die Beckenböden. Das Modell „Queen” gibt es immer noch und arbeitet genauso zuverlässig wie vor 30 Jahren.

Dann kamen die Leichtbau-Modelle, wobei der Begriff „Leichtbau” nicht negativ besetzt ist. Diese Geräte konnten plötzlich auch die Wand hochklettern und sogar die Wasser-Luft-Linie etwas säubern. Diese Modelle beherrschen heute den Markt.Der technische Aufbau dieser Geräte ist mehr oder weniger identisch. Ein Kunststoffgehäuse mit einer Pumpe. Ein Kabel von 15 bis 20 m Länge, dass an einen Trafo angeschlossen wird. Der Trafo ist generell im Lieferumfang enthalten und liefert eine ungefährliche Gleichstromspannung von um die 24 Volt. TÜV- bzw. GS-Zeichen tragen alle Geräte voller Stolz. Die Pumpenleistung dieser Geräte liegt zwischen 20 und 25 cm³/h.

Das bedeutet, solch ein Automat filtriert in den 3 bis 4 Stunden, die er arbeitet, das Beckenwasser auch noch 2- bis 4-mal. Er reinigt also nicht nur den Beckenboden, er filtriert auch noch zusätzlich das Beckenwasser und er verteilt – wirklich ganz wichtig – sehr gründlich alle Wasserpflegemittel.

Wenn also dem Becken Chlor oder ein Algizid zugegeben wurde, sorgt der Automat dafür, dass diese Wasserpflegemittel schnellstens auch in die äußerste Ecke des Beckens gelangen, so auch auf die Wände.

Wie geht das? Das Prinzip ist recht simpel. Das Gerät saugt den Boden ab, stößt es an die Wand, klettert das Gerät mit seinem Raupenantrieb weiter. Zusätzlich sorgt das aus dem Gerät mit hohem Druck strömende Wasser dafür, dass das Gerät gegen die Wand gedrückt wird. Die Pumpenleistung liegt meistens bei 20 bis 25 cm³/h. Es kann natürlich vorkommen, dass das Gerät die Wand nicht hochklettert. Dann ist entweder der Filtersack schon voll und folglich ist die Pumpenleistung nur noch gering, oder aber die Wände sind sehr glatt, z.B. Glasmosaik, Edelstahlbecken etc. Dann gibt es besondere Bürsten, die man installieren kann – Wunder-Bürsten. Mit diesen Bürsten klappt es dann fast immer. 

Vorteile:

  • Sorgen für eine schnelle und gleichmäßige Verteilung der Wasserpflegemittel
  • Reinigen bequem und zuverlässig den Beckenboden
  • Sorgen für einen jederzeit präsentablen Pool
  • Filtrieren auch das Schwimmbadwasser
  • Sorgen dafür, dass bei Hallenbädern die Decken keine Dellen bekommen

Nachteile:

  • Kosten mehr GEld als manuelle Bodensauger
  • Manche Fabrikate dürfen keinesfalls bei Pools mit einer Salzchlor-Elektrolyse Anlage eingesetzt werden

 

Die Nutzung eines automatischen Schwimmbadreinigers führt zu:

  • Einsparung von Wasser und Energie
  • Unterstützung der Verhinderung der Bildung von Algenkeimen und Bakterien
  • Reduzierung der Anzahl der erforderlichen Rückspülvorgänge

Die Familie der Roboter-Poolreiniger verfügt über einzigartige und patentierte charakteristische Vorteile. Warum ein Poolreiniger? Roboter-Poolreiniger sind die einzig effektive Reinigungsmethode, die sowohl präventive als auch aktive Beckenreinigung ermöglicht. Ein Schwimmbad in seinem Garten zu haben, davon träumen viele. Jedoch kann die Reinigung desselben viel Zeit in Anspruch nehmen. Ein automatischer Schwimmbadreiniger ist die Lösung für dieses Problem. Die meisten Schwimmbäder sind mit Wasserfilteranlagen ausgerüstet, mit denen Blätter und Verunreinigungen entfernt werden können. Wenn aber Verunreinigungen auf den Beckenboden fallen, ist es oft nicht möglich, diese ohne einen automatischen Poolreiniger zu beseitigen. Schließlich verbessert der automatische Schwimmbadreiniger die Wirkungskraft der Produkte zur Wasserbehandlung im Schwimmbecken, da er das Wasser ständig in Bewegung hält wie ein mobiler Bodenabfluss.

Vorteile eines Poolreinigers:

  • Sauberes, von Verunreinigungen befreites Wasser
  • Eigenständige und gründliche Reinigung des Schwimmbads
  • Vollautomatische Entfernung von Fremdstoffen

Rollabdeckung

Was die energiesparenden Maßnahmen betrifft,,sind sich Fachleute einig: Die Abdeckung auf dem Freibad muss sein. EineAbdeckung  <http://www.delfin.co.at/delfin/bierirollschutz>reduziert den Wärmeverlust bis zu 80 %. Bei einer Wassertemperatur von 26° C und einer durchschnittlichen Lufttemperatur von 16° C entsteht ohne Abdeckung ein Wärmeverlust von 3° C pro Nacht. Mit Abdeckung reduziert sich der Verlust auf 1° C. Sehr effizient sind auch Solarabdeckungen, die einen zusätzlichen Wärmespeicher-Effekt und wegen ihrer transluzenten Materialoberfläche auch optische Effekte bieten, z.B. wenn bei Dunkelheit das Licht der Scheinwerfer durch die Abdeckung schimmert.

Wichtig: Wer sich für eine unfallsichere Folienabdeckung interessiert, sollte ein Modell wählen, das die Anforderungen der französischen Sicherheitsnorm NF P90-308 erfüllt. Denn in Frankreich sind geeignete Schutzmaßnahmen vor Unfällen für Pool-Besitzer zwingend vorgeschrieben.

Rollladenabdeckung

Rollladen-Abdeckungen sorgen dafür, dass der eigene Pool auch im Unterhalt erschwinglich bleibt. Ob Frei- oder Hallenbad, eine vollautomatische Rollladen-Abdeckung spart Energie, schont die Umwelt, sorgt für kristallklares Wasser und bietet bei entsprechender Ausführung auch noch Schutz für Mensch und Tier. Die geschlossene Decke einer Rolladen-Abdeckung reduziert das Licht für Algenwachstum und schützt den Pool vor Grobverschmutzung.

Das Prinzip einer Rollladen-Abdeckung ist einfach: Die eigentliche Abdeckung besteht aus PVC-Lamellen, die mittels Nut und Feder miteinander verbunden und an den Enden wasserdicht verschlossen sind. Auf einer Edelstahl- oder Aluminiumwelle aufgewickelt, lässt sich die Abdeckung mittels Motor frei auf der Wasseroberfläche auf- und zufahren. 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Einbauvarianten: ober- oder unterirdisch. Bei einer oberirdischen Abdeckung befindet sich die Aufwickelvorrichtung (Aufwickelwelle und Antrieb) außerhalb des Beckens und oberhalb des Wasserspiegels. Unterirdische Abdeckungen werden unter der Wasseroberfläche installiert, d.h. auf oder unter dem Beckenboden oder in einem separaten Schacht hinter dem Pool. In den meisten Fällen liegt das dazugehörige Antriebssystem seitlich in einem separaten Motorschacht und wird von dort aus durch eine Wanddurchführung mit der Aufwickelwelle verbunden. Die Wahl der Einbauvariante richtet sich nach den baulichen Rahmenbedingungen vor Ort und ist maßgeblich davon abhängig, ob eine Abdeckung bereits bei der Beckenplanung berücksichtigt wird oder nachträglich eingebaut werden soll. 

Im Schnitt ist eine Rollladen-Abdeckung in der Lage, rund 80 Prozent des gesamten Energieverbrauchs einzusparen. Wichtig für die Berechnung des möglichen Energieeinsparpotenzials durch eine Rollladen-Abdeckung ist die genaue Kenntnis aller Energieparameter in einem Schwimmbad, wie Energieverlust an das Erdreich, Frischwasserzufuhr, Konvektion, Wärmestrahlung und Verdunstung. Liegen Eckdaten über Schwimmbadgröße, Badesaison, Lage des Schwimmbades, die gewünschte “Wohlfühltemperatur” und einige wenige weitere Angaben vor, lassen sich die Unterhaltskosten individuell für jeden Kunden berechnen. Das Ergebnis lässt so manchen staunen, die Karte für das städtische Freibad ist meist teurer.

In der Zeit von Mai bis September, mit einer Wassertemperatur von 26 Grad und einer durchschnittlichen Öffnungszeit von einer Stunde täglich, liegen die Energiekosten eines 4 x 8 m großen Freibades beispielsweise bei nur 1,32 Euro täglich. Es gibt auch Rollladen mit Solareigenschaften. Die Wirkungsweise: Sonnenstrahlen durchdringen die transluzente Oberseite des Rollladens und treffen auf die schwarze Unterseite. Die so entstandene Wärme wird durch die Berührung mit der Wasseroberfläche weitergegeben. 

Nicht immer ist die Energieeinsparung ausschlaggebendes Argument für die Anschaffung einer Schwimmbad-Abdeckung. Wer Kinder hat, für den sind Unfallschutz und Sicherheit besondere Themen. Der Dreikammer-PVC-Hohlprofil-Rollladen verfügt durch die spezielle Formgebung über besonders gute Schwimmeigenschaften. Ist das Schwimmbecken mit einem dreiseitigen Handlauf oder einem rund 10 cm breiten Beckenrand ausgestattet, kann eine Rollladen-Abdeckung notfalls sogar einen Menschen tragen. 

Der Faszination von reinem, belebendem und kristallklarem Wasser können sich nur wenige entziehen. Doch Algen und anderer Unrat lassen sich oft nur mit Wasserpflegemitteln bekämpfen.

Die geschlossene Decke einer Rollladen-Abdeckung reduziert das benötigte Licht für Algenwachstum und schützt den Pool vor Grobverschmutzung. Wird die Anlage geöffnet, transportiert sie den Schmutz, wie beispielsweise Blätter, in Skimmernähe. Dort kann er leicht entfernt werden.

Noch einmal zurück zum Thema Energie. Entgegen einer weit verbreiteten Vermutung ist auch im Hallenbad der Energieeinsparungseffekt beachtlich, denn weniger Verdunstung bedeutet kürzere Laufzeit der Entfeuchtungstruhe und darüber hinaus Schutz der Bausubstanz durch weniger Luftfeuchtigkeit.

Rückspülen

Damit der Filter das Pool-Wasser zuverlässig sauberhalten kann, wird das Filtermaterial regelmäßig durch eine Umkehr der Fließrichtung gereinigt - vom Experten als Rückspülung bezeichnet. Wir erklären, was es dabei zu beachten gilt. Und stellen interessante technische Lösungen rund um dieses Thema vor. Brillantes, glasklares Wasser - das ist es, was jeder Pool-Besitzer in seinem Becken vorfinden will. Daher benötigt jedes Schwimmbad einen leistungsfähigen Filter. Je besser dieser Filter seine Aufgabe erledigt, umso mehr Schmutzpartikel aus dem Beckenwasser sammeln sich in seinem Inneren an. Und deshalb muss der Pool-Besitzer das Filtermaterial regelmäßig reinigen. Bei einem Pool-Filter artet die regelmäßig durchzuführende Grundreinigung nicht in eine anstrengende Putzorgie aus. Das Verfahren ist hier so einfach wie bequem: Die Fließrichtung des Wassers wird einfach umgekehrt und seine Fließgeschwindigkeit erhöht. Experten nennen das Prozedere Rückspülung. 

Rückspülung wichtig für die Wasserqualität

Und so funktioniert’s: Die Rückspülung wirbelt das Filtermaterial auf und die einzelnen Elemente - also zum Beispiel die Sandkörner - reiben aneinander. Die Schmutzpartikel lösen sich und das vorbeifließende Wasser nimmt sie auf. Positiver Nebeneffekt: Die Rückspülung lockert das Filtermaterial wieder auf. Ist der Rückspülvorgang beendet, wird das Spülwasser zusammen mit den ausgespülten Schmutzpartikeln und dem durch die Reibung entstehenden Filtermaterialabrieb in den Abwasserkanal des Hauses geleitet und durch Frischwasser ersetzt - in der einschlägigen Fachliteratur als Klarspülen bezeichnet. 

Viele hochwertige Filter verfügen übrigens über ein Schauglas, damit der Nutzer sieht, wann das Wasser im Filter wieder klar ist und nicht zu lang klarspült. Das verhindert unnötigen Wasser- und Energieverbrauch - schließlich muss das nachgefüllte Wasser erst wieder auf die gewünschte Badetemperatur erwärmt werden. Durch das regelmäßige Rückspülen seines Filters verhindert der Pool-Besitzer das Verbacken und Verkleben des Filtermaterials - und damit das gefürchtete Verkeimen, das zu einer schlechteren Wasserqualität und einem erhöhten Verbrauch an Wasserdesinfektionsmitteln führt. Bei einer Filteranlage kommt es also nicht nur darauf an, wie gut sie die Schmutzpartikel aus dem Pool-Wasser herausfiltert - sondern auch darauf, wie gut sie diese Partikel bei der Rückspülung wieder abgibt. Falls der Rückspülvorgang nicht optimal verläuft, wird das Filtrationsergebnis nämlich von Mal zu Mal schlechter. Wer bei seiner Filteranlage auf ein bewährtes Qualitätsprodukt zurückgreift, erhält beim Kauf dank der oft jahrzehntelangen Erfahrung der Hersteller mit ihren Filtern deshalb auch exakte Angaben für das richtige Durchführen der Rückspülung. 

Herstellerangaben auf jeden Fall beherzigen

Keine Unterschiede machen die Hersteller im Regelfall bei der Frequenz: Mindestens einmal pro Woche sollte der Schwimmbadeigner seinen Filter rückspülen. Und außerdem immer dann, wenn er den Boden und die Wände seines Pools, entweder von Hand oder mithilfe eines Pool-Saugers, gereinigt hat. Denn dieser Prozess wirbelt eine Menge Schmutz auf, der anschließend im Filter hängen bleibt. Je nach Bauart und Dimensionierung des Filters machen die Entwickler allerdings bei zwei anderen für den Erfolg der Rückspülung zentralen Parametern teils deutliche Unterschiede: der optimalen Fließgeschwindigkeit des Wassers und der empfohlenen Rückspüldauer. Hier gibt nämlich jeder Hersteller auf der Basis seiner Versuche und der Erfahrungen aus der Praxis seine eigenen Empfehlungen heraus. 

Ausgereifte Lösungen für jeden Anspruch

Zentrales technisches Bauteil ist das Rückspülventil. Zwei Bauarten haben sich auf dem Markt durchgesetzt. Standard sind heute die sogenannten Sechs-Wege-Ventile. Über einen Griff stellt der Nutzer die gewünschte Betriebsart und damit auch die Fließrichtung des Wassers ein.Bequemer und vor allen Dingen sicherer wird der Prozess, wenn der Pool-Besitzer dieses Ventil um eine Automatik und eine Filtersteuerung ergänzt. Dann ist auf jeden Fall gewährleistet, dass die Rückspülung in der richtigen Frequenz und Länge erfolgt. Im High-End-Bereich kommen immer häufiger auch die sogenannten Stangenventile zum Einsatz, auch als Rückspülautomat bezeichnet. Ihre wichtigsten Vorteile: Sie erreichen deutlich höhere Rückspülgeschwindigkeiten, weil der Druckverlust viel geringer ist. Außerdem muss die Umwälzpumpe - im Gegensatz zu den Sechs-Wege-Ventilen - beim Umschalten zwischen den Betriebszuständen nicht ausgeschaltet werden. Ob manuell oder automatisch - wichtig ist auf jeden Fall, dass Pool-Besitzer der Rückspülung des Filters die gebotene Aufmerksamkeit schenken.

Salzanlage

Auch den Besitzern von Privatschwimmbädern wird mittlerweile ein interessantes Angebot an Elektrolyseanlagen für den eigenen Pool geboten. Chlor aus Salz ist eine Alternative zur Verwendung von Chlorbleichlauge aus Kanistern oder Chlortabletten. Durch Elektrolyse kann aus einer wässrigen Salzlösung Chlorgas erzeugt werden. Außer Chlor entstehen hierbei auch zwangsweise Wasserstoff und Natronlauge (NaOH). 

Für das Schwimmbad gibt es eine Reihe von Verfahren, die nach dieser Methode funktionieren. Am einfachsten ist es, dem Beckenwasser Salz zuzugeben und diese künstlich angesetzte "Sole" an einem Elektrodenpaar unter Gleichspannung zu setzen. Diese Elektrolysegeräte arbeiten geräteabhängig mit einer Salzkonzentration von ca. 1 - 4 g pro Liter. Die bei der Filterrückspülung auftretenden Salzverluste müssen von Zeit zu Zeit ergänzt werden. 

Bei diesen im unteren Preissegment angebotenen Geräten ist zu beachten: Im Wasser schwimmen neben den für die Elektrolyse erforderlichen Natrium- und Chlor-Ionen auch Calcium- und Hydrogencarbonat-Ionen. Diese bewegen sich genauso zum Plus- oder Minuspol und werden dort ebenfalls entladen. Für die Elektroden stellt dies eine Belastung dar. Sie müssen deshalb gereinigt werden, da sonst der Stromfluss aus der Gleichspannungsquelle nicht mehr aufgebracht werden kann. Bei den neueren Gerätegeneration wir durch die automatische Umpolung der Elektroden eine Ablagerung an den Elektroden verhindert, dadurch entfällt die periodische Reinigung.

Sandfilter

Dem Poolfilter kommt eine tragende Rolle bei der Wasseraufbereitung im Schwimmbad zu: Je besser er unerwünschte Stoffe aus dem Beckenwasser fischt, umso höher ist die Wasserqualität. Wir erklären, wie sie funktionieren und worauf bei der Auswahl zu achten ist.

Die individuellen Vorlieben bezüglich Gestaltung, Ausstattung und Bauart mögen unterschiedlich sein, in einem Punkt sind sich aber aktuelle und zukünftige Pool-Besitzer einig: Das wichtigste Ziel bei Planung und Bau eines Schwimmbeckens ist quellfrisches, geruchloses und klares Beckenwasser.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein Bauteil besonders wichtig: der Pool-Filter. Schließlich wird ein Teil des Beckenwassers permanent durch die Skimmer oder über die Überlaufrinne aus dem Pool in den Aufbereitungskreislauf befördert und durch die Umwälzpumpe dem Filter zugeführt, der dann die Aufgabe erfüllt, dem Badewasser nicht erwünschte Stoffe wie Haare, Textilfasern oder Hautschuppen zu entziehen.

Die gebräuchlichste Bauart bei privaten Schwimmbädern sind Sandfilter. Als Filtermaterial kommt hier spezieller Quarzsand zum Einsatz, an dessen feinen Körnern sich die Schmutzpartikel beim Passieren anlagern. Seit einiger Zeit macht allerdings auch speziell behandeltes Glasgranulat als neues Filtermaterial von sich reden. Auf dem Markt für private Pools buhlen vor allen Dingen zwei Bauarten von Schwimmbadfiltern um die Gunst der Kunden: Ein- und Mehrschichtfilteranlagen. 

Während die deutlich preiswerteren Einschichtanlagen nur über eine wirksame Filterschicht verfügen, haben Mehrschichtfilter deren zwei: nach der Sandschicht passiert das Wasser hier noch eine weitere Schicht, die meist aus Aktivkohle oder artverwandten Materialien besteht. Dadurch entziehen Mehrschichtfilter dem Wasser auch feinste Geruchs- und Geschmacksstoffe. Besonders wichtig für die Leistungsfähigkeit eines Filters ist neben dem Filtermaterial vor allen Dingen eine optimale innere Wasserverteilung, damit das Wasser gleichmäßig über die gesamte Filterfläche verteilt wird und keine Totzonen entstehen können, in denen es nicht zu einer Durchströmung kommt und das Filtermaterial deshalb verbacken oder gar verkeimen kann.

Renommierte Hersteller greifen hier teils auf mehrere Jahrzehnte Erfahrung zurück und bieten deshalb Produkte an, mit denen der Kunde immer auf der sicheren Seite ist. Wer hier spart, spart definitiv an der falschen Stelle. Denn je besser der Filter seine Aufgabe erledigt, umso besser ist die Wasserqualität und umso geringer ist der Verbrauch an Wasserpflegemitteln. Denn was nicht da ist, muss die Pool-Technik auch nicht durch Desinfektion unschädlich machen. 

Die Kehrseite der Medaille: Je wirkungsvoller der Filter arbeitet, umso mehr Schmutzpartikel sammeln sich in seinem Inneren an - ähnlich wie bei einem Staubsauger. Und deshalb muss der Pool-Besitzer das Filtermaterial regelmäßig reinigen. Doch keine Angst: Bei einem Pool-Filter artet die regelmäßig durchzuführende Grundreinigung nicht in eine anstrengende Putzorgie aus. Das Verfahren ist hier so einfach wie bequem: Die Fließrichtung des Wassers wird einfach umgekehrt und seine Fließgeschwindigkeit erhöht. Experten nennen das Prozedere deshalb folgerichtig Rückspülung. Und so funktionierts: Die Rückspülung wirbelt das Filtermaterial auf und die einzelnen Elemente - also zum Beispiel die Sandkörner - reiben aneinander. Die Schmutzpartikel lösen sich dadurch und das vorbeifließende Wasser nimmt sie auf.

Positiver Nebeneffekt: Die Rückspülung lockert das Filtermaterial wieder auf. Ist der Rückspülvorgang beendet, wird das Spülwasser zusammen mit den ausgespülten Schmutzpartikeln und dem durch die Reibung entstehenden Filtermaterialabrieb in den Abwasserkanal des Hauses geleitet und durch Frischwasser ersetzt - in der einschlägigen Fachliteratur als Klarspülen bezeichnet. Eine Filteranlage arbeitet also in drei Betriebszuständen: filtern, Filter rückspülen und klarspülen.

Hochwertige Filter verfügen übrigens oft über ein Schauglas, damit der Nutzer sieht, wann das Wasser im Filter wieder klar ist und nicht übermäßig lange klarspült. Das verhindert unnötigen Wasser- und Energieverbrauch - schließlich muss das nachgefüllte Wasser erst wieder auf die gewünschte Badetemperatur erwärmt werden. Durch das regelmäßige Rückspülen seines Filters verhindert der Pool-Besitzer das Verbacken und Verkleben des Filtermaterials und damit das gefürchtete Verkeimen, das nicht nur zu einer deutlich schlechteren Qualität seines Badewassers, sondern auch zu einem erhöhten Verbrauch an Wasserdesinfektionsmitteln führt. Schließlich befinden sich die Schmutzpartikel solange im Wasserkreislauf, bis sie durch die Rück- und die daran anschließende Klarspülung endgültig in den Kanal gelangen - auch wenn man sie im Wasser nicht mehr sieht.

Bei einer Filteranlage kommt es also nicht nur darauf an, wie gut sie die Schmutzpartikel aus dem Pool-Wasser herausfiltert sondern auch darauf, wie gut sie diese Partikel bei der Rückspülung wieder abgibt. Falls der Rückspülvorgang nicht optimal verläuft, wird das Filtrationsergebnis nämlich von Mal zu Mal schlechter. Wer beim Kauf eines Pool-Filters auf ein bekanntes und bewährtes Qualitätsprodukt zurückgreift, erhält deshalb auch exakte Angaben für das richtige Durchführen der Rückspülung.

Schiebehallen

Bauherren, die sich für eine Schiebehalle entscheiden, bekommen beides: im Sommer den Genuss eines Freibades mit dem Himmel über sich und dem Garten vor sich und in der Übergangszeit die Möglichkeit, unter dem Schutz der Schiebehalle den Pool auch im Frühjahr und Herbst nutzen zu können. Manche Bauherren baden dank ihrer Schiebehalle in ihrem Pool sogar ganzjährig, also auch im Winter. Bei Bedarf bringt ein Heizlüfter den Raum kurzfristig auf Badetemperatur. Dann reicht die Temperatur aus, um eine halbe Stunde oder länger baden zu können. Anschließend lassen sich die Segmente einfach wieder aufschieben und die feuchte Luft entweicht ins Freie.

Eine Überdachung, selbst im Kleinformat, besitzt viele Vorteile: Sie schützt den Pool vor Schmutz, Laub und Kleintieren, sie schützt vor unbefugter Nutzung des Pools durch die eigenen oder des Nachbarns Kinder, weil viele Modelle abschließbar sind, und sie schützt das Wasser vor dem Auskühlen. In geschlossenem Zustand heizt sich die Luft unter den Scheiben stark auf. Jeder, der beispielsweise einen Wintergarten hat, kennt die Wärmeentwicklung, die hier entsteht. Die Wärme überträgt sich aufs Wasser bzw. verhindert wirksam ein Auskühlen des Beckens, was bekanntermaßen auch schon bei mäßigem Wind passiert. Um die Kondensatbildung an den Scheiben zu minimieren, empfiehlt sich in jedem Fall zusätzlich eine Abdeckung.

Trotz ihrer Größe lassen sich Schiebehallen einfach per Hand aufschieben. Die Konstruktion besteht nämlich aus mehreren Segmenten, von denen in der Regel eines der äußeren, manchmal auch beide äußeren fest fixiert sind. Alle anderen Segmente, und das können rein theoretisch beliebig viele sein, sind frei in beide Richtungen verschiebbar. Und zwar kinderleicht per Hand. Die Segmente, meist Aluminiumkonstruktionen mit durchsichtigen Kunststoff- oder Sicherheitsgläsern, sind nicht annähernd so schwer, wie sie vielleicht auf den ersten Blick aussehen. Diese Konstruktionen halten die in unseren Breitengraden üblichen Stürme sicher stand und sind auch weitestgehend schneelaststabil. Gleichzeitig sind sie dank der Gummilippen an den Profilen dicht gegen Regen oder Schnee. Wurde eine der Scheiben doch mal beschädigt, so kann diese ausgetauscht werden. 

Wer es ganz komfortabel mag, kann auch auf eine Fernbedienung zurückgreifen. Manchmal wird die Schiebehalle auch direkt ans Haus gebaut, um einen trockenen Zugang zum Pool zu bekommen. Seitliche Schiebetüren und eine kippbare Stirnwand, beides abschließbar, gehören ebenfalls zum Lieferprogramm vieler Firmen.

Schwalldusche

Wasserattraktionen gibt es in den verschiedensten Variationen. Das Wasser sprudelt, fließt, blubbert, es wird bewegt, gespritzt, gesprüht, mit oder ohne Luftzusatz. Besonders Schwallduschen wecken – dem Vorbild der Natur folgend – die Begeisterung für das sinnliche Erleben des Elementes Wasser.

Es gibt heute kaum noch ein Privatschwimmbad, das nicht über Wasserattraktionen im Pool oder am Beckenrand verfügt. In den meisten Hotelbädern und öffentlichen Anlagen gehören sie bereits zum Standard – ob als üppiger Wasserfall, geschlossener Vorhang oder gezielt gerichteter Massagestrahl mit verschiedenen Strahlarten und -stärken. Das Spiel des plätschernden Wassers mit Luft und Licht bringt Leben ins Wasser. Mit einer integrierten Beleuchtung lassen sich zusätzlich interessante Effekte erzielen.

In den Wasserschwallsystemen steckt aber noch mehr. Herabstürzendes Wasser hat für den Badenden eine gesundheitsfördernde Wirkung, die durch das Rauschen und die Bewegung des Wassers optisch und akustisch noch verstärkt wird. Die sanfte Massagewirkung eines kraftvollen Wasserschwalls auf Oberkörper, Nacken und Schultern entspannt Körper und Geist. Das Wasser bewirkt ein Gefühl der Belebung, Aktivierung und Erfrischung. Die Hydromassage beeinflusst auch Haut, Bindegewebe und Muskulatur positiv. Das Wasser belebt den Kreislauf, verbessert die Durchblutung und löst Verspannungen.

Wichtig ist, dass das Wasser fast drucklos aus der Maulöffnung der Schwalldusche fällt, sodass ein gleichmäßiger Wasservorhang entsteht. Der Wasserstrahl muss in sich geschlossen sein, darf nicht abbrechen und nicht gespalten sein. Deshalb sind Form und Konstruktion der Schwalldusche sehr wichtig: Sie beeinflussen den Lauf des Wassers. Varianten gibt es viele: Mit einer entsprechenden Auslaufkonstruktion, dem dazugehörigen Wasservolumen und der -geschwindigkeit lassen sich unterschiedliche Massageeffekte erreichen. Weich, hart, pulsierend, fächerartig, in individuell gewünschter Strahlhöhe und Wurfweite – so können einzelne Körperpartien gezielt behandelt werden.

Dabei sind die Temperaturen von Pool-Wasser und Wasserstrahl identisch. Denn die Schwalldusche ist in den Beckenwasserkreislauf eingebunden – aus ihrer Austrittsöffnung, dem Maul, kommt also Beckenwasser heraus. Es wird direkt aus dem Pool mit einer Pumpe angesaugt. Alternativ dazu wird bei Becken mit Überlaufrinne das Wasser dem Schwallwasserbehälter entnommen. Die Pumpe wird verschieden stark ausgelegt, abhängig von der Maulbreite – also der Austrittsöffnung – und den Erwartungen der Nutzer.

Bedienen lässt sich die Pumpe manuell vom Beckenrand oder Technikraum aus oder durch eine Schwimmbadsteuerung. So lassen sich auch bestimmte Zeitintervalle programmieren. Neben der Pumpe spielen auch die Einbauteile eine wichtige Rolle. Das sind zum Einen die Befestigungen für die Schwalldusche, aber zum Anderen auch die Absaugung, mit der sich die Pumpe das Wasser holt. Um ein Schwallsystem zu betreiben, wird eine Ansaugung aus dem Becken benötigt.

Für ein sicheres Ansaugen sollten die aktuellen Vorschriften (DIN EN 13451 Schwimmbadgeräte und DIN EN 15288 Schwimmbäder) beachtet werden. Attraktionen sollten über zwei Ansaugstellen verfügen. Ist nur eine Ansaugung vorhanden und wird diese durch den Körper eines Badenden verdeckt, entsteht ein Unterdruck, die Person wird durch den Saugdruck festgehalten und kann sich nur schwer selbst wieder befreien. Bei zwei Ansaugstellen kann die Pumpe weiter Wasser ziehen – es entsteht kein Unterdruck. 

Nachdem die Pumpe das Wasser angesaugt hat, erzeugt sie unten – am Fuß der Schwalldusche – Druck, um das Wasser nach oben zu transportieren. Dort wird die Schwalldusche breiter, dadurch reduziert sich der Druck und das Wasser fließt gleichmäßig und drucklos aus der Mundöffnung. Schwallduschen gibt es in verschiedenen Größen, Formen und Leistungsstärken. Es gibt freistehende, gerade und halbrunde Varianten oder Modelle für den Wandeinbau. Auch individuelle Lösungen sind gefragt: Neben den Standardmodellen werden zunehmend auch Sonderformen gebaut. 

Meist werden Schwallduschen und Strahlanlagen am Beckenrand mit einem speziell für Beton geeigneten Einbausatz installiert. Für Fertigbecken gibt es ebenso entsprechende Einbauteile. Sie werden mittels Gewinde oder mit einer lösbaren Flanschverbindung installiert. Der Wasserstrahl sollte so ausgerichtet werden, dass der Beckenumgang nicht feucht wird. Schwallduschen bestehen in der Regel aus korrosionsbeständigem Edelstahl, meist in V4A-Qualität, wobei der Begriff nicht präzise ist. Denn alle Edelstähle haben Kennnummern. Die Kennnummer für hochwertigen Stahl ist die 1.4571. Diese Edelstähle sind für eine Chloridbelastung bis 500 mg/l geeignet. Für alle Pools, die mit Solewasser (Salzwasser) betrieben werden, sollte der höherwertigere Edelstahl 1.4539 verwendet werden. 

Zusätzlich können die Oberflächen gebeizt werden, um sie vor Korrosion zu schützen. Mattierter Edelstahl hat den Vorteil, dass Wasserflecken weniger sichtbar sind und das starke Spiegeln in der Sonne im Vergleich zu polierten Flächen reduziert ist. Die Edelstahloberfläche kann auch farbig beschichtet werden, sodass sie sich der Umgebung farblich anpasst oder in kräftigen Farben einen attraktiven Blickfang darstellt. Als Alternative zum Edelstahl gibt es auch Schwallduschen aus anderen Materialien, zum Beispiel aus Carbon-Fasern. Selbst Pools, die ihr Dasein noch ohne Attraktionen fristen, kann geholfen werden: Schwalleinläufe gibt es auch zum nachträglichen Einbau.

Schwimmbadsteuerung

Immer leistungsfähiger, immer leichter zu bedienen: Die modernen automatischen Steuerungen sorgen nicht nur für optimales Pool-Wasser, sondern befehligen zuverlässig praktisch sämtliche Installationen in Pool- und Wellness-Anlagen. Wir sagen Ihnen, was diese cleveren Geräte alles können. 

Mit den automatischen Steueranlagen für das heimische Schwimmbad oder das Private Spa verhält es sich im Prinzip wie mit dem Automatikgetriebe im Auto: Natürlich kann der Besitzer auch manuell schalten und walten. Aber mit den elektronischen Helfern ist es einfach viel komfortabler. Vollständigen Kontrollverlust muss trotzdem niemand befürchten: Natürlich ist bei den Steuergeräten, genau wie bei einem modernen Automatikgetriebe auch, der manuelle Eingriff in das Programm jederzeit möglich. 

Wassertemperatur erhöhen? pH-Wert überprüfen? Den Gehalt des Wassers an Wasserdesinfektionsmittel messen? Die Rollladenabdeckung öffnen oder schließen? Ein paar Zugriffe mittels Touchscreen oder Tasten - und das Steuergerät führt den Auftrag aus oder stellt die gewünschte Information bereit. Teilweise muss der Herr oder die Dame des Hauses dazu noch nicht einmal selbst vor Ort sein. Denn einige der Geräte übermitteln ihr Wissen - sprich die aktuellen Messwerte - auf Wunsch auch per SMS auf das Handy des Besitzers oder per E-Mail an seinen Computer. Der kann dann ganz einfach mit seinem Smartphone oder seinem PC Änderungen vornehmen. 

Wer es ganz bequem haben will, lässt die Messwerte oder auch die Füllstände der Wasserdesinfektionsmittel direkt zu seinem Schwimmbadbauer übertragen - und der weiß dann ganz genau, was er wann zu tun hat. So können die Besitzer zum Beispiel unbesorgt in einen längeren Urlaub starten und ihre Pool- oder Wellness-Anlage ist trotzdem jederzeit bestens umsorgt. 

Kein Wunder, dass gerade die Besitzer aufwändiger Pool- und Wellness-Anlagen dieses nützliche Extra nicht mehr missen möchten. Schließlich werden die zentralen Steuereinheiten einerseits immer ausgefeilter. Und andererseits machen es die Hersteller den Nutzern immer leichter, diese komplexe Technik sicher und fehlerfrei zu bedienen.

Viel zu tun gibt es für die Besitzer automatischer Steuerungen ohnehin nicht: Meist stellt der Hersteller, der nicht selten zusätzlich der Lieferant der gesamten Wasseraufbereitungsanlage und weiterer Elemente des Schwimmbads oder des Wellness-Bereichs ist, die wichtigsten Grundparameter für das jeweilige Objekt in Zusammenarbeit mit dem Planer der Anlage bereits im Werk ein. Die Steuerung dient dann - neben dem Sicherstellen der reibungslosen Funktion der Anlage - eher dem schnellen und zentralen Zugriff auf alle wichtigen Eckpunkte des Objektes, falls sich Änderungsbedarf ergibt.

Je komplexer und vielseitiger das Objekt, umso mehr macht sich diese zentrale, intuitiv zu bedienende Zugriffsmöglichkeit bezahlt. Schließlich hängt der Erlebniswert einer privaten Pool- oder Wellness-Anlage nicht unerheblich davon ab, wie einfach sich die einzelnen Elemente wie zum Beispiel die Wasserattraktionen, die individuellen Beleuchtungsszenarien, die Duftdosieranlagen oder das Soundsystem vom Besitzer der Anlage steuern und regeln lassen.

Aber viele der kompakten Steueranlagen können noch deutlich mehr: Häufig sind sie die zentrale Schnittstelle, in denen nicht nur die Schwimmbadtechnik, sondern darüber hinaus auch die gesamte Gebäudetechnik des Raums zusammen läuft. In diesem Zusammenhang taucht immer wieder der Begriff Daten-BUS auf. BUS steht für "bidirectional universal switch" und bezeichnet ein Leitungssystem zwischen verschiedenen elektronischen Geräten sowie das dazugehörige Steuergerät. Im Prinzip funktioniert ein solcher BUS wie ein Rechnernetz - und in diesem Fall ist die automatische Steuerung der Zentralrechner, bei dem im wahrsten Sinne des Wortes alle Fäden zusammenlaufen.

Wer bereits über eine umfassende Gebäudeleittechnik verfügt oder den Einbau eines solchen Systems plant, muss übrigens nicht auf diesen Komfort verzichten: Einige Modelle lassen sich problemlos in eine solche Infrastruktur integrieren. Da haben es die Besitzer von Pool- oder Wellness-Anlagen also besser als die Autofahrer: Denn sie müssen sich nicht unbedingt schon beim Kauf entscheiden, sondern können ihre clevere und komfortsteigernde "Automatik" auch jederzeit nachrüsten.

Skimmer oder Überlauf

Was ist das überhaupt, ein Skimmer? Unter dem Begriff „Skimmer“ - oder auf deutsch „Oberflächenreiniger" - versteht man einen, in der Beckenwand eingebauten und an der Filteranlage angeschlossenen Ansaugkasten. Er ist mit einer schwimmfähigen Einlaufklappe versehen, die sich dem Wasserstand automatisch anpasst. Damit wird das Absaugen der oberflächennahen, am stärksten belasteten Wasserschicht erreicht. Ein Siebkorb im Skimmer schützt die Rohrleitungen gegen Verstopfung durch Laub oder Gegenstände. 

Anschlüsse für den Sicherheitsüberlauf sowie eine Armatur für die automatische Beckennachfüllung sind meist integriert. Der Saugstutzen im Skimmer kann als Anschluss für einen Beckenbodenreiniger dienen.

Fragt man nach den Vorteilen eines Skimmers gegenüber der Überlaufrinne, so werden sofort die Herstellungskosten genannt, denn die Installation eines Beckens mit Skimmer ist einfacher und die Abdichtung des Beckenkopfes und -umgangs aufgrund des tiefer liegenden Wasserspiegels weniger aufwendig und damit günstiger. Die Liste der Nachteile gegenüber Becken mit Überflutungsrinne ist dafür länger:

  1. Die Absaugfläche ist erheblich kleiner. Beispiel: Bei einem Becken in der Größe 8 x 4 m und ringsumlaufender Überflutungsrinne hat man eine Überlaufkante von ca. 24 m. Bei Becken dieser Größe mit Skimmer beträgt die Absaugfläche 25 bis 30 cm (Breite der Einlaufklappe)! Damit wird klar, dass die Belastungsstoffe gegenüber dem Becken mit Rinne weniger schnell ausgetragen werden. Es ist natürlich als Schwimmer unangenehm, auf der Wasseroberfläche Schmutz treiben zu sehen, vor allem wenn dieser nicht schnell zum Skimmer abtransportiert wird. Die Anordnung der Einlaufdüsen spielt hierbei zusätzlich eine wichtige Rolle.
  2. Bei tief liegendem Wasserspiegel werden die Wellen - besonders bei kleinen Becken - stärker reflektiert. Das Schwimmen ist dadurch weniger angenehm.
  3. Bei Skimmerbecken bildet sich leicht ein Schmutzrand auf Höhe der Wasserlinie, der weggeputzt werden muss. Dazu wird der Wasserspiegel abgesenkt und gleichzeitig muss darauf geachtet werden, dass keine Reinigungsmittelreste ins Beckenwasser gelangen, da sie die Aufbereitung empfindlich stören. Ein Schmutzrand lässt sich durch lange Filterlaufzeiten, automatische Überwachung und Regelung des pH-Werts sowie gute Desinfektion des Badewassers reduzieren.
  4. Durch den tiefer liegenden Wasserspiegel ist für den Schwimmer die Sicht nach allen Seiten eingeschränkt.

Dies heißt aber nicht, dass der Skimmer generell verteufelt werden sollte. Er ist für das private Schwimmbad eine preiswerte und akzeptable Lösung, sowohl in finanzieller als auch baulicher Hinsicht. Aber dies ist auch klar: Das Becken mit Überflutungsrinne ist die bessere Lösung.

Das sind die Vorteile einer Überflutungsrinne

  1. Bei der Überflutungsrinne - sofern diese richtig gebaut ist und die Abweichungen aus der Waagrechten nicht mehr als +/- 2 mm betragen - ist ein rascher Schmutzaustrag und eine gute Oberflächenreinigung sichergestellt.
  2. Das Becken wirkt größer. Der Badende hat Sicht nach allen Seiten, die Wellen werden nicht reflektiert.
  3. Es kann sich kein Schmutzrand bilden.

Allerdings ist der Bau eines Beckens mit Überflutungsrinne plus dazugehöriger Technik (Rinnenabläufe, Sammelleitung und Schwallwasserbehälter) teurer als ein Becken mit tief liegendem Wasserspiegel. Und da der Beckenumgang in Höhe des Wasserspiegels, das Mörtelbett für die Fliesen aber unter Niveau des Wasserspiegels liegt, sind eine Fußbodendichtung und Kapillar brechende Maßnahmen erforderlich.

Zu erwähnen sind auch tief liegende Überflutungsrinnen: Sie haben ebenfalls den Vorteil des raschen, allseitigen Schmutzaustrags, die Sicht für die Badenden ist aber begrenzt und die Wellenreflexion in viel geringerem Maße gebremst. Dafür sind die Maßnahmen für die Abdichtung des Beckenkopfes und des Umgangs einfacher und weniger kostenaufwendig. Im Privatbereich trifft man auch auf Schwimmbecken mit teilweise umlaufender Überflutungsrinne. Dabei muss aber der Teil der Beckenwand ohne Rinne entsprechend über dem Wasserspiegel hochgezogen werden. Dort bildet sich unter Umständen ein Schmutzrand, und die Wellen werden von diesem Bereich reflektiert.

Solarabsorber

Die Verlängerung der Badesaison kann eine kostspielige Angelegenheit sein. Zur Beheizung des Wassers werden große Energiemengen benötigt – mit fossilen Energieträgern oder elektrischem Strom wird das immer teurer. Deshalb entscheiden sich immer mehr Schwimmbadbesitzer für das preiswerte Heizen mit Sonnenenergie. 

Im Gegensatz zur Wärmepumpe, die Energie indirekt über die Außenluft aus der Sonne bezieht, nutzen Solarabsorber die Sonnenstrahlung direkt. Sie funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Das Beckenwasser wird durch sogenannte Absorber gepumpt. Dort erwärmt es sich im Durchflussprinzip wie in einem Gartenschlauch, der in der Sonne liegt. Der schwarze Absorber nimmt mehr Sonnenenergie auf und gibt diese an das Beckenwasser ab. Auch bei geringer Temperaturdifferenz wird das Wasser schnell auf die gewünschte Temperatur erwärmt.

Zum Vergleich: Bei der Wassererwärmung mit Flach- und Vakuumröhrenkollektoren zirkuliert eine frostsichere Wärmeträgerflüssigkeit durch aufwändig verglaste Kollektoren. Die gewonnene Energie wird über einen Wärmetauscher an das Brauch- und Heizwasser im Haus übertragen. Für die ausschließliche Beheizung des Schwimmbadwassers lohnt sich das System jedoch nicht. 

Solarabsorber gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Materialien. Absorber aus EPDM, einem synthetischen Kautschuk, sind meist zu Matten verarbeitet. Sie sind flexibel dimensionierbar, dadurch kann jede Fläche optimal genutzt werden. Rippenrohrabsorber weisen durch die gerippten Oberflächen eine große Absorberfläche und damit einen hohen Wirkungsgrad auf. Plattenabsorber werden vom Schwimmbadwasser vollflächig durchströmt, so ist der Durchflusswiderstand gering und die Wärme kann schnell abtransportiert werden. Da meist nur bestimmte Größen erhältlich sind, ist die Montage weniger flexibel. 

Eine Schwimmbadheizung sollte schon früh in die Planung einbezogen werden. Da der Betrieb einer Solarabsorber-Anlage oft über die bestehende Pumpe erfolgt, muss diese entsprechend dimensioniert sein. Die Anlage kann aber auch unabhängig von der Filteranlage mit einer Solarpumpe betrieben werden.

Für die Bemessung der Solarabsorber gilt die Faustregel, dass die Kollektorfläche bei abgedeckten Schwimmbecken mindestens die Hälfte der Beckenoberfläche betragen soll. Bei nicht abgedeckten Becken sollte pro Quadratmeter Oberfläche ein Quadratmeter Kollektorfläche zur Verfügung stehen.

Auch der Standort spielt eine entscheidende Rolle. Absorber sollten sich in der Nähe des Beckens befinden, um die Leitungswege kurz und die Wärmeverluste gering zu halten. Die Solarfläche kann auf dem Boden, auf Flach- oder Schrägdächern der Carports an einen Zaun oder einer Mauer montiert werden. Die Absorber sollten nach Süden ausgerichtet und frei von Schattenwurf sein. Entsprechende Steuerungen erleichtern die Bedienung und sorgen für eine gleichbleibende Badetemperatur.

Solarduschen

Sonniges Duschvergnügen für Garten und Schwimmbad – spart Strom und funktioniert nur mit der Kraft der Sonne. Der Sockelbehälter der Solardusche wird einfach mit dem Wasseranschluss verbunden. Nach ca. 2 Stunden Sonneneinstrahlung wird das Wasser im Behälter auf bis zu 60°C erhitzt. Durch Mischung mit Kaltwasser aus der Leitung entsteht 30°C warmes Wasser für ein spritzig-schönes Duschvergnügen. Bei Solarduschen gibt es viele verschiedene Farben und Modelle. Verschiedene Fassungsvermögen von Solarduschen sind ideal für den Singlehaushalt oder für Familien. Materialien wie Edelstahl, Holz und Stein machen die modernen Solarduschen zu besondere Highlights im Garten und auf der Terrasse.

Solarplane

Wer die Kraft der Sonne nutzen will, ist mit einer sogenannten Luftkammerfolienabdeckung bestens bedient. Es handelt sich dabei um speziell gegen die UV-Strahlung stabilisierte PE-Folien, in die viele kleine Luftkammern eingearbeitet sind. Dadurch kann die Folie bei starker Sonneneinstrahlung das Beckenwasser um einige Grad Celsius erwärmen. Außerdem vermindern die eingeschweißten Luftkammern den Wärmeverlust des Schwimmbadwassers. 

Etwas aufwändiger und deshalb auch teurer sind die wärmeisolierten Folienabdeckungen, die im Regelfall aus mehreren Schichten bestehen. Sie verhindern zusätzlich auch die Wärmeabstrahlung des Pool-Wassers. Nachteil: Herkömmliche Folienabdeckungen sind nicht kinder- und unfallsicher!

Auch bei diesen Basislösungen der Abdeckungshersteller hält der Komfortgedanke übrigens immer stärker Einzug. Mobile Abrollvorrichtungen, mit denen der Nutzer die Abdeckfolie bequem zum Pool und wieder zurück zum Lagerplatz transportieren kann, stehen bei den Kunden heute hoch im Kurs.

Stahlmantelbecken

Es gibt Stahlmantelbecken in rund-, ovalform oder in Form einer Acht. Die Beckentiefe beträgt zwischen 1,20 m und 1,50 m. Der Stahlmantel ist abhängig von der Beckentiefe bis zu 0,8 mm stark und mehrfach gegen Korrosion geschützt ausgeführt. Wasserdicht wird der Pool durch eine 0,6 mm oder 0,8 mm starke Innenhülle aus PVC. Stahlmantelbecken sind ideal für den Selbstaufbau geeignet. Für den Boden und die Stützwände ist jedoch etwas Maurer-Erfahrung notwendig.

Vorteile Stahlmantel Rundbecken 

  • preiswert - keine zusätzliche Stützkonstruktion erforderlich
  • Becken kann ohne Beton-Überflur erstellt werden.
  • ab 500 cm Rundbecken kann man im Kreis schwimmen
  • einfache Selbstmontage, ca. 2 - 3 Stunden für das Aufstellbecken
  • keine Ecken, daher einfache Reinigung
  • Einlaufdüse reicht aus, um den Schmutz Richtung Skimmer zu drehen

  

Vorteile Stahlmantel Ovalbecken

  • einfache Selbstmontage - etwas Maurer-Erfahrung notwendig
  • keine Ecken, daher einfache Reinigung
  • Einlaufdüse reicht aus, um den Schmutz Richtung Skimmer zu drehen
  • Abdeckplanen durch die geringere Breite einfach zu bedienen

UV-Anlage

Vor einigen Jahren waren die UV-Geräte noch relativ teuer. Das hat sich in den vergangenen Jahren, bedingt auch durch den Trend zu alternativen Wasserpflegeverfahren, geändert. Heute werden eine Reihe preiswerter Geräte am Markt angeboten. Ab etwa 1000 Euro sind heute Anlagen im einschlägigen Fachhandel zu bekommen. Zu beachten ist aber, dass das UV-Gerät in der Umwälzstrecke des Pools integriert wird und nur dort für eine weitestgehend sichere Entkeimung des durchfließenden Wassers sorgt. Im Becken selber, auf den Fliesen und Folien, in der Rohrleitungsstrecke und im Filter kann die Kraft der UV-Strahlen nicht wirken. Es muss also, wenn auch im geringen Maße, ein Desinfektionsmittel, entweder Chlor oder Alternativen, zugegeben werden. UV-Anlagen reduzieren also den Einsatz von Desinfektionsmittel, ersetzen ihn aber nicht vollständig. 

Da im Privatschwimmbad die Belastung und damit die Chlorzehrung nur gering ist, sind Einsparungen bis zu 70% möglich. Die Technik wendet sich deshalb vor allem an Besitzer anspruchsvoller Schwimmbäder, die den Einsatz von Chlor nicht ablehnen, aber soweit wie möglich reduzieren wollen. Zu beachten ist, dass die Investitionen in die Aufbereitungstechnik insgesamt etwas ansteigen, nicht nur durch den Kauf des UV-Geräts. Denn die gesamte Aufbereitungstechnik muss zusammenpassen. Mit einem billigen Baumarktfilter in Kombination mit einem UV-Gerät dürfte keine gute Aufbereitungsleistung zu erzielen sein.

Die UV-Anlage besteht in der Regel aus einem Edelstahl-Gehäuse mit Schaltkasten, in welchem ein Betriebsstundenzähler eingebaut ist, eine Kontroll-LED für den UV-Brenner und der Abgang für eine externe Alarmanlage. Im Inneren befindet sich die Quarzröhre und darin der eigentliche Brenner. Die Brenndauer liegt heute bei etwa 8000 bis 9000 Betriebsstunden, je nach Nutzung. Ein Brenner ist in der Regel nach etwa drei Jahren auszutauschen, was vom Schwimmbad-Fachhändler problemlos durchzuführen ist.

Das UV-Gerät wird hinter dem Filter im sog. Reinwasserstrom eingebaut. Das zuvor aufbereitete Wasser läuft durch die UV-Röhre und wird durch die Bestrahlung keimfrei gemacht. Erzeugt wird die UVC-Strahlung durch eine Quecksilber-Niederdrucklampe. Der Vorteil bei dem Verfahren: Die Wasserzusammensetzung bleibt unverändert, d.h. die UV-Strahlen töten die Keime ab, aber der Mineralgehalt des Wassers ändert sich nicht. Nachteil an dem Verfahren: Die Desinfektionsleistung der UV-Röhre kann nicht direkt gemessen werden, sondern nur indirekt über die Wasserwerte. Deshalb empfiehlt sich etwa alle vier Wochen zusätzlich eine Stoßchlorung.

Beachten sollten Poolbesitzer auch, dass der Filter möglichst lange läuft. Bei einem 50 m3-Becken und 6 bis 8 m3 Umwälzleistung wird der Beckeninhalt in sechs bis acht Stunden einmal komplett umgewälzt. Bei zu kurzen Filterlaufzeiten wird aber nicht alles Wasser vom Filter und danach von der UV-Anlage vollständig erfasst. Die Folge: Es verkeimt. Und dann kann die UV-Anlage das verkeimte Wasser nicht erfassen. Die Filterlaufzeit sollte deshalb etwa zwölf Stunden pro Tag betragen. Klar ist: Die UV-Technik ist vor allem fürs private Schwimmbad geeignet und eine Ergänzung zu den herkömmlichen Desinfektionsverfahren. Da es eine sichere, ausgereifte und von der Handhabung problemlose Technik ist, entlastet sie die Bauherrn bei der Wasserpflege, wobei dies nicht zum Trugschluss führen sollte, dass die Wasserpflege überflüssig geworden ist. Die Zugabe eines Desinfektionsmittel zur Depotwirkung und die pH-Korrektur müssen also auch nach wie vor erfolgen.

Verbundwerkstoffe (WPC)

Verbundprodukte aus Holz und Kunststoff wurden zunächst in den USA entwickelt und sind deshalb auch in Österreich mit der englischen Bezeichnung Wood Plastic Composite eingeführt worden. In der Regel wird nur die entsprechende Abkürzung WPC für das Grundmaterial verwendet. Die Anbieter sehen viele Vorteile des Verbundwerkstoffes im Vergleich zum naturbelassenen Holz: Risse, Abspaltungen oder Splitterbildungen sollen ebenso wenig vorkommen wie Fäulnis oder Verfärbungen. Diese Mängel werden mit Garantie ausgeschlossen. Der Preis liegt natürlich höher als bei hölzernen Vergleichsprodukten. 

Faserverstärkte Kunststoffe sind keine neue Entwicklung. Seit Jahrzehnten werden glasfaser- oder kohlefaserverstärkte Kunststoffe im Bauwesen, bei Zahnrädern oder im Leichtbau etwa für Kleinflugzeuge oder Rennräder eingesetzt. Im Schwimmbadbereich nehmen die aus Kunststoffen hergestellten Formteile sogar eine dominierende Stellung ein.

Der Einsatz von Naturfasern als Füllstoff oder Armierungsmittel zur Verbesserung der technischen Eigenschaften der Produkte wird seit einigen Jahren durch Förderprogramme zum Einsatz nachwachsender Rohstoffe unterstützt. Seit mehreren Jahren wird in der Holzwerkstoffindustrie die Eignung von Faserrohstoffen aus der Landwirtschaft für die Produktion von Plattenwerkstoffen erprobt. WPC besteht aus Holzfasern und einem Kunststoff. Zu Beginn der Entwicklung in den 80er Jahren wurde der Rezeptur Holzmehl als Füllstoff beigemengt, um so die Kosten zu reduzieren. Mittlerweile werden jedoch Holzfasern eingesetzt, die eine genau definierte Form aufweisen und damit die technischen Eigenschaften des Produktes wesentlich mitbestimmen. Als Kunststoffe kommen Polypropylen (PP), Polyethylen (PE) und Polyvinylchlorid (PVC) zum Einsatz, wobei für den Außenbereich in der Regel PE-Produkte eingesetzt werden und auch Recycling-Kunststoffe Verwendung finden. Weiterhin werden der Rezeptur in geringen Mengen spezielle Additive beigefügt, deren Zusammensetzung jedoch in der Regel als Betriebsgeheimnis gilt und nicht bekanntgegeben wird. Der Anteil der Holzfaser liegt derzeit bei 50 bis 85%.

Wärmepumpe

Die Schweizer sind schon erheblich weiter: Sie gehören seit Jahrzehnten zu den Fans der Wärmepumpentechnologie: Über 50% der Neubauten in der Alpenrepublik werden mit einer Wärmepumpen-Anlage beheizt. Auch in Österreich bekommt die Technik immer mehr Zuspruch. Die Branche erfreut sich, parallel zu den steigenden Heizölpreisen, über zweistellige jährliche Wachstumsraten. Der Einsatz von Wärmepumpen lohnt sich schon finanziell: Die Energie wird kostenlos und zuverlässig von Sonden aus der Umwelt eingesammelt, und lediglich der elektrische Antrieb des Verdichters verbraucht Energie. So lassen sich die Betriebs- und Energiekosten drastisch senken. Und die Kombination von Solarenergieanlagen mit der Wärmepumpe bringt zusätzliches Potenzial bei der Energieeinsparung im Gebäude und in der Schwimmhalle. 

Genau genommen ist die Wärmepumpe nichts anderes als ein Kühlschrank: gleiche Technik und umgekehrter Nutzen. Es wird nicht Lebensmitteln Wärme entzogen, um diese zu kühlen, sondern der Umgebung wird Wärme entzogen, um einen Raum oder das Wasser zu beheizen. Zu unterscheiden sind prinzipiell Freibad-Wärmepumpen von den Wärmepumpen für Hallenbäder. Beide arbeiten nach dem einfachen Funktionsprinzip, dass sie der Luft Wärme entziehen und in den Raum oder ins Poolwasser abgeben. Das entscheidende Kriterium für die Leistung der Freibadwärmepumpe ist der Energiegehalt der Luft. Je wärmer die Außenluft ist, desto höher ist in der Regel die in ihr enthaltene Feuchtigkeit und damit der Energieinhalt. 

Bei den Schwimmbad-Wärmepumpen handelt es sich meistens um Luft/Wasser-Wärmepumpen, welche die eingesetzte elektrische Energie mit der Energie aus der Umwelt vervielfachen. Bei der Aufstellung im Garten in der Nähe des Pools kommt der Vorteil der einfachen Installation zum Tragen. Um dem Nachbarn keinen Anlass zur Kritik zu geben, sollte etwas Abstand zum Nachbargrundstück gehalten werden. Dabei empfiehlt es sich, das Gerät nicht neben schallharten Oberflächen wie z.B. einer Betonwand zu stellen, um Schallreflektionen zu vermeiden. Wenn sie frei ansaugen und ausblasen kann und z.B. etwa 1 m von einer Hecke entfernt steht, dann wirkt die Hecke wie ein Schalldämpfer und die Anlage ist vom Nachbarn kaum zu hören.

Zu beachten ist weiterhin: Je mehr die Lufttemperatur abkühlt, desto mehr lässt auch ihre Leistung nach, weil kalte Luft weniger Feuchte enthält und trockene Luft sehr energiearm ist. Das heißt aber im Umkehrschluss: In den Übergangswochen im Frühjahr und Herbst, wenn die Nachttemperaturen knapp unter Null sind und die Tagestemperaturen bei etwa 5 bis 10 Grad C liegen, kann man trotzdem den Pool über die Wärmepumpe betreiben. Vorausgesetzt, Becken und Rohrleitungen sind wärmegedämmt, und der Pool hat eine Abdeckung. Allein durch die Abdeckung lässt sich 70 bis 80 % Energie einsparen. Sinken die Temperaturen dauerhaft auch tagsüber in den Frostbereich, sollte man die Anlage stilllegen, weil der Betrieb dann einerseits unwirtschaftlich wird, die Wärmepumpe andererseits durch den Frost Schaden nehmen könnte, wenn der Filterbetrieb eingestellt ist.

Wärmetauscher

Die Möglichkeiten der Beckenwassererwärmung, egal ob Hallen- oder Freibad, sind vielfältig. Dabei kommen sowohl fossile Brennstoffe als auch erneuerbare Energien in Frage. Häufig sind es heute sinnvolle Kombinationen von konventionellen Heizmitteln in Verbindung mit Wärmerückgewinnungssystemen. 

Beim Privatschwimmbad rechnet man mit einer Aufheizzeit des Beckenwassers von ca. ein bis zwei Tagen. Dabei ist zu beachten, dass die heute üblichen Niedertemperatur- und Brennwertkessel nicht mehr wie früher eine konstante Kesseltemperatur fahren, sondern sich lastabhängig regeln. D.h. die Heizkessel fahren nur noch bedarfsgerecht mit gleitendem, der jeweiligen Außentemperatur angepasstem Temperaturniveau einschließlich Nachtabsenkung. So ist es sinnvoll, bei der primären Heiztemperatur zur Beckenwassererwärmung von 80°C auszugehen, bis die gewünschte Beckenwassertemperatur erreicht ist. Anschließend kann der Heizkessel wieder automatisch selbstregelnd gefahren werden, denn dies reicht zur Konstanthaltung der Beckenwassertemperatur völlig aus. 

Egal, welchen Energieträger man wählt, zur Übertragung der Wärme an das Beckenwasser wird immer ein sog. Wärmetauscher benötigt. Diese arbeiten je nach Anwendungszweck nach unterschiedlichen Funktionsprinzipien. Bei den hydraulischen Wärmetauschern gibt es drei relevante Systeme: Heizrohrbündel-, Plattenwärme- und Rohrwärmetauscher.

Wasseraufbereitung

Tausende Eigentümer von Schwimmbecken in Österreich verbringen mehr Zeit beim Reinigen und Warten des Beckens, als beim Schwimmen selbst. Bei der richtigen Filteranlage und einer perfekten Wasserdurchströmung wird – unter Berücksichtigung folgender Tipps – Ihr Schwimmbecken zum wahren Familienvergnügen!

Der richtige pH-Wert

Das Wichtigste beim Schwimmbeckenwasser ist der pH-Wert. Der pH-Wert ist jener Wert, der uns sagt, ob das Wasser alkalisch oder säurehältig ist. Der ideale pH-Wert Ihres Schwimmbadwassers liegt bei 7,0 – 7.2 (max: 7,4). Verwenden Sie zum Messen des pH-Wertes die hierfür notwendigen Teststreifen. Zeigt sich nach dem Test, dass der pH-Wert zu hoch ist, so ist das Wasser alkalisch, d.h. es sind zu viele Laugstoffe im Wasser enthalten. Wenn Sie nun dem Wasser pH-Minus zusetzen, so können Sie den pH-Wert auf den richtigen Stand von 7,2 senken. Setzen Sie das pH-Minus in der richtigen Menge laut Angabe auf dem Etikett zu. Wird beim Testen des pH-Wertes festgestellt, dass der pH-Wert zu niedrig ist, so geben Sie dem Wasser pH-Plus zu.


Welche Nebenerscheinungen hat ein falscher pH-Wert?

pH-Wert im Pool zu niedrig:

  • Entzündungen der Schleimhäute
  • Ausfall von Metallen
  • Aggressives Wasser
  • Chlor lässt sich nicht stabilisieren

pH-Wert im Pool zu hoch:

  • Entzündungen der Schleimhäute
  • Trübstoffe im Wasser
  • Ausfall von Kalk
  • Nichtaktives Chlor im Wasser

Welche Pflegeprodukte werden für die Wasser Desinfektion und zur Verhinderung von Algenwuchs angeboten?

  • Chlorfreie Produkte
  • Chlorhaltige Produkte

1. Chlorfreie Produkte

Hier handelt es sich meistens um quaternäre Ammonium-Verbindungen, die den Nachteil haben, dass sie die Oberflächenspannung des Wassers nehmen. Diese ist jedoch für eine klaglose Funktion der Oberflächenabsaugung erforderlich. Außerdem ziehen diese Präparate sehr stark Insekten an. Bedingt durch die nicht vorhandene Oberflächenspannung sinken die Insekten meist zu Boden und es bilden sich daher sehr viele Schwebstoffe, die vom Oberflächenabsauger bzw. Bodensauger nicht entfernt werden können.

2. Chlorhaltige Produkte

Hier unterscheidet man zwischen Chlor in Tabletten- bzw. Granulatform und Flüssig-Chlor. Chlor in Form von Tabletten, Granulat können wiederum in zwei Hauptgruppen unterteilt werden:

Anorganisches Chlor

Darf nur hei Schwimmbadwasser unter einer Gesamthärte von 14° deutscher Härte verwendet werden. Anorganisches Chlor ist mit Kalk gebunden. Setzen Sie dieses bei besonders hohem Kalkgehalt zu, so führen Sie dem Wasser zusätzlich Kalk zu und dieser wird sich bei einer geringen pH-Wert-Verschiebung bereits an den Beckenwänden absetzen. Unbedingt zu beachten: Bei Schwimmbadwasser über 14° deutscher Härte darf nur organisches Chlor verwendet werden. Anorganisches Chlor hat auch den Nachteil, dass es bei Zugabe den pH-Wert nach oben verändert.

Organisches Chlor

Kann bei jedem pH-Wert verwendet werden. Eine Verschiebung des pH-Wertes tritt durch die Dosierung nicht ein. Sowohl bei anorganischem als auch bei organischem Chlor gibt es schnell- und langsamlösliche Produkte.

Schnelllösliches Chlor in Granulat- bzw. in Tablettenform

Wird immer zur Erreichung des Grundchlorgehaltes verwendet. Selbstverständlich auch zu Stoß- oder Schockbehandlungen.

Langsamlösliches Chlor

Wird hauptsächlich zur laufenden Dosierung verwendet. Der Chlorgehalt kann mit den Teststreifen, mit denen Sie auch den pH-Wert messen, festgestellt werden. Hier müssen sie nur die Schritte laut aufgeklebter Anleitung befolgen. Der Chlorgehalt sagt aus, wieviel Gesamtchlor im Wasser ist. Bei diesen Teststreifen kann nicht unterschieden werden, ob es aktives oder nicht aktives Chlor ist. Nichtaktiv ist es auf jeden Fall dann, wenn der pH-Wert zu hoch ist. Der ideale Chlorwert liegt bei 0,6 – 1 mg pro Liter.

Flüssigchlor

Flüssigchlor wird für die Schwimmbadpflege meistens in Form von Natriumhypochloridlauge angeboten. Wie bereits der Name sagt, so handelt es sich hierbei um ein laugenhältiges Desinfektionsmittel. Der Nachteil liegt also klar auf der Hand: durch das Zugeben von Chlorlauge wird der pH-Wert beeinflusst und laufend angehoben. Eine ständige Zugabe von pH-Minus bzw. Säure ist unbedingt erforderlich. Übersieht man, dass der pH-Wert durch die laufende Zugabe von Chlorlauge zu hoch steigt, so kommt es wie oben beschrieben, zu Kalkausfall und Trübungen. Der Kalk legt sich in Form von Kalkstein an den Wänden und am Boden ab. Das Schwimmbecken lässt sich nur mehr sehr schwer reinigen.

Wie erreicht man nach Erstfüllung den richtigen Chlorwert?

Nach Füllen Ihres Schwimmbeckens setzen Sie dem Wasser schnelllösliches Chlor in der angegebenen Menge zu und messen den Chlor- und pH-Wert. Ist der pH-Wert richtig und der Chlorgehalt noch etwas zu niedrig, so geben Sie weitere schnelllösliche Chlorprodukte zu.

ACHTUNG: Schnelllösliche Chlorprodukte sollen über den Filter, also in den Oberflächenabsauger, dosiert werden.

Nach Erreichen des Grundchlorgehaltes geben Sie dem Wasser Langzeit-Tabletten zu. Diese sollen nicht über den Skimmer dosiert werden, sondern über einen normalen Dosierschwimmer.Durch den starken Sog der Filteranlage bei Zugabe über den Oberflächenabsauger würde sich die langsamlösliche Chlortablette zu schnell auflösen. 

Nach 3 - 4 Tagen messen Sie bitte den Chlorwert im Zusammenhang mit der pH-Wert-Messung wieder. Ist der Chlorwert zu niedrig, so dosieren Sie bitte mit schnelllöslichen Chlortabletten oder in Granulatform nach. Die Langzeitchlor-Tablette soll, nachdem sie sich zur Gänze aufgelöst hat, wieder durch eine neue ersetzt werden. Die Dosiermengen entnehmen Sie bitte dem Klebeetikett auf dem Kübel. Nun machen Sie es sich bitte zur Pflicht, dass Sie wöchentlich 2x den Chlor- und pH-Wert prüfen. 

Wie wichtig der richtige pH-Wert ist, können Sie selbst beurteilen, wenn Sie die nachstehende Tabelle studieren:

pH-Wert Aktives Chlor im Badewasser in % Nichtaktives Chlor im Badewasser in %
9 3 97
8,5 10 90
8 25 75
7,5 50 50
7 75 25
6,5 90 10
6 97 3


Jedes Wasser soll bei einem pH-Wert von 7,2 freies Chlor in Höhe von 0,6 – 1 mg/Liter aufweisen. Vor der Einwinterung Ihres Schwimmbeckens verlangen Sie bitte unsere Überwinterungsanleitung.

Wenn Sie obige Anweisungen genauestens befolgen, dürften Sie mit ihrem Schwimmbadwasser keine Probleme mehr haben. Sollten Sie trotzdem irgendwelche Schwierigkeiten haben, nützen Sie unser Service: Bringen Sie uns in einer ausgekochten Flasche Schwimmbadwasser zur Untersuchung (Wasser ca. 30 cm unter der Wasseroberfläche entnehmen!).

Sollten jedoch durch Dosierungsfehler Schwierigkeiten auftreten, befolgen Sie nachstehende Tipps: 

Wenn das Wasser grün zu werden beginnt ...
pH-Wert einregulieren, Chlor-Schocktablette schnelllöslich in den Skimmer, Filter Tag und Nacht laufen lassen. 

Wenn das Wasser trüb ist ...
pH-Wert neutralisieren, Flockung laut Mengenangabe auf dem Etikett in den Skimmer schütten und den Filter damit anschwemmen.

Wenn sich ein schwarzer Ölrand bildet ...
Wasserspiegel etwas absenken und mit Randreiniger oberen Rand regelmäßig reinigen.

Wenn sich an den Wänden Kalk ablagert ...
Mit Kalksteinreiniger nach Gebrauchsanweisung entfernen. Nur Chemikalien für hartes Wasser verwenden (wie oben beschrieben).

Algenbildung auf schwimmender Isolierdecke ...
Verdünnen Sie 1 Liter mit 5 Liter Wasser und waschen Sie die Isolierdecke vor dem Aufrollen mit dieser Lösung ab.

Wenn nach Chlorzugabe die Schwimmbeckenwände braun werden ...
Dies weist auf einen hohen Eisengehalt des Schwimmbadwassers hin. Schock-Tablette dem Wasser zugeben. Nach Einnivellierung des pH-Wertes Wände und Boden mit Bodensauger direkt in den Kanal absaugen und Frischwasser nachfüllen. 

Schwerarbeit beim Frühjahrsputz ...
Sie haben sicherlich während der Wintermonate unsere Anweisungen nicht befolgt, bzw. während der Sommermonate zu wenig auf den pH-Wert geachtet. Kalk kann sich nur dann absetzen, wenn der pH-Wert nicht stimmt. Wir sind sicher, dass Sie bei Einhaltung obiger Pflegeanleitung viel Freude mit ihrem Schwimmbad haben werden und nicht zu Putzsklaven Ihres Freizeitvergnügens werden.

Wasserpflege

Dem Poolbesitzer wird heute neben einem breiten Spektrum an Geräten zur automatischen Dosierung der Pflegemittel und zur Kontrolle der wichtigsten Parameter auch eine Reihe von Multifunktionsprodukten für die Wasserpflege per Hand angeboten.

Klar ist: Bei der Wasserpflege sind verschiedene Pflegeschritte durchzuführen, nämlich pH-Wert-Regulierung, Desinfektion, Algenverhütung und Flockung. Die Produkte können einzeln oder auch, außer bei dem pH-Heber oder -Senker, in einem einzigen Produkt zusammengemischt zugegeben werden. Die Leute wollen schließlich schwimmen und ihren Spaß haben und nicht den Chemiker spielen müssen. Kombiprodukte bedeuten eine wichtige Hilfe, da die Vorgänge bei der Wasserpflege vereinfacht werden und die emotionale Hürde leichter überwindbar ist.

Die Poolbesitzer möchten es möglichst einfach haben, sie verlangen eine bequeme Anwendung, und sie wollen die Pflegeschritte nicht einzeln durchführen. Sie wollen die Zeit nicht mit Wasserpflege verbringen. Daher haben alle Entwicklungen, die die Service¬arbeiten am Pool erleichtern, bei den Schwimmbadbesitzern eine hohe Akzeptanz. Der Markt für Multifunktionsprodukte, da sind sich alle Branchenteilnehmer einig, wächst schon seit Jahren. Bei Bayrol, die sich als Vorreiter dieses Trends sehen können, macht der Absatz mittlerweile schon rund ein Drittel aus. Eine komplette Produktpalette von chlorhaltigen und alternativen Pflegemitteln gehört inzwischen zum Programm.

Es geht heute nicht mehr nur darum, verschiedene chemische Produkte in einem sinnvollen Verhältnis miteinander zu mischen und in eine Tablette zu pressen, sondern bei der neuen Generation, wie es Bayrol anbietet und wie wir es im Kleinbeckenbereich haben, geht es jetzt v.a. darum, schnell- und langsamlösliche Substanzen miteinander zu kombinieren. Dies schafft neue Möglichkeiten in der Handhabung.

Whirlpool

Heiße Quellen sind schon seit der Antike beliebte Ziele für jene, die Entspannung und Gesundheit suchten. Für viele Menschen bedeutet ein Whirlpool Luxus pur, denn ein Whirlpool gehört ja nicht gerade zu den alltäglichen Anschaffungen. 

  • Arctic Spa wurden für die rauesten Klimazonen der Welt entwickelt und gilt in der Fachwelt als das best isolierteste Whirlpool.  
  • Es ist erwiesen, dass Ärzte und Heilpraktiker seit jeher heiße Wasserbäder für eine Vielzahl von physischen Problemen verschrieben haben.
  • Die Liste der positiven Eigenschaften von Whirlpools ist lang und beeindruckend. Sie machen Spaß, dienen der Erholung und können auch medizinisch eingesetzt werden. Sie sind quasi überall einsetzbar und finden bei Groß und Klein Anklang und Begeisterung.

Ein Whirlpool ist aber auch unvergleichlich, wenn es darum geht sich nachhaltig zu entspannen. Fast nirgends kann man sich so wohl fühlen und relaxen wie in einem Whirlpool, und das im Sommer wie im Winter, egal ob bei einem Aufbau über der Erde oder ebenerdig. Zudem hat ein Whirlpool nicht nur positive Auswirkungen auf das Wohlsein, sondern vor allem aus medizinischer und gesundheitlicher Sicht, ist ein Whirlpool nur zu empfehlen. Sind nicht nur reine Luxusbadewannen, die zur Erholung gestresster Manager dienen, sondern sie werden in immer stärkerem Maße in Kliniken, in Kuren und von Ärzten eingesetzt. Die Kombination aus sprudelndem Wasser und Wärme kann bei einigen Therapien sehr hilfreich sein. Die so genannte Hydrotherapie wird in Whirlpools zum Beispiel immer beliebter, wobei sich nicht jeder Whirlpool für diese Therapieform eignet. Darüber hinaus lassen sich durch den zusätzlichen Einsatz bestimmter Reize auch andere Therapieformen im Whirlpool einsetzen. 

In Österreich sind Whirlpools noch nicht so stark verbreitet, daher ist auch das Wissen um sie eher gering. Zum Beispiel kennen die Wenigsten den Unterschied zwischen einem Whirlpool, einer Whirlwanne, einem Jacuzzi oder einem Aqua-Trainer (Fitness-Whirlpool). Bei all diesen Geräten handelt es sich nicht immer um ausgereifte Produkte. Aus diesem Grund ist Whirlpool auch nicht gleich Whirlpool, sondern heute kann der Kunde aus vielen unterschiedlichen Systemen aus diesem Bereich genau das passende für sich heraussuchen. Neben der großen Auswahl wenn es um das Whirlsystem und die Ausführung geht, hat der Kunde auch die Qual der Wahl bei der Ausstattung eines Whirlpools. Die Erholung in einem Whirlpool ist zum Beispiel maßgeblich von den verwendeten Düsen und den Sitzen abhängig. Darüber hinaus kann man den eigenen Whirlpool durch verschiedene Zubehörartikeln auf die eigenen Bedürfnisse individuell abstimmen.

Wenn man sich also für einen Whirlpool entscheidet, bekommt man im Idealfall ein individuell abgestimmtes Produkt. Damit dieses möglichst lange in gutem Zustand erhalten bleibt, kommt es natürlich auf eine entsprechenden Aufbau, eine fachmännische Montage, guter Service mit eine verlässliche Ersatzteilversorgung, sowie auf die korrekte Pflege und Reinigung des Whirlpools an. Dazu müssen natürlich ein paar Dinge beachtet werden. Vor allem ist es für Laien wichtig zu wissen, dass sie sich mit der Anschaffung eines Whirlpools über die Hygiene des Wassers Gedanken machen müssen. Dies ist zwar nicht sehr kompliziert, allerdings hat das Versäumen entsprechender Hygienemaßnahmen unangenehme Folgen, die das Vergnügen in einem Whirlpool schnell trüben. 

Erholung in Whirlpools

Wer sich einen Whirlpool anschafft, tut dies meist in erster Linie, weil er sich erholen und entspannen möchte. Dies ist in einem Whirlpool auch sehr gut möglich. Das warme Wasser sorgt für Entspannung und Lockerung des ganzen Körpers. Die meisten Menschen kennen die entspannende Wirkung eines Bades nach einem anstrengenden und langen Tag. In einem Whirlpool wird diese positive Wirkung noch verstärkt, da ein Whirlpool zum einen sehr groß ist und dadurch den ganzen Körper voll mit Wasser umfasst.

Verstärkt wird die Wirkung des Wassers durch die grundsätzlich bequeme Haltung, die man im Whirlpool einnehmen kann. Hochwertige Whirlpools verfügen über bequeme Sitze mit verstellbaren Kopfstützen die sich der Benützer auf sein Bedürfniss anpassen kann. Dadurch ist es möglich, dass man sich ganz entspannt in den Whirlpool setzten kann. An den Sitzen befinden sich dann die Düsen, die Wasser oder Luft in den Whirlpool sprudeln und dadurch den Körper massieren. Durch die Luft und das Wasser wird Druck auf bestimmte Körperpartien und Muskulaturgruppen ausgeübt, die so optimal entspannt werden können. Gerade nach einem anstrengend Tag im Büro oder vor dem Computer können zum Beispiel die Nacken- und Rückenmuskulatur optimal entspannt werden. Wer nebenbei noch etwas Wassergymnastik im Whirlpool betreibt, stärkt zusätzlich die Muskulatur und trägt zu noch mehr Entspannung bei.

Manche Menschen bevorzugen dagegen noch etwas mehr Bewegung als Erholung. Für diese Personengruppe empfiehlt sich ein Fitness-Whirlpool. Hierbei handelt es sich um eine besondere Art Whirlpool, die für sportliche Aktivitäten, speziell fürs Schwimmen geeignet ist. Während in einem herkömmlichen Whirlpool die Düsen aus den Sitzen in erster Linie zur Entspannung sprudeln, kann in einem Fitness-Whirlpool geschwommen werden, denn dazu wird das Wasser durch die Düsen wie ein Strom durch das Fitness-Whirlpool geleitet. Man schwimmt dann gegen diesen Strom an und bleibt so immer auf der Stelle. Ein sehr gutes Training, Entspannung und letztlich natürlich auch Erholung ist damit möglich. Dieser Fitness-Whirlpool verfügen aber natürlich auch über entsprechende Massagedüsen beziehungsweise die Düsen können so verstellt werden, dass man auch so wie in einem Whirlpool nur massiert wird.

Wenn der Körper entspannt ist, dann kann man die Leichtigkeit im Wasser genießen und zu guter Letzt erholt aus dem Whirlpool steigen. Meist schläft man nach einem ausgedehnten Bad auch besser und entspannter, was außerdem Stresssymptomen entgegenwirkt.

Whirlpools bieten ...

  • Höchsten Sitzkomfort und entspanntes Sitzen durch ergonomisch geformte Sitzschalen und höhenverstellbarer Nackenkissen 
  • Die Vorzüge eines Swimmingpools in einem Whirlpool 
  • In einem Swim-Spa, haben Sie Fitness und Entspannung in Einem! Gegen eine starke Strömung schwimmen so lange Sie es wünschen.